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ÖHGB fordert Entlastung bei Eigentum

Kritik an ImmoESt-Erhöhung

Der Österreichische Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB) fordert im Zuge der aktuellen Debatte um staatliche Vorsorgemodelle eine Trendwende in der Eigentumspolitik. Anlass sind die von Bundeskanzler Christian Stocker im ORF-Sommergespräch präsentierten Pläne für einen staatlichen „Zukunftsfonds“ sowie ein steuerfreies „Zukunftsdepot“.

ÖHGB-Präsident Martin Prunbauer begrüßt zwar steuerliche Anreize für privaten Vermögensaufbau, warnt jedoch davor, das klassische Immobilieneigentum gegenüber neuen Vorsorgeformen zu benachteiligen. Er verweist auf laufend verschärfte Rahmenbedingungen wie mietrechtliche Eingriffe und steigende Abgaben, die insbesondere den vorsorgenden Mittelstand belasten.

Besonders scharf kritisiert der Verband die im Budgetbegleitgesetz beschlossene Erhöhung der pauschalen Immobilienertragsteuer (ImmoESt) bei der Veräußerung von Altgrundstücken von 4,2 auf 6 Prozent des Verkaufspreises. Diese Anhebung um rund 43 Prozent treffe vor allem Eigentümer, die ihre Liegenschaften bereits vor dem 31. März 2002 erworben haben und über Jahrzehnte als krisenfeste Altersvorsorge hielten. Um den Erwerb und Erhalt von Eigentum nachhaltig zu sichern, fordert der ÖHGB wieder verlässliche und steuerlich attraktive Rahmenbedingungen.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 02. September 2026 - zuletzt bearbeitet am 03. September 2026


SP
AutorStefan Posch
Tags
ÖHGB
Trendwende
Immobilieneigentum
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