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Immobilienball 2023 -
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Die neuen Kreditrichtlinien und die hohen Bau- und Energiekosten bremsen das Fertighaussegment kräftig. "Das Interesse ist da, es scheitert an der Finanzierung", erklärt der Chef der Firma Etzi-Haus/Austrohaus Maximilian Etzenberger. Er geht davon aus, dass künftig rund 30 Prozent weniger Projekte realisiert werden. Dennoch macht er sich nicht unmittelbar Sorgen. Man werde die derzeit bei 35 Prozent liegende Fremdleistung zurückschrauben, um den eigenen Mitarbeiterbestand von 250 Köpfen zu halten, so Etzenberger. Er baut 2023 um rund 35 Millionen Euro in Ried im Traunkreis eine neue Firmenzentrale. Und für 2024 hat der Macher sich die erste energieautarke Siedlung vorgenommen. Darunter versteht Etzi kompakte Wohnsiedlungen mit einer zentralen Energiezentrale, die die einzelnen Wohneinheiten mit Strom, Wärme, Kälte und Wasser versorgt. Damit will man mehrere anstehende Probleme lösen: Die Flächenversiegelung soll reduziert werden und die Versorgung mit Raumwärme und Warmwasser soll im Vergleich zu konventionellen Häusern pro Haushalt um bis 3.500 Euro jährlich günstiger werden.

Geplant sind je nach Standort Tiefensonden für die Geothermie, die Nutzung der Wärme aus Abwässern in Verbindung mit Photovoltaik. Umgesetzt werden können diese Lösungen von der eigenen Haustechnikfirma, die inzwischen fast 40 Mitarbeiter zählt. "Mit dem Konzept der Energieparks können so bis zu 20 Prozent der Baukosten eingespart und leistbares Wohnen geschaffen werden", verspricht Etzenberger. Er möchte die Errichtung vorfinanzieren nach Fertigstellung verkaufen. Ein erstes Projekt ist bereits fix in Melk, wo man in einer Kooperation mit der Stadtgemeinde bauen wird. Weitere sieben Standorte hat Etzenberger in OÖ im Portfolio.