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Lieber klein-klein als groß Denken – so wird das nichts

Louis Obrowsky | Gastbeitrag

Wirtschaftsforscher:innen geben gute Ratschläge. In fast jedem Medium kann man Kommentare von wirklichen Expert:innen lesen, die darauf hinweisen, dass mit weiteren Eingriffen in den Wohnungsmarkt durch die aktuelle Wohnpolitik, Investoren abgehalten werden, sich zu engagieren.
Möglicherweise kann, mit Eingriffen, kurzfristig politisches Kapital geschlagen werden, aber selbst das ist nicht garantiert. Denn, auch das „Volk“ hat ein gutes Gespür, was sein kann und was ein Wunschtraum bleiben wird. Aktuelle politische Beispiele gibt es genug dafür. Je weniger Wohnungen gebaut werden, desto angespannter wird der Mietmarkt! Da helfen auch populistische Träumereien wie: „Wir machen Wohnen leistbarer, wir beleben den Wohnungsbau“ nicht. Denn der kurzfristige Stimmenfang erweist sich für das Wahlvolk meist als Rohrkrepierer. Weder in Wien, Salzburg noch in Deutschland oder sonstwo, wo großartige Ansagen zum Thema Wohnen gemacht wurden, gibt es mehr Wohnraum. Und nur mehr Angebot dämpft Preise.

Nur – und das ist das Problem – wo sind die realistisch denkenden Köpfe in der Politik, die aufzeigen, wie Sanierung und Neubau gefördert werden könnten? Es würde sie schon geben, aber in einer Dreier-Koalition müssen sich alle einigen und bei diesem Thema scheiden sich die Geister zwischen Realismus und Ideologie. Kurzfristig durfte man hoffen, denn es wurde ein Gremium mit wirklichen Wohn-Expert:innen aus allen Bereichen zusammengestellt. Man hat monatelang diskutiert und ein gutes Ergebnis, unter Einbeziehung aller Seiten erzielt, aber die Ergebnisse wurden aus ideologischen Gründen abgeblockt. Da lässt man Expert:innen aus allen Bereichen über Monate arbeiten, sogar zu einem guten Ergebnis kommen und dann sagt man: Danke war nett, aber wir machen es anders. Reden wir doch einfach nur von Hitzeschutz – sprich Klimaanlagen – das verkauft sich besser. Der Frust der Expert:innen ist in Medien öffentlich nachlesbar. Die „Legitimation“ einer fehlgeleiteten Ideologie durch Wohn-Expert:innen ist sichtlich fehlgeschlagen. Das Ergebnis der Fachleute war zu praxisorientiert und hat Mieter:innen wie Vermieter:innen einbezogen.

Das derzeit vorgestellte Wohnpaket enthält nichts Neues. Das Geld, das zur Verfügung gestellt wird, ist bereits im Koalitionsübereinkommen genannt. Für Mehrparteienobjekte ist es kaum einsetzbar, da viele Nebenaspekte, wie z.B. Duldungspflichten seitens der Mieter:innen ausgeklammert wurden. Das Ignorieren und sogar Verächtlichmachen von Investor:innen und Eigentümer:innen ist gefährlich. Wenn es nicht gelingt, Investor:innen wieder nach Österreich zu „locken“, und Eigentümer:innen Investitionen zu erleichtern, wird in Zukunft noch weniger Wohnraum zur Verfügung stehen.

Es zeigt sich überall, wo Wohnen von Ideolog:innen missbraucht wird, gibt es keinerlei Anzeichen von mehr Wohnraum. Nur mehr Angebot hilft gegen steigende Wohnkosten. Das nennt man Marktwirtschaft.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 02. November 2026 - zuletzt bearbeitet am 02. November 2026


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AutorMMag. Louis Obrowsky
Tags
Wohnen
Ergebnis
Investor:innen
Kapital
wohnbau

Unternehmen

UnternehmenLLB Immo Kapitalanlagegesellschaft m.b.H.
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