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Serviced Appartements weiter aktuell

Wiener Zinshausmark bleibt dafür offen

Während viele Marktsegmente unter steigenden Baukosten und schwacher Konjunktur leiden, zeigt sich ein Teilbereich des Immobilienmarkts besonders robust: Serviced Apartments. Wien verzeichnet hier eine stabile bis wachsende Nachfrage – nicht zuletzt, weil sich diese Wohnform zwischen Hotel und klassischem Wohnen positioniert und damit eine Marktlücke bedient, die durch Mobilität und veränderte Arbeitsrealitäten weiter wächst.

Laut aktuellen Analysen gibt es in Österreich mittlerweile rund 250 Betriebe mit über 11.000 Betten, der Großteil davon in Wien. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt hier mit über 13 Tagen deutlich über dem europäischen Schnitt.

Hinzu kommt: Der Druck am traditionellen Wohnungsmarkt steigt, während die Nachfrage nach flexiblen, temporären Wohnformen zunimmt. Immer mehr Projektentwickler und Investoren reagieren darauf mit Umnutzungen bestehender Gebäude – insbesondere im Wiener Zinshausmarkt. Hier werden Bestandsobjekte mit geeigneten Grundstrukturen zunehmend in Serviced Apartments umgewandelt.

Ein aktuelles Beispiel ist der Ankauf eines Zinshauses im 17. Bezirk, das künftig für die Nutzung als Serviced Apartments adaptiert wird. Das Gebäude verfügt über eine bewilligte Erweiterung auf insgesamt rund 1.000 Quadratmeter Wohnnutzfläche. Die Transaktion, die von Alvarea Immobilien begleitet wurde, zeigt exemplarisch, wie bestehende Bestände zu modernen, langfristig nutzbaren Wohnlösungen transformiert werden. Serviced Apartments mit allen Bewilligungen sind ein wachsender Markt mit stabiler Nachfrage. Das Objekt bietet nicht nur ein solides Renditepotenzial, sondern auch eine langfristige Absicherung gegenüber konjunkturellen Schwankungen“, erklärt Florian Wöhrle, Geschäftsführer von Alvarea.

Marktbeobachter sehen in dieser Entwicklung einen klaren Trend: Während Neubauprojekte durch Kosten, Auflagen und Finanzierungshürden gebremst werden, bieten adaptive Re-Use-Konzepte wie Serviced Apartments eine flexible Antwort auf den Strukturwandel der Stadt. Die Objekte ermöglichen eine wirtschaftliche Nutzung bei gleichzeitig hoher Flächeneffizienz und passen sich den Lebensgewohnheiten einer zunehmend mobilen Gesellschaft an.

Allerdings bleibt der Markt regulativ anspruchsvoll. Genehmigungsverfahren, Brandschutzanforderungen und Betreiberkonzepte stellen hohe Hürden dar. Dennoch überwiegen die Chancen: Serviced Apartments gelten inzwischen als risikoresistente Anlageform mit stabilen Cashflows, besonders in zentralen Lagen mit guter Anbindung.

Fazit: Wien etabliert sich als einer der wichtigsten Märkte Europas für Serviced Apartments. Die Kombination aus hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und wachsender Investorenbereitschaft spricht dafür, dass sich diese Assetklasse weiter professionalisiert und dauerhaft etabliert.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 17. November 2025 - zuletzt bearbeitet am 17. Dezember 2025


GR
AutorGerhard Rodler
Tags
alvarea
Apartments
Zinshaus
Transaktion
2025

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