Marktimmomedien.atMorgenjournal
/ Lesezeit 2 min
Crowd-Plattform vor dem Aus.
Willkommen beim Immoflash-Morgenjournal
Diesen Podcast widmet Ihnen:
myhive Offices. Büros, in die man gern kommt.
Infos auf myhive-offices.com
Und das sind die Schlagzeilen des Tages:
Crowd-Plattform vor dem Aus
Viel Bürokratie, kaum Wirkung
314 Wohnungen im Landmark-Turm
Und jetzt die Meldungen im Detail:
Crowd-Plattform vor dem Aus
Die Wiener Crowdinvesting-Plattform Rendity beendet ihren operativen Betrieb. Das Unternehmen hat seine Gewerbeberechtigungen zurückgelegt und die Behörden informiert. Neue Investments vermittelt Rendity bereits seit 2024 nicht mehr. Jetzt folgt der formelle Schlussstrich.
Gegründet wurde Rendity im Jahr 2015, kurz nach dem Start des Alternativfinanzierungsgesetzes. In der Niedrigzinsphase sammelte die Plattform über rund 37.000 Anlegerinnen und Anleger mehr als 157 Millionen Euro ein. Das Geld floss in über 220 Immobilienprojekte. Viele davon wurden als Nachrangdarlehen strukturiert – also mit hohem Risiko.
Mit dem Zinsanstieg gerieten zahlreiche Projekte ins Stocken. Entwickler meldeten Insolvenz an. Und weil Nachrangdarlehen im Ernstfall zuletzt bedient werden, verloren manche Investoren mehrere hunderttausend Euro.
Die Plattform bleibt voraussichtlich noch bis mindestens Ende Mai 2026 online. Neue Einzahlungen sind nicht mehr möglich. Rendity empfiehlt, vorhandene Guthaben rasch abzuziehen. Sollten aus laufenden Projekten noch Rückzahlungen oder Zinsen kommen, will das Unternehmen diese an die Anleger weiterleiten.
Viel Bürokratie, kaum Wirkung
Leerstandsabgaben schaffen mehr Akten als Wohnungen. So bringt es ÖHGB-Präsident Martin Prunbauer auf den Punkt. Trotz mehrjähriger Praxis in mehreren Bundesländern gebe es keine belegbaren Erfolge bei der Mobilisierung von Wohnraum. Stattdessen wachse der bürokratische Aufwand.
In Salzburg und Tirol liegen die möglichen Abgaben bei rund fünftausend Euro pro Jahr. Dennoch fordern Länder bereits Verschärfungen. In der Steiermark zeigte sich laut Verband, dass Erhebung und Verfahren viel kosten und wenig bringen. Dort denkt die Politik über ein Aus nach.
Zudem fehle eine klare Definition von Leerstand. Sanierungen, Auslandsaufenthalte oder fehlende Nachfrage in ländlichen Regionen würden oft nicht sauber berücksichtigt. Die landesweite Leerstandsquote liegt bei rund viereinhalb Prozent – ein Wert, der als normal gilt.
Im Markt 2026 bleibt damit die Kernfrage: Wie schafft man mehr Angebot? Die Zahl der Baubewilligungen sinkt seit Jahren, während die Bevölkerung wächst. Für den ÖHGB ist klar: Mehr Neubau statt neue Belastungen.
314 Wohnungen im Landmark-Turm
Im 53-stöckigen DC2 in der Donau City startet jetzt die Vermietung. Der Mixed-Use-Turm liegt direkt an der Neuen Donau und verbindet Büros in den unteren Etagen mit Wohnungen zwischen dem 32. und 52. Stock. Entwickelt hat das Projekt die S+B Gruppe für Commerz Real und deren Fonds hausinvest. Die Architektur stammt von Dominique Perrault.
Die 314 Einheiten reichen von kompakten rund 32 Quadratmetern bis zu Drei-Zimmer-Wohnungen mit etwa 80 Quadratmetern. In den obersten Geschoßen entstehen zweistöckige Penthäuser mit bis zu 260 Quadratmetern. Alle Wohnungen verfügen über umlaufende Loggien. Sie dienen als Freiraum und zugleich als natürliche Beschattung.
Besonders auffällig ist die Photovoltaikfassade mit mehr als dreitausend Modulen. Sie erzeugt Strom direkt am Gebäude und senkt die Betriebskosten. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2026 geplant, eine LEED-Platin-Zertifizierung wird angestrebt.
Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at.
Diesen Podcast widmet Ihnen:
myhive Offices. Büros, in die man gern kommt.
Infos auf myhive-offices.com
Und das sind die Schlagzeilen des Tages:
Crowd-Plattform vor dem Aus
Viel Bürokratie, kaum Wirkung
314 Wohnungen im Landmark-Turm
Und jetzt die Meldungen im Detail:
Crowd-Plattform vor dem Aus
Die Wiener Crowdinvesting-Plattform Rendity beendet ihren operativen Betrieb. Das Unternehmen hat seine Gewerbeberechtigungen zurückgelegt und die Behörden informiert. Neue Investments vermittelt Rendity bereits seit 2024 nicht mehr. Jetzt folgt der formelle Schlussstrich.
Gegründet wurde Rendity im Jahr 2015, kurz nach dem Start des Alternativfinanzierungsgesetzes. In der Niedrigzinsphase sammelte die Plattform über rund 37.000 Anlegerinnen und Anleger mehr als 157 Millionen Euro ein. Das Geld floss in über 220 Immobilienprojekte. Viele davon wurden als Nachrangdarlehen strukturiert – also mit hohem Risiko.
Mit dem Zinsanstieg gerieten zahlreiche Projekte ins Stocken. Entwickler meldeten Insolvenz an. Und weil Nachrangdarlehen im Ernstfall zuletzt bedient werden, verloren manche Investoren mehrere hunderttausend Euro.
Die Plattform bleibt voraussichtlich noch bis mindestens Ende Mai 2026 online. Neue Einzahlungen sind nicht mehr möglich. Rendity empfiehlt, vorhandene Guthaben rasch abzuziehen. Sollten aus laufenden Projekten noch Rückzahlungen oder Zinsen kommen, will das Unternehmen diese an die Anleger weiterleiten.
Viel Bürokratie, kaum Wirkung
Leerstandsabgaben schaffen mehr Akten als Wohnungen. So bringt es ÖHGB-Präsident Martin Prunbauer auf den Punkt. Trotz mehrjähriger Praxis in mehreren Bundesländern gebe es keine belegbaren Erfolge bei der Mobilisierung von Wohnraum. Stattdessen wachse der bürokratische Aufwand.
In Salzburg und Tirol liegen die möglichen Abgaben bei rund fünftausend Euro pro Jahr. Dennoch fordern Länder bereits Verschärfungen. In der Steiermark zeigte sich laut Verband, dass Erhebung und Verfahren viel kosten und wenig bringen. Dort denkt die Politik über ein Aus nach.
Zudem fehle eine klare Definition von Leerstand. Sanierungen, Auslandsaufenthalte oder fehlende Nachfrage in ländlichen Regionen würden oft nicht sauber berücksichtigt. Die landesweite Leerstandsquote liegt bei rund viereinhalb Prozent – ein Wert, der als normal gilt.
Im Markt 2026 bleibt damit die Kernfrage: Wie schafft man mehr Angebot? Die Zahl der Baubewilligungen sinkt seit Jahren, während die Bevölkerung wächst. Für den ÖHGB ist klar: Mehr Neubau statt neue Belastungen.
314 Wohnungen im Landmark-Turm
Im 53-stöckigen DC2 in der Donau City startet jetzt die Vermietung. Der Mixed-Use-Turm liegt direkt an der Neuen Donau und verbindet Büros in den unteren Etagen mit Wohnungen zwischen dem 32. und 52. Stock. Entwickelt hat das Projekt die S+B Gruppe für Commerz Real und deren Fonds hausinvest. Die Architektur stammt von Dominique Perrault.
Die 314 Einheiten reichen von kompakten rund 32 Quadratmetern bis zu Drei-Zimmer-Wohnungen mit etwa 80 Quadratmetern. In den obersten Geschoßen entstehen zweistöckige Penthäuser mit bis zu 260 Quadratmetern. Alle Wohnungen verfügen über umlaufende Loggien. Sie dienen als Freiraum und zugleich als natürliche Beschattung.
Besonders auffällig ist die Photovoltaikfassade mit mehr als dreitausend Modulen. Sie erzeugt Strom direkt am Gebäude und senkt die Betriebskosten. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2026 geplant, eine LEED-Platin-Zertifizierung wird angestrebt.
Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at.
LF
AutorLaura Fürst
Tags
immoflash morgenjournal
morgenjournal
rendity
ÖHGB
S+B Gruppe
Weitere Artikel