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Angesichts des herausfordernden Marktumfelds ist das Immobilienklima Deutschlands im zweiten Quartal 2022 laut Primonial REIM Germany deutlich zurückgegangen. Alle Nutzungsarten verzeichneten seit Mai 2022 einen Einbruch. Das schlage sich auch am Immobilieninvestmentmarkt nieder, der bis auf den Healthcare-Sektor von deutlicher Zurückhaltung geprägt sei. Sollte die Gasversorgung in der zweiten Jahreshälfte gesichert sein, geht Florian Wenner, Senior Researcher, Primonial REIM Germany, jedoch von einer Erholung der Märkte aus: "Man kann davon ausgehen, dass sich die Investoren dann zunehmend auf die veränderten Rahmenbedingungen mit höheren Zinsen und gestiegenen Anfangsrenditen einstellen und wieder verstärkt investieren werden." Bei Projektentwicklungen sei aufgrund der schwer kalkulierbaren Baukosten aber auch dann weiter mit investorenseitiger Zurückhaltung zu rechnen. Zu den einzelnen Asset-Klassen: Bei den Büroimmobilien ist ein Abwarten am Investmentmarkt zu verzeichnen, während auf den Vermietungsmärkten die Polarisierung zunimmt. Der Wohnungsmarkt punktet hingegen mit Stabilität, aber die steigenden Energiekosten könnten im zweiten Halbjahr Mietsteigerungspotenziale begrenzen. Handelsimmobilien schwächeln im zweiten Quartal. Anders schaut es bei den Healthcare-Immobilien aus. Sie erfreuen sich als vergleichsweise konjunkturunabhängige Assetklasse weiter großer Beliebtheit. Im Hotelsektor gibt es weiterhin starke Zurückhaltung unter den Investoren, während sich für opportunistische Käufer gute Chancen bieten könnten. Bei der Logistik steht einer hohen Nachfrage ein unzureichendes Angebot gegenüber. Außerdem kommt es zu einer Wende bei den Renditen.