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Bauträger fordern Finanzierungszugang

Konjunkturpakt benachteiligt Gewerbliche

Der WKÖ-Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder hält das Baukonjunkturpaket für nützlich, aber nicht nicht für ausreichend, denn so Gerald Gollenz, Obmann des WKÖ-Fachverbandes Immobilien in der Wirtschaftskammer Österreich: „5 Min nach 12 ist endlich das Konjunkturpaket gekommen. Es sichert die Bauwirtschaft und Arbeitskräfte. Aber damit wird keine einzige private oder gewerbliche Wohnung mehr errichtet. Es ist auf die GBVs abgestimmt.“ Die Hauptbauenden wären aber die Gewerblichen Bauträger, die zwei Drittel der Wohnungen errichten würden. Und da sind die Probleme damit nicht gelöst, denn „Wir sind nach wie vor mit hohen Baukosten und Grundstückskosten konfrontiert und haben auch nach wie vor die KIM-Verordnung. Wir stehen aktuell mit dem Rücken zur Wand. Denn aktuell kauft niemand, weil alle wegen dem Paket warten.“ Gleichzeitig hätten nicht nur die Käufer:innen mit der KIM, sondern auch die Projektentwickler Probleme mit Finanzierungen, da die Banken in der Vergabe - wie berichtetet - deutlich restriktiver geworden sind und damit mehr Eigenkapital eingesetzt werden muss. Eine Forderung ist daher, dass die Zugänge für Förderungen und Darlehen für gewerbliche Bauträger genauso erleichtert werden, wie für private Häuslbauer und gemeinnützige Bauträger.
Auch die Leerstandsabgabe am gewerblichen Immobilienmarkt hält der Fachverband für wenig zielführend. „Jene zu bestrafen, die in den vergangenen Jahren zwei Drittel des Wohnungsneubaus alleine gestemmt haben, ist angesichts der schweren Krise der gewerblichen Immobilienwirtschaft nicht zielführend,“ sagte Michael Pisecky, stv. Fachverbandsobmann und Obmann der Fachgruppe in der WK Wien: „Unsere Branche hat dafür gesorgt, dass wir derzeit genügend Angebot am privaten Immobilienmarkt haben. Das wirkt sich neben einer Preisdämpfung natürlich auch für die Allgemeinheit positiv aus. Und aus kaufmännischer Sicht ist Leerstand sowieso nie gewollt.“ Es gelte, missbräuchliche Leerstände, die durch extrem günstige Alt- oder Sozial-Mietverträge zustande kommen, zu bekämpfen. Johannes Wild, stv. Fachverbandsobmann und Obmann der Fachgruppe der in der WK NÖ, sieht hier die Landesregierungen in der Umsetzung des Konjunkturpaketes in der Pflicht: „Wir brauchen in den Bundesländern eine Leerstandsabgabe, die Wohnungshortungen von sozialem Wohnraum bekämpft. Es darf aber nicht dazu führen, dass leere Wohnungen, die am Markt sind, mit einer solchen Abgabe belastet werden.“ Für Gewerbliche brauche es rechtliche Rahmenbedingungen, die die Vermietung wieder fördern. Pisecky: „Es soll die Lust am Vermieten steigen. Es ist sicher möglich zu mobilisieren. Es muss wieder Freude machen zu vermieten.“
Potential für mehr Wohneinheiten gäbe es vor allem in der Nachverdichtung – sowohl bei den GBVs, als auch für die Gewerblichen. Pisecky: „Mit dem Baupaket ist vor allem der Bau auf der grünen Wiese im Fokus, wir sollten aber gerade in Wien in die Nachverdichtung gehen. Wir schätzen für Wien alleine mindestens 60.000 zusätzliche neue, gemeinnützige Wohneinheiten ohne weitere Infrastrukturkosten. Die gewerblichen Bauträger könnten mitziehen, verdichten und in der Folge wirtschaftlich sanieren, wenn die Beschränkungen aus Bauordnung und Flächenwidmung und Mietrecht beseitigt werden. Eine Win-Win-Situation für den gesamten Immobilienmarkt und den Bodenschutz.“
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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 06. März 2024 - zuletzt bearbeitet am 29. Januar 2026


EK
AutorElisabeth K. Fürst
Tags
Bauträger
Immobilienmarkt
WKO
Baukonjunkturpaket

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