Wohnenimmomedien.atimmoflash.at
/ Lesezeit 2 min
Deutsche Mietwohnkrise entspannt sich
In Österreich beginnt diese erst richtig
Während sich der Mietmarkt in Deutschland vielerorts entspannt, bleibt die Lage in Österreich weiterhin angespannt. Eine aktuelle Analyse von ImmoScout24 Deutschland zeigt, dass in über der Hälfte aller 418 deutschen Städte und Landkreise kein Nachfrageüberhang mehr besteht. In rund 30 Prozent der Regionen herrscht sogar ein Angebotsüberschuss, und in weiteren 25 Prozent ist das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ausgeglichen. Nur 19 Städte – darunter Berlin, Hamburg, München, Köln und Freiburg – gelten als „sehr angespannt“. Bezeichnung und Alarmsignal für Österreich: Am schlimmsten ist der Mietwohnungsengpaß in Berlin, weil es dort einige Jahre eine Mietpreisbremse gab.
In Österreich stellt sich die Situation generell deutlich anders dar. Laut Statistik Austria und Marktbeobachtungen herrscht in den meisten Ballungsräumen – insbesondere in Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg – ein deutlicher Nachfrageüberhang. Im Großraum Wien kommen aktuell bis zu 80 Anfragen auf ein Inserat, in innerstädtischen Lagen mit günstigen Mieten sogar deutlich mehr. Selbst in Regionen, die früher als entspannt galten, wie im nördlichen Niederösterreich oder im Südburgenland, zieht die Nachfrage mittlerweile an.
Die Gründe für die unterschiedlichen Entwicklungen liegen auf der Hand: Während in Deutschland der Neubau zuletzt leicht angezogen und das Angebot in ländlichen Regionen stabil geblieben ist, kämpft Österreich weiterhin mit einem Rückgang der Baufertigstellungen. Steigende Finanzierungskosten, verschärfte Kreditrichtlinien und hohe Grundstückspreise haben die Bautätigkeit massiv gebremst. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung – besonders durch Zuzug nach Wien und Umgebung – weiter.
In Deutschland wiederum zeigt sich eine stärkere regionale Spreizung. Städte wie Magdeburg, Wolfsburg oder Jena verzeichnen mittlerweile mehr freie Wohnungen als Nachfragende, was in Österreich kaum vorkommt. Österreichs Mietmarkt bleibt hingegen weitgehend ein Vermietermarkt, getrieben von zu wenig Neubau, wachsender Urbanisierung und regulatorischen Unsicherheiten.
Für Vermieter in Österreich bedeutet das, dass Mietobjekte in städtischen Lagen weiterhin stark nachgefragt bleiben – auch wenn die Preisentwicklung in Teilmärkten stagniert. In Deutschland hingegen dürften die Mieten außerhalb der Metropolen kaum noch steigen oder sogar leicht sinken, insbesondere in Regionen mit Überangebot.
Während Deutschland in Teilen bereits eine Entspannung der Mietmärkte erlebt, bleibt Österreichs Wohnraumsituation strukturell angespannt. Ohne neue Impulse im Wohnbau – etwa durch beschleunigte Genehmigungen, steuerliche Anreize und Entbürokratisierung – dürfte sich daran auch 2026 kaum etwas ändern.
In Österreich stellt sich die Situation generell deutlich anders dar. Laut Statistik Austria und Marktbeobachtungen herrscht in den meisten Ballungsräumen – insbesondere in Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg – ein deutlicher Nachfrageüberhang. Im Großraum Wien kommen aktuell bis zu 80 Anfragen auf ein Inserat, in innerstädtischen Lagen mit günstigen Mieten sogar deutlich mehr. Selbst in Regionen, die früher als entspannt galten, wie im nördlichen Niederösterreich oder im Südburgenland, zieht die Nachfrage mittlerweile an.
Die Gründe für die unterschiedlichen Entwicklungen liegen auf der Hand: Während in Deutschland der Neubau zuletzt leicht angezogen und das Angebot in ländlichen Regionen stabil geblieben ist, kämpft Österreich weiterhin mit einem Rückgang der Baufertigstellungen. Steigende Finanzierungskosten, verschärfte Kreditrichtlinien und hohe Grundstückspreise haben die Bautätigkeit massiv gebremst. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung – besonders durch Zuzug nach Wien und Umgebung – weiter.
In Deutschland wiederum zeigt sich eine stärkere regionale Spreizung. Städte wie Magdeburg, Wolfsburg oder Jena verzeichnen mittlerweile mehr freie Wohnungen als Nachfragende, was in Österreich kaum vorkommt. Österreichs Mietmarkt bleibt hingegen weitgehend ein Vermietermarkt, getrieben von zu wenig Neubau, wachsender Urbanisierung und regulatorischen Unsicherheiten.
Für Vermieter in Österreich bedeutet das, dass Mietobjekte in städtischen Lagen weiterhin stark nachgefragt bleiben – auch wenn die Preisentwicklung in Teilmärkten stagniert. In Deutschland hingegen dürften die Mieten außerhalb der Metropolen kaum noch steigen oder sogar leicht sinken, insbesondere in Regionen mit Überangebot.
Während Deutschland in Teilen bereits eine Entspannung der Mietmärkte erlebt, bleibt Österreichs Wohnraumsituation strukturell angespannt. Ohne neue Impulse im Wohnbau – etwa durch beschleunigte Genehmigungen, steuerliche Anreize und Entbürokratisierung – dürfte sich daran auch 2026 kaum etwas ändern.
GR
AutorGerhard Rodler
Tags
Deutschland
Österreich
Mietmarkt
Wien
Mieten
Weitere Artikel