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Frankfurter Büromarkt geht leicht zurück
Moderater Leerstand, wachsendes Bauvolumen:
Der Frankfurter Büromarkt startet mit einem Flächenumsatz von 82.000 m² ins neue Jahr. Gegenüber dem Vorjahreswert entspricht dies einem Rückgang um knapp 8 Prozent. Auch im enger gefassten gif-Gebiet wurde ein respektables Ergebnis registriert, das mit 76.000 m² sogar nur knapp 4 Prozent niedriger liegt als 2019. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
Im Jahresvergleich hat sich der Leerstand kaum verändert und liegt im ersten Quartal bei knapp 1,08 Mio. m². Aufgrund von Projektfertigstellungen in den letzten Quartalen hat sich der moderne Leerstand um rund 10 Prozent erhöht. Allerdings verfügt weniger als die Hälfte der Leerstände über einen von den Mietern präferierten Qualitätsstandard. Die Leerstandsquote liegt weiterhin bei 7,0 Prozent im Marktgebiet und bei 6,7 Prozent im gif-Gebiet (Frankfurt inkl. Eschborn und Offenbach Kaiserlei, Anm.) Dass gerade in den besonders nachgefragten Lagen das Angebot deutlich geringer ausfällt, zeigt sich daran, dass die Leerstandsrate im CBD mittlerweile auf 3,6 Prozent gesunken ist.
Das Bauvolumen insgesamt hat sich in den letzten zwölf Monaten noch einmal leicht um gut 8 Prozent erhöht und beläuft sich aktuell auf 715.000 m². Auf dem Vermietungsmarkt sieht die wichtige Kennziffer der noch zur Verfügung stehenden Flächen anders aus: Diese haben sich um 15,5 Prozent auf 289.000 m² verringert, was nur noch rund 40 Prozent des Gesamtvolumens entspricht. Die übrigen Flächen sind bereits vorvermietet oder entfallen auf Eigennutzer.
Die Mietentwicklung im ersten Quartal wurde in weiten Teilen noch nicht durch die Corona-Krise beeinflusst. Da viele, vor allem größere Verträge, bereits länger verhandelt wurden und kurz vor Abschluss standen, sind die Mieten weiter gestiegen. Die Spitzenmiete liegt demzufolge bei 47 Euro/m² und die Durchschnittsmiete bei 20,30 Euro/m².
„Da weite Teile der Wirtschaft unter den Auswirkungen der Corona-Krise leiden, dürften Mietgesuche und Investitionen teilweise verschoben werden. Vor diesem Hintergrund ist mit einem niedrigeren Flächenumsatz zu rechnen als 2019. Wie hoch die Veränderung ausfallen wird, ist zum heutigen Zeitpunkt aber noch nicht seriös vorherzusagen. Gleiches gilt für die Mietentwicklung, auch wenn hier aufgrund des im langjährigen Vergleichs relativ geringen Angebots deutliche Rückgänge eher unwahrscheinlich sind“, so Riza Demirci, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Frankfurter Niederlassungsleiter.
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AutorGerhard Rodler
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