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Das Ende der Maurerkelle
Buchneuerscheinumg
Ein neues Buch von Andreas Kreutzer beschreibt, warum Mieten und Wohnungspreise tatsächlich steigen und wo man ansetzen sollte, um den Preisauftrieb einzuhegen. In den letzten dreißig Jahren wuchsen die Mieten, Häuser- und Wohnungspreise deutlich rascher als die Inflation. Das hatte eine Reihe von Ursachen: Dass etwa die Grundstückspreise mancherorts besonders rasch stiegen, war nicht zuletzt auf die rückläufigen Widmungen von Baugrundstücken zurückzuführen. Für kräftig steigende Baupreise sorgten, neben überschießenden Normen und Gesetzen, vor allem eine noch in weiten Teilen handwerkliche Bauproduktion und das beherrschende Paradigma, dass Wohngebäude individuell in Maßarbeit zu errichten sind. Folglich konnte die Bauwirtschaft die Arbeitsproduktivität in den letzten dreißig Jahren nicht erhöhen und musste steigende Kosten 1:1 an die Auftraggeber weitergeben. Gesamtwirtschaftlich wuchs die Arbeitsproduktivität seit 1995 um mehr als ein Drittel. Dass die Wohnbauförderung immer weniger in der Lage war, leistbaren Wohnraum in ausreichendem Maße zu schaffen, hatte damit zu tun, dass die Bundesländer das Förderinstrument in den letzten zwanzig Jahren ausbluten haben lassen. Denn abgesehen davon, dass man die Dotierung nicht an die steigenden Baupreise anpasste, wurden dem System durch verlorene Zuschüsse und Forderungsverkäufe rund 45 Milliarden Euro entzogen.
Ein aktiver Leerstand von im Bundesdurchschnitt lediglich vier Prozent begünstigte wiederum die Teuerung bei Mieten, zumal im Neubau in erheblichem Ausmaß Nebenwohnsitze und reine Finanzanlagen errichtet wurden. Darüber hinaus wurden im Jahr 2020 mehr als 100.000 in den letzten dreißig Jahren mit Wohnbauförderung errichtete Miet- und Eigentumswohnungen nicht als Hauptwohnsitz genutzt. Als entscheidender Treiber für die Wohnkosten entpuppte sich zudem die Wertsicherung von Mieten.
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AutorGerhard Rodler
Tags
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