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Rückgänge am österreichischen Investmentmarkt

Transaktionsvolumen 34 Prozent unter dem Vorjahreswert

Der österreichische Immobilieninvestmentmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen spürbaren Dämpfer. Mit rund 1,08 Milliarden Euro Transaktionsvolumen lag das Ergebnis um 34 Prozent unter dem Vorjahreswert. Während die klassischen Schwergewichte Wohnen und Büro massiv einbüßen, retten Großdeals im Handel die Gesamtbilanz.

Ausschlaggebend für die Verschiebung war vor allem die Retail-Sparte, die ein Plus von 287 Prozent erzielte. Getrieben durch einen Großdeal im Outlet-Center Parndorf kletterte der Handelsanteil am Gesamtvolumen von 8 auf rund 31 Prozent.

Andere Sektoren gerieten stark unter Druck. Das Volumen bei Büroimmobilien sank um 39 Prozent auf 211 Millionen Euro. Der Markt konzentriert sich fast ausschließlich auf ESG-konforme Bestandsobjekte in Top-Lagen. Anthony Crow, Abteilungsleiter Immobilienvermarktung Gewerbe bei Otto Immobilien: „Der Fokus liegt weiterhin auf erstklassigen, ESG-konformen Core-Objekten in gut angebundenen, zentralen und etablierten Wiener Bürolagen. Auch wenn das Vermietungsgeschehen aktuell von Zurückhaltung und einer selektiven Nachfrage geprägt ist, bietet der Markt für gut positionierte Büroimmobilien weiterhin attraktive Chancen.“

Noch deutlicher fiel das Minus im Wohnbereich aus: Hier brach das Transaktionsvolumen um 74 Prozent auf 171 Millionen Euro ein. Grund dafür sind fehlende Forward-Deals und Verkäufe offener Immobilienfonds. Georg Kretschmer, Teamleiter Investment, sieht das Problem im Angebot: „Die Nachfrage der Anleger nach modernen, hochwertigen und ESG-konformen Wohnobjekten ist nach wie vor gegeben, wird jedoch aktuell durch das geringe Angebot sowohl an Bestands- als auch an neu fertiggestellten Objekten ausgebremst.“

Auch Industrie und Logistik verzeichneten einen Rückgang um 47 Prozent auf 112 Millionen Euro. Alexandra Fischer, Teamleiterin Industrie/Logistik: „Investor:innen fokussieren sich weiterhin auf moderne, vollvermietete Core-Objekte in etablierten Logistiklagen, während ältere Bestandsobjekte angesichts steigender Leerstände zunehmend unter Preisdruck geraten. Erst mit fortschreitender Vermietung der neuen Flächen dürfte sich das Transaktionsgeschehen wieder beleben.“

Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert Otto Immobilien Spitzenrenditen von 4,75 Prozent für Büro, 4,00 Prozent für Wohnen und 5,20 Prozent für Logistik. "Die Entwicklung der Spitzen- renditen variieren zwischen den Assetklassen: Während Core Objekte im Büro- und Wohnbereich im Wesentlichen stabil sind, geraten Industrie/Logistik Projekte leicht unter Druck", so Philipp Maisel, Abteilungsleiter Investment bei Otto Immobilien.
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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 25. August 2026 - zuletzt bearbeitet am 01. September 2026


SP
AutorStefan Posch
Tags
Otto Immobilien
Immobilieninvestmentmarkt
investmentmarkt
Österreich
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