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ÖBB kaufen Bahnhof Wien Mitte zurück
Bahnhof und Center wieder in einer Hand
Wie Immoflash am Freitag via Sonderflash berichtete hat der Aufsichtsrat der ÖBB-Infrastruktur dem Erwerb des Komplexes Wien Mitte zugestimmt. Damit wandern die Bahnanlagen samt Shoppingcenter und Büroflächen nach über zwei Jahrzehnten wieder in das Eigentum der Bundesbahnen. Verkäufer der Liegenschaft ist ein Investorenkonsortium unter Führung von Morgan Stanley Real Estate Investing. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Experten rechnen mit einem Kaufpreis von 600 bis 700 Millionen Euro. Damit wäre der Deal die größte Immobielintransaktion Österreichs.
Die Transaktion steht unter den üblichen aufschiebenden Bedingungen; der Vollzug nach fusionskontrollrechtlicher Freigabe durch die Wettbewerbsbehörde ist für Ende Dezember anvisiert. Für bestehende Mieterinnen und Mieter ändert sich nichts, sämtliche Verträge behalten unverändert ihre Gültigkeit.
Mit dem Schritt sichern sich die ÖBB die vollständige operative und bauliche Steuerung des Standorts aus einer Hand. Da Bahnanlagen und Hochbauten bautechnisch eng verknüpft sind, entfallen künftig aufwendige Abstimmungsprozesse bei Adaptierungen an Zugängen, Stiegen oder haustechnischen Anlagen. Zudem verschafft die Übernahme der Überplattung Handlungsspielraum für den geplanten Kapazitätsausbau der S-Bahn-Stammstrecke.
Der Standort zählt mit täglich 575 Zügen und rund 75.000 Passagieren zu den frequenzstärksten Verkehrsknotenpunkten Österreichs. Die Liegenschaft war 2005 an die damalige Bank Austria Creditanstalt veräußert worden, die den heutigen Komplex gemeinsam mit BAI entwickelte und 2015 an die nunmehrigen Verkäufer weiterreichte.
LF
AutorLaura Fürst
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