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Wohnbau brach um Fünftel ein
Einfamilienhäuser sogar um ein Viertel
Jetzt ist es quasi amtlich: Die österreichische Wohnbauproduktion ist 2024 massiv zurückgegangen. Laut heute veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria wurden im vergangenen Jahr 54.472 neue Wohnungen fertiggestellt – davon 41.762 in Neubauten, ein Minus von 20,2 Prozent gegenüber 2023. Weitere 12.710 Einheiten entstanden durch An-, Auf- oder Umbauten.
„Aktuell sind deutlich weniger neue Wohnungen auf dem Markt als in den Vorjahren“, bestätigt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Der Rückgang folgt mit Verzögerung dem Einbruch bei den Baubewilligungen, die seit 2021 kontinuierlich sinken. Besonders stark waren die Rückgänge 2022 und 2023, erst 2024 hat sich der Abwärtstrend leicht abgeflacht.
Bemerkenswert ist, dass seit drei Jahren mehr Wohnungen fertiggestellt als bewilligt werden – ein Phänomen, das zuletzt während der Finanzkrise 2007/2008 beobachtet wurde. Ursache ist, dass neue Projekte zunehmend auf Eis gelegt oder gar nicht erst losgetreteten werden. Oder zumindest auch 2024 wurden.
Der Rückgang betrifft alle Gebäudearten: Bei Einfamilienhäusern lag das Minus bei 25,4 Prozent, bei Mehrparteienhäusern bei 20,1 Prozent, und bei anderen Gebäuden bei 17,5 Prozent.
Die meisten neuen Wohnungen entstanden 2024 in Wien (12.478), gefolgt von Oberösterreich (9.084) und Niederösterreich (9.055). Damit entfallen fast 60 Prozent aller Fertigstellungen auf diese drei Bundesländer.
Gemessen an der Bevölkerungszahl weist Vorarlberg mit 8,7 Wohnungen pro 1.000 Einwohner:innen die höchste Fertigstellungsrate auf, gefolgt von Tirol (6,9) und Wien (6,2). Österreichweit liegt der Durchschnitt bei 5,9 neuen Wohnungen pro 1.000 Einwohner:innen.
Für den Wohnungsmarkt bedeutet das eine weitere Verknappung des Angebots. Experten rechnen daher mit weiteren Mietsteigerungen und einer zunehmenden Flucht in Bestandsimmobilien, insbesondere in den Städten. Die Entwicklung verdeutlicht den anhaltenden Strukturwandel im Wohnbau: weniger Neubauten, längere Projektlaufzeiten und wachsender Druck auf die leistbare Wohnraumbeschaffung.
„Aktuell sind deutlich weniger neue Wohnungen auf dem Markt als in den Vorjahren“, bestätigt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Der Rückgang folgt mit Verzögerung dem Einbruch bei den Baubewilligungen, die seit 2021 kontinuierlich sinken. Besonders stark waren die Rückgänge 2022 und 2023, erst 2024 hat sich der Abwärtstrend leicht abgeflacht.
Bemerkenswert ist, dass seit drei Jahren mehr Wohnungen fertiggestellt als bewilligt werden – ein Phänomen, das zuletzt während der Finanzkrise 2007/2008 beobachtet wurde. Ursache ist, dass neue Projekte zunehmend auf Eis gelegt oder gar nicht erst losgetreteten werden. Oder zumindest auch 2024 wurden.
Der Rückgang betrifft alle Gebäudearten: Bei Einfamilienhäusern lag das Minus bei 25,4 Prozent, bei Mehrparteienhäusern bei 20,1 Prozent, und bei anderen Gebäuden bei 17,5 Prozent.
Die meisten neuen Wohnungen entstanden 2024 in Wien (12.478), gefolgt von Oberösterreich (9.084) und Niederösterreich (9.055). Damit entfallen fast 60 Prozent aller Fertigstellungen auf diese drei Bundesländer.
Gemessen an der Bevölkerungszahl weist Vorarlberg mit 8,7 Wohnungen pro 1.000 Einwohner:innen die höchste Fertigstellungsrate auf, gefolgt von Tirol (6,9) und Wien (6,2). Österreichweit liegt der Durchschnitt bei 5,9 neuen Wohnungen pro 1.000 Einwohner:innen.
Für den Wohnungsmarkt bedeutet das eine weitere Verknappung des Angebots. Experten rechnen daher mit weiteren Mietsteigerungen und einer zunehmenden Flucht in Bestandsimmobilien, insbesondere in den Städten. Die Entwicklung verdeutlicht den anhaltenden Strukturwandel im Wohnbau: weniger Neubauten, längere Projektlaufzeiten und wachsender Druck auf die leistbare Wohnraumbeschaffung.
GR
AutorGerhard Rodler
Tags
Wohnungen
2024
Wien
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