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Vorsorgewohnungen feiern Comeback

Willkommen beim Immoflash Morgenjournal. Das heutige Immoflash Morgenjournal widmet Ihnen myhive Offices – Büros, in die man gern kommt. Alle Informationen finden Sie auf myhive-offices.com.

Vorsorgewohnungen feiern in Wien ein Comeback

Die Vorsorgewohnung rückt in Wien wieder verstärkt in den Fokus privater Investoren. Während die Neubautätigkeit deutlich zurückgegangen ist, bleibt die Nachfrage nach Mietwohnungen hoch. Das knapper werdende Angebot könnte mittelfristig für steigende Mieten sorgen und damit die Ertragsaussichten für Anleger verbessern.

Nach Einschätzung von Sebastian Unger von B-I-P Immobilien sollten Investoren allerdings langfristig denken. Eine Vorsorgewohnung sei kein kurzfristiges Spekulationsobjekt, sondern eine Investition über mehrere Jahrzehnte. Derzeit seien Bruttorenditen von bis zu vier Prozent möglich. Besonders attraktiv sind kleinere Wohnungen mit Balkonen oder Terrassen.
Auch Bernd Gabel-Hlawa und Benedikt Gabriel, CEO und Gründer von PREMIUM-LIVING.COM, betonen die langfristige Bedeutung von Immobilien. Diese könnten nicht nur attraktive Renditen ermöglichen, sondern auch finanzielle Sicherheit schaffen und als Vermögensbasis für kommende Generationen dienen. Neben der Lage gewinnt die bauliche Qualität zunehmend an Bedeutung. Barrierefreiheit, energieeffiziente Gebäudetechnik und moderne Kühlsysteme werden für die Vermietbarkeit immer wichtiger. Zusätzliche steuerliche Anreize bietet die beschleunigte Abschreibung für bestimmte Neubauten bis Ende 2026.

Entscheidend bleibt allerdings eine solide Finanzierung. Zwar hat sich die Wohnbaukreditvergabe zuletzt wieder belebt und ein Volumen von rund 17 Milliarden Euro erreicht. Dennoch sollten Anleger bereits vor dem Kauf prüfen, ob Mieteinnahmen, Finanzierungskosten und laufende Ausgaben langfristig in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis stehen.

Haus- und Grundbesitzerbund warnt vor Erbschaftssteuer

Der Österreichische Haus- und Grundbesitzerbund warnt eindringlich vor einer möglichen Wiedereinführung der Erbschaftssteuer. Präsident Martin Prunbauer sieht darin eine erhebliche Bedrohung für private Immobilieneigentümer und spricht von einem „Enteignungs-Limbo für die Mittelschicht“.

Besonders kritisch beurteilt der Verband die diskutierte Freigrenze von einer Million Euro. Angesichts der Immobilienpreise in österreichischen Ballungsräumen könnten bereits einzelne Wohnhäuser oder größere Eigentumswohnungen diesen Wert überschreiten. Damit wären nach Ansicht des Verbandes nicht nur besonders vermögende Haushalte betroffen.
Das zentrale Problem sieht Prunbauer in der fehlenden Liquidität vieler Erben. Wer eine Immobilie übernimmt, verfügt zwar über einen hohen Sachwert, aber nicht zwangsläufig über das notwendige Bargeld, um eine Erbschaftssteuer zu bezahlen. Im schlimmsten Fall könnten Familien gezwungen sein, über Generationen gehaltene Immobilien zu verkaufen. Der Haus- und Grundbesitzerbund fordert deshalb grundlegende Strukturreformen bei den Staatsausgaben, anstatt private Eigentümer mit zusätzlichen Substanzsteuern zu belasten. Ob und in welcher Form eine Erbschaftssteuer tatsächlich eingeführt wird, bleibt vorerst offen.

Das war das Immoflash Morgenjournal, präsentiert von myhive Offices. Was im Laufe des Tages in der österreichischen Immobilienwirtschaft passiert, erfahren Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 13. Oktober 2026 - zuletzt bearbeitet am 13. Oktober 2026


SP
AutorStefan Posch
Tags
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