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Immokreditkosten auf Rekordhoch

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Höhere Zinsen bremsen Deutschlands Wohnungsmarkt

Die Finanzierung von Wohneigentum verteuert sich in Deutschland weiter. Für Immobilienkredite mit zehnjähriger Zinsbindung liegt der durchschnittliche Zinssatz bei rund 4,5 Prozent. Damit wird das bisherige Hoch aus dem Vorjahr übertroffen und das höchste Niveau seit 15 Jahren erreicht.

Als wesentliche Treiber nennen Experten die unsichere geopolitische Lage und den Konflikt im Iran. Die damit verbundenen Inflationsrisiken setzen die Finanzierungskosten unter Druck. Je nach Kreditsumme und Konditionen bedeutet das für Käufer eine deutlich höhere monatliche Belastung.

Die Folgen reichen über einzelne Finanzierungen hinaus: Kaufinteressenten halten sich zurück, Makler vermitteln weniger Abschlüsse und die Baubranche beklagt rückläufige Wohnbauaufträge. Höhere Finanzierungskosten erschweren zudem neue Projekte. Bleibt dadurch zusätzlicher Wohnraum aus, könnte sich der Druck auf die Mieten weiter verstärken.

ÖGNI-Arbeitsgruppe will Lohnnebenkosten abschaffen

Eine Arbeitsgruppe der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft stellt angesichts der zunehmenden Automatisierung einen grundlegenden Umbau des Steuersystems zur Diskussion. Ihre Forderung: Die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber sollen vollständig entfallen. Im Gegenzug sollen Unternehmensgewinne stärker besteuert werden.

Die Gruppe begründet den Vorstoß mit der unterschiedlichen Belastung menschlicher und automatisierter Arbeit. Während Beschäftigung mit Sozialabgaben verbunden ist, fallen für Roboter und KI-Systeme keine vergleichbaren lohnbezogenen Beiträge an. Aus Sicht der Arbeitsgruppe begünstigt dies die Verdrängung von Arbeitsplätzen.

Die vorgeschlagene Neuordnung soll menschliche Arbeit entlasten und Gewinne aus automatisierter Wertschöpfung stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens heranziehen. Vorgestellt werden die Überlegungen am morgigen Donnerstag, 22. Oktober, bei einem ÖGNI-Symposium in Wien. Als Gast wird der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erwartet. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Verantwortung und Klimaschutz.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 20. Oktober 2026 - zuletzt bearbeitet am 20. Oktober 2026


SG
AutorSarah Graumann
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