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Immoflash

Abstimmungsniederlage nach einem medialen "Werbekrieg zwischen S Immo und Immofinanz": Heute Mittag hat die Mehrheit in der von der Immofinanz heute einberufenen außerordentlichen Hauptversammlung der S Immo dem Antrag zur Aufhebung des satzungsmäßigen Höchststimmrechts abgelehnt beziehungsweise wurde die erforderliche (Kapital-)Mehrheit nicht erreicht. Das in § 13 Abs 3 der Satzung der S Immo geregelte Höchststimmrecht bleibt somit unverändert aufrecht.

Damit werde die im Übernahmeangebot der Immofinanz formulierte freiwillige Bedingung, dass das Angebot nur zustande kommt, wenn das Höchststimmrecht von der Hauptversammlung abgeschafft wird, nicht erfüllt, teilt die S Immo heute, Donnerstag, Mittag in einer Stellungnahme mit.

Das bedeute aber nicht, dass das Übernahmeangebot nun vom Tisch ist, schreibt die S Immo. Die Immofinanz könne auch auf die Bedingung verzichten und das derzeitige Angebot von 22,25 Euro pro Aktie nachbessern. Ob das Übernahmeangebot erfolgreich sei, hänge davon ab, ob bis zum voraussichtlichen Ende der Angebotsfrist am 16.07.2021 mindestens 50 Prozent des Aktienkapitals der S Immo zur Annahme ins Übernahmeangebot eingereicht werden.

Die Alternative zur Übernahme hat CEO Bruno Ettenauer: Im Stand-alone-Szenario plant Ettenauer, die Anteile an der Immofinanz und an der CA Immobilien Anlagen AG zu veräußern und die dadurch lukrierten Mittel von voraussichtlich deutlich über EUR 500 Mio. für den Ankauf von sofort ertragswirksamen Immobilien und für Projektenwicklungen zu verwenden. Die skizzierte Vorgehensweise sichert die Ertragsstärke sowie die kontinuierliche Dividendenfähigkeit und unterstützt gleichzeitig das Kurspotenzial der sImmo. Für eine rasche Umsetzung sei man bereits vorbereitet.