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Doppelte Klinik-Auszeichnung

Zwei Vorzeigeprojekte der Tirol Kliniken senken CO2-Emissionen und Abfallmengen im Gesundheitswesen.

Das Bundesministerium für Soziales und Gesundheit hat gemeinsam mit der Gesundheit Österreich GmbH zwei Initiativen der Tirol Kliniken mit dem Best Practice Award prämiert. Im Fokus der Würdigung stehen die energetische Generalsanierung des Bildungsstandorts von AZW und fh gesundheit am Innrain sowie die Arbeitsgemeinschaft Green-Labs für nachhaltiges Ressourcenmanagement. Das 18-Millionen-Euro-Bauprojekt realisierten die Tirol Kliniken in enger Kooperation mit dem Bauträger Tigewosi.

Dekarbonisierung am Innrain

Das energetische Gesamtkonzept kombiniert die thermische Sanierung der Gebäudehülle mit innovativer Haustechnik. Neben Photovoltaikflächen und Großwärmepumpen setzt das Planungsteam auf eine regenerative Kühlung über Brunnenwasser. Diese Maßnahmen reduzieren die betrieblichen CO2-Emissionen des Ensembles um rund 95 Prozent. Die Bauphase an der Gebäudehülle begann im Februar 2025 und endete im März 2026, ehe im Herbst 2026 sämtliche haustechnischen Anlagen den Vollbetrieb aufnahmen.

Hohes Umsetzungstempo im Bestand

Der straff getaktete Bauzeitenplan bildete einen wesentlichen Erfolgsfaktor des Großprojekts. „Innerhalb nur eines Jahres haben die Sanierungsmaßnahmen das Gebäude in Hinblick auf Ressourcenverbrauch und Hitzeresilienz klimafit gemacht“, betont Andreas Huber, Direktor des AZW und Geschäftsführer der fh gesundheit. Huber sprach dem Projektteam sowie den Beschäftigten seinen Dank für die reibungslose Abwicklung während des laufenden Lehrbetriebs aus. Das Projekt unterstreicht, wie bauliche Effizienz und thermischer Komfort auch unter komplexen Rahmenbedingungen synchronisiert werden können.

Ressourceneffizienz im Laborbetrieb

In der Kategorie Abfall- und Ressourcenmanagement zeichnete die Jury die Arbeitsgemeinschaft Green-Labs aus. Das Programm forciert die Kreislaufwirtschaft über ein strukturiertes Coach-Modell und ersetzt umweltkritische Substanzen durch nachhaltige Alternativen. Am Pilotstandort des Labors Hall senkte eine optimierte Logistikkette das Aufkommen an Laborversandbeuteln unmittelbar um 60 Prozent. Unter der Leitung von Heidi Schimatzek soll dieser ressourcenschonende Ansatz sukzessive als verbindlicher Qualitätsstandard in sämtlichen Laboren verankert werden.

Hebelwirkung für den Gesundheitssektor

Die Auszeichnungen verdeutlichen den wachsenden Stellenwert nachhaltiger Liegenschaftsstrategien im Gesundheitsbereich. „Klimaschutz und Gesundheit sind eng miteinander verbunden; die Auszeichnungen bestätigen unseren Weg, schrittweise in allen Unternehmensbereichen nachhaltige Veränderungen umzusetzen“, pointiert Stefan Deflorian, Kaufmännischer Geschäftsführer der Tirol Kliniken. Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele ergänzt: „Investitionen in klimafreundliche Strukturen stärken die Gesundheit der Menschen in Tirol dauerhaft.“

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 30. Oktober 2026 - zuletzt bearbeitet am 30. Oktober 2026


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AutorRedaktion
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