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Boom im Grünen: Wiens teure Gärten

Quadratmeterpreise steigen auf 900 Euro

Vom einfachen Freizeitparadies zum hart umkämpften Immobilieninvestment: Wiener Kleingärten erleben auf dem Immobilienmarkt eine beachtliche Wertsteigerung. Wie eine aktuelle Auswertung des Grundbuchexperten IMMOunited vom 30. Juni 2026 zeigt, wechseln in der Bundeshauptstadt seit dem Jahr 2016 konstant rund 150 Kleingärten pro Jahr den Eigentümer. Der Wunsch nach privatem Grünraum im urbanen Bereich treibt die Preise dabei massiv in die Höhe: Im Fünf-Jahres-Vergleich kletterte der durchschnittliche Quadratmeterpreis um rund 60 Prozent nach oben und liegt mittlerweile bei knapp 900 Euro.

Für die vorliegende Marktübung wurden die Transaktionen der Jahre 2016 bis 2020 mit den Daten aus dem Zeitraum von 2021 bis Ende 2025 abgeglichen. Das Ergebnis dokumentiert ein verändertes Marktverhalten. Während in der ersten Fünfjahresperiode der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 562 Euro lag, zog dieser im darauffolgenden Beobachtungszeitraum auf 896 Euro an.

Die Treiber dieses Trends sind fast ausschließlich im privaten Segment zu finden. Die Struktur der Marktteilnehmer hat sich signifikant verschoben. Verkauften zwischen 2016 und 2020 noch zu 55 Prozent gewerbliche und öffentliche Institutionen diese Liegenschaften, so reduzierte sich deren Anteil zuletzt auf 33 Prozent. Inzwischen stammen 67 Prozent der Verkäufe aus privater Hand. Auf der Käuferseite ist die Dominanz noch deutlicher: Hier zeichnen Privatpersonen für 97,4 Prozent aller Transaktionen verantwortlich.

Regional zeigt der Wiener Markt allerdings starke Unterschiede. Aufgrund der geringen Gesamtzahl an jährlichen Verkäufen lassen sich valide Quadratmeterpreise nur für ausgewählte Bezirke mit hoher Dynamik beziffern. Die höchsten Preise werden in den Grünlagen von Ottakring, Döbling und der Donaustadt erzielt. Wer hingegen in den Bezirken Liesing, Floridsdorf oder in der Leopoldstadt sucht, findet statistisch gesehen deutlich günstigere Einstiegspreise vor.

„Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Kleingärten in Wien sind zu einem ernstzunehmenden Marktsegment geworden. Die Preisentwicklung der vergangenen Jahre unterstreicht dabei, wie stark der Wunsch nach Grünraum und Rückzugsmöglichkeit in der Stadt bewertet wird - sowohl emotional als auch ökonomisch“, freut sich Immounited Eigentümer & CEO Roland Schmid. Die Daten machen deutlich, dass das Segment trotz der allgemeinen Abkühlung am klassischen Wohnungsmarkt eine stabile Nische für private Akteure bleibt.
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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 30. Juni 2026 - zuletzt bearbeitet am 07. Juli 2026


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AutorLaura Fürst
Tags
kleingärten
Immounited
Roland Schmid
Analyse
Wien
Transaktionen
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