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Wärmepumpen: Potenzial größer als gedacht

Ostdeutsche Städte führen das Ranking an, dichte Bebauung bremst.

Fast 60 Prozent aller Gebäude in den 20 größten deutschen Städten eignen sich grundsätzlich für mindestens eine Wärmepumpentechnologie. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse der Plattform Aroundhome auf Basis von Daten der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (Ff E). Untersucht wurde das technische Potenzial verschiedener Wärmepumpentechnologien nach Bundesländern, Städten und Gebäudetypen.

Dresden führt das Städte-Ranking mit 82,5 Prozent geeigneter Gebäude deutlich an. Es folgen Bielefeld mit 78,2 Prozent, Berlin mit 74,9 Prozent, Hamburg mit 68,1 Prozent und Bochum mit 66,1 Prozent. Insbesondere ostdeutsche Großstädte bieten häufig bessere bauliche, räumliche und geologische Voraussetzungen als westdeutsche Vergleichsstädte.

Betrachtet man auch kleinere Städte, liegen Frankfurt an der Oder mit 90,5 Prozent, Neumünster mit 85,5 Prozent und Cottbus mit 83,0 Prozent bundesweit an der Spitze. Am unteren Ende des Rankings finden sich Düsseldorf mit 40,9 Prozent und Frankfurt am Main mit 41,4 Prozent. Beide Städte weisen eine dichte Bebauungsstruktur auf, die geringe Abstände zwischen Wohngebäuden und kleine Grundstücksflächen bedingt, was das Angebot an nutzbarer Umweltwärme limitiert.

Auch Köln mit 44,4 Prozent und Mannheim mit 45,1 Prozent schneiden unterdurchschnittlich ab. Der Gebäudetyp hat erheblichen Einfluss auf die Eignung. Freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser erreichen mit durchschnittlich 91 Prozent die besten technischen Voraussetzungen.

Kleine Mehrfamilienhäuser mit drei bis sechs Wohneinheiten kommen auf 83,4 Prozent, Doppelhäuser auf 71,0 Prozent. Deutlich geringer fällt das Potenzial bei Reihenhäusern mit 40,0 Prozent sowie großen Mehrfamilienhäusern mit sieben und mehr Wohneinheiten mit 32,7 Prozent aus."Die aktuellen Diskussionen und Änderungen rund um die Heizungsförderung verunsichern viele Eigentümerinnen und Eigentümer.

Umso wichtiger ist es, Entscheidungen nicht von der politischen Debatte abhängig zu machen, sondern die baulichen Fakten der eigenen Immobilie zu prüfen", so Swen Dreßen, Experte für energieeffizientes Wohnen bei Aroundhome. Die Analyse zeige, dass das Potenzial für Wärmepumpen in vielen Städten deutlich größer als gedacht sei, allen voran bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Bei den einzelnen Technologien dominiert die Luftwärmepumpe mit einem bundesweiten Durchschnitt von 65 Prozent.

Erdsonden-Wärmepumpen erreichen 47 Prozent, Solar-Eisspeicher 37 Prozent und Erdkollektoren 24 Prozent. Dresden liegt bei Luftwärmepumpen mit 75,9 Prozent vorne, bei Erdsonden führt Bielefeld mit 55,9 Prozent. Das geringste Potenzial bei Luftwärmepumpen verzeichnen Düsseldorf mit 29,4 Prozent, Mannheim mit 30,9 Prozent und Frankfurt am Main mit 32,1 Prozent.

Die Analyse basiert auf den öffentlich verfügbaren Datensätzen der Wärmepumpen-Ampel der Ff E und berücksichtigt Luftwärmepumpen, Erdsonden, Erdkollektoren und Solar-Eisspeicher. Grundwasser-Wärmepumpen wurden nicht untersucht.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 02. September 2026 - zuletzt bearbeitet am 03. September 2026


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AutorLaura Fürst
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