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Nadelöhr Baubehörde

Dramatische Entwicklung in Wien:

Conrad Bauer wurde zwar als Delegierter für das Wirtschaftsparlament Wien gewählt, die Funktion antreten kann er aber nicht, weil die konstituierende Sitzung auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Aktiv wird der Architekt (auch hier wurde die Vereidigung auf unbestimmte Zeit verschoben) in der Funktion als Interessenverteter dennoch. Er schlägt nämlich Alarm, weil die Baubehörde der Stadt Wien praktisch lahm gelegt worden ist. Und damit alle Projekte gestoppt sind. Auf der MA 37 der Stadt Wien steht, sei seit 2 Wochen niemand telefonisch erreichbar, niemand habe auf E-mails reagiert. Die meisten Referenten seien im Homeoffice. Bauer: „Jetzt wäre ja eine gute Möglichkeit, sämtliche eingereichte Projekte zu Hause abzuarbeiten, wenn der Parteienverkehr wegfällt.“ Aber, so Bauer, Referenten würden große Projekte nicht mit nach Hause nehmen, weil der Küchentisch zu klein für die Pläne sei. Ein anderer Referent, der zwar einen Laptop von der Behörde bekommen hat, könne laut Bauer wiederum nicht drauf arbeiten, weil seine Kinder dauernd drauf rumspielen. Andere wiederum haben nicht einmal einen Computer zur Verfügung gestellt bekommen und können daher auch nicht wirklich zu Hause arbeiten. Dann kommt noch dazu, dass leitende Beamten meist älter als 60 sind, und diese überhaupt bis auf weiteres vom Dienst freigestellt sind, also nicht einmal telefonisch erreichbar sind. Nur braucht es die Unterschrift von genaue diesen, damit ein Bescheid erstellt und verschickt werden kann. Bauer: „Vor 2,5 Jahren wurden zirka 60 Prozent mehr Baubewilligungen erstellt. Diese 23.000 Wohnungen von 2017 werden oder wurden gerade gebaut und fertiggestellt.“ Wenn derzeit keine Baubewilligungen erteilt würden, könnten Architekten jetzt keine Polierplanung und Ausschreibung machen, Baufirmen keine Angebote legen und Projektentwickler dann ab Herbst keinen neuen Wohnraum schaffen. Bauer weiter: „ Ich biete an, als unabhängiger Gerichtssachverständiger für Wiener Bauordnung die Baubehörde bei der Prüfung der eingereichten Pläne einen Vormittag pro Woche bis auf weiteres unentgeltlich zu unterstützen. Vielleicht finden sich Kollegen von mir, die das auch machen, damit wir bald wieder genug Bauverhandlungen, Baubewilligungen, Gehsteigverhandlungen, Baubeginne, Beschauten und Fertigstellungsanzeigen haben, um das Angebot an Wohnraum nicht unnötig zu verknappen.“ Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das.
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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 09. April 2020 - zuletzt bearbeitet am 29. Januar 2026


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AutorGerhard Rodler
Tags
Investment
Wohnen
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Bauen
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Innovation
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