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Immobilienball 2023 -
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Günstige Eigentumswohnungen im Preissegment unter 150.000 Euro werden in den Landeshauptstädten immer mehr zur Mangelware. Das zeigt der willhaben-Landeshauptstädte-Check, der in Zusammenarbeit mit IMMOunited erstellt wurde.

In Eisenstadt, Graz und Klagenfurt war der Anteil jener Wohnungen, die unter 150.000 Euro verkauft wurden, zuletzt am höchsten. Pauschal lässt sich jedoch sagen: Wohnungen in dieser Preisklasse sind in allen Landeshauptstädten in den vergangenen Jahren mehr und mehr zur Rarität avanciert. Am, zumindest vergleichsweise, stabilsten gestaltete sich die Lage dabei in der Steiermark. Während 2018/19 noch 47 Prozent der Eigentumswohnungen unter 150.000 Euro verbüchert wurden, waren es 2021/22 nur mehr 36 Prozent. Auch in anderen Landeshauptstädten sank der Anteil an Immobilien in diesem Segment in den vergangenen vier Jahren - in Klagenfurt beispielsweise von 53 auf knapp 33 Prozent, in Innsbruck von immerhin 21 auf etwa 10 Prozent. In Eisenstadt, Sankt Pölten und Klagenfurt war der Anteil an Transaktionen zwischen 150.000 und 300.000 Euro zuletzt am höchsten.

Wohnungen in den zwei untersten Preissegmenten waren in den österreichischen Landeshauptstädten zuletzt noch zu finden - wenn auch immer seltener. In Sankt Pölten etwa stieg der Anteil an verbücherten Wohnungen im Preissegment "300.001 bis 450.000 Euro" 2018/19 versus 2021/22 (auch bedingt durch eine verhältnismäßig geringe Transaktionsanzahl) um mehr als 200 Prozent. In Klagenfurt hat sich der Anteil verdoppelt und auch in Graz gab es eine Zunahme von fast 50 Prozent. Lediglich in Eisenstadt sind Wohnungen in dieser, ebenso wie in den nächsthöheren Preisklassen, nach wie vor eher selten zu finden.

In Innsbruck und Bregenz lag der Anteil an Eigentumswohnungen im Preissegment "ab 600.000" Euro 2021/22 mit rund 13 Prozent österreichweit am höchsten - im Vergleich zu 2018/19 ist dieser Wert zudem deutlich mehr als das Doppelte angestiegen. Aber: auch in Wien und Salzburg gab es vergleichsweise viele Transaktionen mit exklusiven Eigentumswohnungen. Etwa 12 Prozent jener Wohnungen, die 2021/22 in beiden Städten verbüchert wurden, befanden sich in der höchsten Erhebungspreisklasse. Für die Bundeshauptstadt ergibt dies ergibt ein massives Plus von 98 Prozent gegenüber 2018/19. Ähnlich gestaltet sich die Situation in Salzburg. Hier sind es knapp 66 Prozent mehr als noch vor vier Jahren.

"Der heimische Immobilienmarkt ist kontinuierlich in Bewegung - doch was bedeutet das für leistbares Eigentum? Dieser Frage sind wir in Zusammenarbeit mit den GrundbuchexpertInnen der IMMOunited nachgegangen. Der willhaben-Landeshauptstädte-Check hat ermittelt, in welchen Preissegmenten im Erhebungszeitraum 2021/22 die meisten Immobilien-Transaktionen über die Bühne gegangen sind", so Judith Kössner, Head of Immobilien bei willhaben.