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Hotelimmobilien weiter Königsklasse

Cashflow is King

Der Hotelimmobilienmarkt in Deutschland und Österreich zeigt sich trotz anhaltender makroökonomischer Unsicherheiten expansiv, agiert jedoch zunehmend selektiv. Zu diesem Ergebnis kommen Branchenexperten im Rahmen des aktuellen „mrp hotels quarterly“. Im Zentrum von Investitions- und Finanzierungsentscheidungen stehen demnach verstärkt belastbare Cashflows, eine hohe Betreiberqualität sowie ein aktives Asset Management.

Geprägt wird das Marktumfeld weiterhin von geopolitischen Einflüssen und schwankenden Energiepreisen, was die geldpolitischen Entscheidungen der EZB maßgeblich beeinflusst. Dennoch verlief die operative Entwicklung der Hotelbetriebe im ersten Halbjahr 2026 positiv: In Deutschland stiegen die Übernachtungszahlen von Januar bis Mai um 1,4 Prozent, in Österreich um 2,4 Prozent. Treiber waren vor allem ein starker Mai, Städtetourismus in Wien sowie eine anzuziehende Nachfrage aus den USA. Regional zeigten sich jedoch Unterschiede – so blieben Berlin und München hinter den Vorjahreswerten zurück, während Nordrhein-Westfalen zulegen konnte.

„Abschlüsse sind möglich. Sie kommen heute allerdings nur zustande, wenn Standort, Betreiber, Sponsorenqualität, Businessplan und Finanzierung gleichermaßen überzeugen“, betont Martin Schaffer, Managing Partner bei mrp hotels. Zugleich hallen die Folgen der Revo-Insolvenz nach: Eigentümer und Investoren sind vermehrt mit Betreiberwechseln und Nachverhandlungen von Pachtverträgen beschäftigt, was Defizite beim bisherigen Vertragscontrolling offenbart.

Bei Projektentwicklungen verschiebt sich der Fokus deutlich weg vom klassischen Neubau hin zur Bestandstransformation, Revitalisierung und Mixed-Use-Konzepten in Top-Innenstadtlagen. Auch die Finanzierungsstruktur wandelt sich: Während Banken vor allem etablierte Bestände mit langen Pachtverträgen begleiten, gewinnen alternative Finanzierungsformen wie Private Debt bei komplexen Projektentwicklungen und höheren Quoten an Bedeutung, erklärt Peter Anthuber, Vorstand bei Caerus Debt Investments.

Zusätzlich belasten steigende Personal-, Energie- und Wareneinsatzkosten bei verhaltenen Rate-Steigerungen die Margen der Betreiber. „Da sich höhere Kosten nur begrenzt über die Zimmerrate ausgleichen lassen, gewinnen aktives Revenue Management, konsequente Kostensteuerung und digitale Prozesse weiter an Bedeutung“, skizziert Hannah Struck, Senior Asset Manager & Consultant bei mrp hotels, die drängendsten Aufgaben der Branche.
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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 23. Juli 2026 - zuletzt bearbeitet am 30. Juli 2026


GR
AutorGerhard Rodler
Tags
Deutschland
Österreich
Hotels
mrp
2026
Hotelimmobilienmarkt
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