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Bewertung oft ungenau

Zukunftspotenziale von Immos wenig berücksichtigt

Wien wächst, allerdings nicht überall gleich schnell. Während die einen Bezirke vom Wachstum profitieren und boomen, blühen in anderen die Leerstände. Davor sind auch innerstädtische Bezirke gefeit, wie Markus Arnold, Geschäftsführer Arnold Immobilien heute morgen mit Christof Schremmer, Österreichisches Institut für Raumplanung (ÖIR) vor Journalisten erklärte. Klassische Lageparameter zur Wertermittlung einer Immobilie wie Lage, Bausubstanz und Anbindung an den öffentlichen Verkehr würden daher bei Arnold um zukünftige Potenziale erweitert - denn "diese orientieren sich zumeist an die Gegenwart", so Arnold. Zukünftige Stadtentwicklungen würden mit diesem Verfahren nicht genau abgebildet werden - woraus sich ein Gap zwischen ermitteltem und tatsächlichem Wert ergibt. Doch der Wert einer Immobilie orientiert sich immer mehr am Potenzial vom Standort. Geschäftsstraßen mit vielen Leerständen können sich mitunter negativ auf den Wert einer Immobilie auswirken. Mit dem noch unveröffentlichten STEP-Fachkonzept will das ÖIR dem einen Riegel vorschieben und das innerstädtische Wachstum harmonisieren. Schremmer: "Ziel des Fachkonzepts ist es, die Attraktivität von Geschäftsstraßen zu sichern und in den neuen Stadtteilen Wiens neue lebendige Zentren zu schaffen." Dass vor allem im innenstädtischen Bereich die Leerstände in den Retailflächen zunehme, liege zwar auch am Onlinehandel, aber nicht nur: "Zwischen 2006 und 2014 sind die Verkaufsflächen in den peripheren Lagen um ein Drittel gewachsen, in den klassischen Einkaufsstraßen stagnieren sie", so Schremmer. Das Konzept sehe daher auch Ausschlusszonen für dezentrale Einkaufs- und Fachmarktzentren vor. Markus Arnold sieht aber in der Stadtentwicklung wesentliche Potenziale zur korrekten Wertermittlung von Immobilien und bezieht Stadtentwicklung in die Bewertung von Liegenschaften mit ein. In der klassischen Bewertung würde der Wert meist geringer ausfallen als der tatsächliche Marktpreis. Auch im ländlichen Bereich ließen sich Potenziale herauskitzeln. Jakobus Schlager, Leiter Akquistion bei Arnold Immobilien, sieht etwa die Möglichkeit, ältere Fachmärkte in Logistiklager umzunutzen.
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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 28. Januar 2020 - zuletzt bearbeitet am 29. Januar 2026


CS
AutorCharles Steiner
Tags
Wohnen
Österreich
International
Retail
Markt
Tax & Law
Arnold Immobilien
Österreichisches Institut für Raumplanung

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