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Online-LEH gefährdet Retailstandorte
Jetzt auch Lebensmittelhandel ein Thema
Temu und der österreichische Handel: Neue Bedrohung für die Nahversorgung trifft auch Retailimmobilien Der chinesische Online-Marktplatz Temu plant offenbar den Einstieg in den europäischen Lebensmittelhandel – auch in Österreich. Das allein wäre brisant genug. Doch für den stationären Einzelhandel, insbesondere im Lebensmittelbereich, könnten sich daraus weitreichende Konsequenzen ergeben. Für Eigentümer und Entwickler von Handelsimmobilien in Österreich stellt sich die Frage: Wie widerstandsfähig sind unsere Standorte, wenn Fernostplattformen die Nahversorgung disruptiv unterwandern?
Denn mit dem Einstieg in die Lebensmittelsparte greift Temu nicht nur ein neues Segment an – sondern ein besonders sensibles: Der Lebensmittelhandel zählt zur kritischen Infrastruktur. Laut Handelsverband Österreich ist damit eine rote Linie erreicht. Die Qualität, Rückverfolgbarkeit und Produktsicherheit seien bei Lebensmitteln nicht verhandelbar. Genau diese Aspekte gelten jedoch bei Temu als potenziell problematisch: fehlende Standards, undurchsichtige Lieferketten und aggressive Preispolitik.
Der Markteintritt in Österreich soll über ein EU-weit agierendes Team erfolgen, das gezielt lokale Produzenten anwirbt. Für den heimischen Lebensmitteleinzelhandel bedeutet das zusätzlichen Druck – und damit auch für den Retailimmobilienmarkt. Vor allem peripher gelegene Fachmarktzentren, die stark vom Lebensmittelhandel als Ankermieter abhängen, sind gefährdet. Der stationäre Handel droht weiter unter Frequenzverlust zu leiden, wenn sich immer mehr alltägliche Einkäufe ins Netz verlagern – auch im Lebensmittelbereich.
Besonders alarmierend aus Sicht von Immobilieneigentümern ist die langfristige Entwicklung: In China, dem Heimatmarkt von Temu, entfallen mittlerweile 60 Prozent des gesamten Einzelhandels auf den Onlinekanal, davon bereits die Hälfte auf Lebensmittel. Sollte sich dieser Trend in Europa auch nur annähernd wiederholen, stehen zahlreiche Retaillagen vor einem strukturellen Umbruch.
Die Forderung des Handelsverbands nach einem eCommerce-Aktionsplan ist daher nicht nur aus ordnungspolitischer Sicht relevant, sondern auch immobilienwirtschaftlich: Plattformhaftung, strengere Kontrollen und das Ende der Zollfreigrenze sollen ein "Level Playing Field" schaffen – letztlich zum Schutz regionaler Anbieter, stationärer Standorte und kommunaler Infrastruktur.
Denn klar ist: Wenn Lebensmittel online bestellt und importiert werden, fehlen diese Umsätze im regionalen Handel – mit Folgen für lokale Arbeitsplätze, kommunale Steuereinnahmen und die langfristige Werthaltigkeit von Retailimmobilien. Gerade Projektentwickler und Bestandshalter sollten diese Dynamik aufmerksam verfolgen und rechtzeitig auf wandelnde Nachfrage reagieren.
Denn mit dem Einstieg in die Lebensmittelsparte greift Temu nicht nur ein neues Segment an – sondern ein besonders sensibles: Der Lebensmittelhandel zählt zur kritischen Infrastruktur. Laut Handelsverband Österreich ist damit eine rote Linie erreicht. Die Qualität, Rückverfolgbarkeit und Produktsicherheit seien bei Lebensmitteln nicht verhandelbar. Genau diese Aspekte gelten jedoch bei Temu als potenziell problematisch: fehlende Standards, undurchsichtige Lieferketten und aggressive Preispolitik.
Der Markteintritt in Österreich soll über ein EU-weit agierendes Team erfolgen, das gezielt lokale Produzenten anwirbt. Für den heimischen Lebensmitteleinzelhandel bedeutet das zusätzlichen Druck – und damit auch für den Retailimmobilienmarkt. Vor allem peripher gelegene Fachmarktzentren, die stark vom Lebensmittelhandel als Ankermieter abhängen, sind gefährdet. Der stationäre Handel droht weiter unter Frequenzverlust zu leiden, wenn sich immer mehr alltägliche Einkäufe ins Netz verlagern – auch im Lebensmittelbereich.
Besonders alarmierend aus Sicht von Immobilieneigentümern ist die langfristige Entwicklung: In China, dem Heimatmarkt von Temu, entfallen mittlerweile 60 Prozent des gesamten Einzelhandels auf den Onlinekanal, davon bereits die Hälfte auf Lebensmittel. Sollte sich dieser Trend in Europa auch nur annähernd wiederholen, stehen zahlreiche Retaillagen vor einem strukturellen Umbruch.
Die Forderung des Handelsverbands nach einem eCommerce-Aktionsplan ist daher nicht nur aus ordnungspolitischer Sicht relevant, sondern auch immobilienwirtschaftlich: Plattformhaftung, strengere Kontrollen und das Ende der Zollfreigrenze sollen ein "Level Playing Field" schaffen – letztlich zum Schutz regionaler Anbieter, stationärer Standorte und kommunaler Infrastruktur.
Denn klar ist: Wenn Lebensmittel online bestellt und importiert werden, fehlen diese Umsätze im regionalen Handel – mit Folgen für lokale Arbeitsplätze, kommunale Steuereinnahmen und die langfristige Werthaltigkeit von Retailimmobilien. Gerade Projektentwickler und Bestandshalter sollten diese Dynamik aufmerksam verfolgen und rechtzeitig auf wandelnde Nachfrage reagieren.
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AutorGerhard Rodler
Tags
Österreich
lebensmittelhandel
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Handelsverband
Europa
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