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Deutscher Hotelmarkt zieht spürbar an

BNP Paribas Real Estate meldet über 50 Deals im ersten Halbjahr

Der deutsche Hotel-Investmentmarkt verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 ein solides Transaktionsvolumen von rund 790 Millionen Euro. Wie aus der aktuellen Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) hervorgeht, wird das starke Vorjahresergebnis damit nur marginal um knapp 4 Prozent verfehlt. Ausschlaggebend für das gute Zwischenresultat war ein beschleunigtes zweites Quartal, das mit einem investierten Volumen von 475 Millionen Euro maßgeblich zur Stabilisierung beitrug. Im Vergleich zu den Vorjahren fällt vor allem die deutlich erhöhte Transaktionsdynamik in der Breite auf: Zum ersten Mal seit 2019 konnten zur Jahreshälfte wieder mehr als 50 Vertragsabschlüsse registriert werden.

Da der Markt aktuell primär von kleinen und mittleren Abschlüssen getragen wird, beläuft sich das durchschnittliche Dealvolumen auf rund 15 Millionen Euro. Das mittlere Größensegment zwischen 10 und 100 Millionen Euro steuert in Summe rund zwei Drittel zum Gesamtergebnis bei. Die stärksten Investmentstandorte bleiben weiterhin München mit rund 131 Millionen Euro (minus 50 Prozent gegenüber dem durch Trophy-Asset-Deals geprägten H1 2025) und Berlin mit rund 128 Millionen Euro (minus 29 Prozent). In München stach unter anderem der Verkauf des Excelsior Hotels hervor. Während Hamburg und Köln ebenfalls hinter den Vorjahreswerten blieben, verzeichnete Düsseldorf eine moderate Belebung, und in Frankfurt konnte erstmals seit drei Jahren wieder eine größere Transaktion realisiert werden. Den wichtigsten Impuls im dreistelligen Millionenbereich lieferte der Verkauf des bundesweiten Penta Hotel-Portfolios.

Angetrieben von starken Nutzer- und Übernachtungszahlen im Städtetourismus sowie im Geschäftskundensegment sicherten sich internationale Anleger einen Marktanteil von 52 Prozent. Für das zweite Halbjahr rechnet Alexander Trobitz, Geschäftsführer und Head of Hotel Services der BNP Paribas Real Estate GmbH, trotz des durch die geopolitischen Zinswenden und die Inflation herausfordernden Finanzierungsumfelds mit einer anhaltend gefüllten Pipeline. Da sich auch jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke mehrere Großdeals in Verhandlung befinden, hält BNPPRE ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau und Kurs auf die 2-Milliarden-Euro-Marke für absolut realistisch.
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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 15. Juli 2026 - zuletzt bearbeitet am 22. Juli 2026


LF
AutorLaura Fürst
Tags
München
BNP Paribas Real Estate
Hotel-Investmentmarkt
Analyse
Berlin
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