Osteuropa baut über EU-Schnitt
EU sieht CEE-Wachstumsdynamik
Die Europäische Kommission hat in ihrer Frühjahrsprognose 2026 die Wachstumserwartungen für nahezu alle ost- und südosteuropäischen Länder nach unten korrigiert. Dennoch bleibt die Dynamik in der Region deutlich über dem EU-Durchschnitt. EECFA Research hat die Veränderungen zwischen der Herbstprognose 2025 und der Frühjahrsprognose 2026 im Detail analysiert.
Die stärksten Abwärtskorrekturen beim BIP-Wachstum verzeichneten Serbien, Rumänien und Slowenien mit jeweils minus 0,4 Prozentpunkten. Bulgarien und Kroatien wurden nur geringfügig nach unten revidiert. Russland war das einzige Land mit einer leichten Aufwärtskorrektur.
Für den Durchschnitt der Jahre 2026 und 2027 führt die Türkei mit einem erwarteten BIP-Wachstum von 3,5 Prozent die Region an, dicht gefolgt von Serbien mit 3,35 Prozent. Am unteren Ende finden sich Russland und Rumänien mit jeweils 1,2 Prozent. Ungarn wird mit 1,95 Prozent über dem EU-Schnitt von 1,25 Prozent prognostiziert.
Sämtliche Länder der Region dürften die Eurozone mit lediglich 1,05 Prozent übertreffen. Bei den Bruttoanlageinvestitionen zeigt sich ein differenzierteres Bild. Die deutlichsten Kürzungen trafen Bulgarien, Serbien und Rumänien mit Rückgängen zwischen 0,8 und 1,75 Prozentpunkten.
Türkei und Kroatien wurden hingegen nach oben revidiert. Serbien führt mit prognostizierten 5,15 Prozent Investitionswachstum, gefolgt von der Türkei mit 4,2 Prozent. Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die Bauinvestitionen im Speziellen.
Slowenien verzeichnete mit plus 1,55 Prozentpunkten die stärkste Aufwärtsrevision und liegt mit einem erwarteten Wachstum von 4,9 Prozent an der Spitze der verfügbaren Länderdaten. Rumänien folgt mit 4,85 Prozent knapp dahinter. Kroatien wurde ebenfalls um einen Prozentpunkt nach oben korrigiert und kommt auf 3,05 Prozent.
Ungarn und Bulgarien erlebten dagegen die größten Abwärtskorrekturen und liegen nun bei 2,95 beziehungsweise 1,6 Prozent. Im gesamteuropäischen Kontext wird das Wachstum der Bauinvestitionen mit lediglich 1,85 Prozent in der EU und 1,6 Prozent in der Eurozone vergleichsweise verhalten ausfallen. Die EECFA-Analysten weisen darauf hin, dass ihre eigene Einschätzung der Bauinvestitionsentwicklung von jener der Kommission abweicht.
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