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Rechenzentren boomen in Europa

Investoren blicken auch verstärkt nach Österreich

Der europäische Markt für Rechenzentren befindet sich auf einem massiven Expansionskurs. Getrieben durch den rasanten Aufstieg der Künstlichen Intelligenz (KI) und den Bedarf an Hyperscale-Infrastrukturen verzeichneten die wichtigsten Märkte im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Zuwachs. Laut Daten des Immobiliendienstleisters CBRE stieg das Angebot in den führenden Standorten London, Frankfurt, Paris und Amsterdam im Vergleich zum Vorjahr um 18,9 Prozent.

Besonders dynamisch zeigt sich die Entwicklung in Frankfurt, wo das Angebotswachstum mit 23 Prozent den höchsten Wert erreichte. London folgte dicht dahinter mit einem Plus von 21 Prozent. Die Nettoabsorption, die den Saldo aus neu vermieteter und frei gewordener Kapazität beschreibt, erreichte in Frankfurt 218 MW und in London 208 MW. Diese Entwicklung wird maßgeblich von Hyperscalern wie Amazon, Microsoft und Google sowie von spezialisierten Neocloud-Anbietern vorangetrieben, die enorme Kapazitäten für Machine Learning und High-Performance Computing benötigen.

Auch der österreichische Markt gewinnt durch strategische Großinvestitionen massiv an Bedeutung. Microsoft eröffnete im August 2025 drei Standorte im Großraum Wien mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro. Google forciert seine Präsenz ebenfalls und baut ein etwa 50 Hektar umfassendes Rechenzentrum in Kronstorf, dessen Fertigstellung für 2027 geplant ist. Experten gehen davon aus, dass sich der Energieverbrauch von Rechenzentren in Österreich bis zum Jahr 2030 vervielfachen könnte.

Andrew Jay, Head of Data Centre Solutions Europe bei CBRE, betont, dass neben der Konnektivität vor allem die Skalierbarkeit und der Zugang zu Strom über die Standortwahl entscheiden. Während Wien mit einer aktuell installierten Leistung von rund 53 MW im europäischen Vergleich noch zu den kleineren Märkten zählt, hat sich die Kapazität seit 2016 bereits mehr als verdoppelt. Bis Ende 2026 wird ein weiterer Anstieg auf etwa 65 MW prognostiziert.

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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 22. Juni 2026 - zuletzt bearbeitet am 29. Juni 2026


SP
AutorStefan Posch
Tags
2026
rechenzentren
Cbre
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