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Grundsteuer-Diskussion flammt auf
Momentum errechnet 2,7 Mrd. an Potenzial
Die Diskussion um eine Reform der Grundsteuer gewinnt in Österreich an Fahrt. Während der Gemeindebund eine inflationsbedingte Anpassung der Einheitswerte fordert – mit einem potenziellen Mehreffekt von rund 380 Millionen Euro jährlich – geht das gewerkschaftsnahe Momentum Institut weiter und schlägt eine umfassende Systemänderung vor. Die Rede ist von einer Bodenwertsteuer nach dem Vorbild Baden-Württembergs, die bis zu 2,7 Milliarden Euro zusätzlich ins Gemeindebudget bringen könnte.
Aktuell wird die Grundsteuer anhand jahrzehntealter Einheitswerte berechnet. Im Jahr 2024 brachte die sogenannte Grundsteuer B (für private und gewerbliche Liegenschaften) rund 792 Millionen Euro ein. Eine umfassende Reform findet sich im aktuellen Regierungsprogramm jedoch nicht.
Das vorgeschlagene Modell orientiert sich ausschließlich am Bodenwert – unabhängig davon, ob ein Grundstück bebaut ist oder nicht. Bewertungsgrundlage wären Grundstücksfläche und Bodenrichtwert, multipliziert und mit einem fixen Steuersatz belegt: 1,3 Promille generell, 0,91 Promille bei Wohn- und Mischnutzung. Momentum-Ökonomin Barbara Schuster sieht darin einen effizienteren und gerechteren Ansatz. Zudem würde das Verfahren den administrativen Aufwand für die Gemeinden reduzieren.
Je nach Gestaltung der kommunalen Hebesätze könnte die Reform laut Momentum zu einer Vervierfachung des bisherigen Aufkommens führen. Während Befürworter von einem verteilungspolitisch klugen Schritt sprechen, bleibt abzuwarten, ob sich politisch eine Mehrheit für eine derart tiefgreifende Neuausrichtung im Bereich der Immobilienbesteuerung findet.
Aktuell wird die Grundsteuer anhand jahrzehntealter Einheitswerte berechnet. Im Jahr 2024 brachte die sogenannte Grundsteuer B (für private und gewerbliche Liegenschaften) rund 792 Millionen Euro ein. Eine umfassende Reform findet sich im aktuellen Regierungsprogramm jedoch nicht.
Das vorgeschlagene Modell orientiert sich ausschließlich am Bodenwert – unabhängig davon, ob ein Grundstück bebaut ist oder nicht. Bewertungsgrundlage wären Grundstücksfläche und Bodenrichtwert, multipliziert und mit einem fixen Steuersatz belegt: 1,3 Promille generell, 0,91 Promille bei Wohn- und Mischnutzung. Momentum-Ökonomin Barbara Schuster sieht darin einen effizienteren und gerechteren Ansatz. Zudem würde das Verfahren den administrativen Aufwand für die Gemeinden reduzieren.
Je nach Gestaltung der kommunalen Hebesätze könnte die Reform laut Momentum zu einer Vervierfachung des bisherigen Aufkommens führen. Während Befürworter von einem verteilungspolitisch klugen Schritt sprechen, bleibt abzuwarten, ob sich politisch eine Mehrheit für eine derart tiefgreifende Neuausrichtung im Bereich der Immobilienbesteuerung findet.
GR
AutorGerhard Rodler
Tags
Grundsteuer
2024
Österreich
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