Wohnenimmomedien.atimmoflash.at
/ Lesezeit 2 min
Wohnbau weit unter Bevölkerungsentwicklung
Während Österreichs Bevölkerung laut aktueller Statistik-Austria-Prognose bis 2040 noch um rund 2,5 Prozent auf 9,4 Millionen Menschen anwachsen wird, bleibt der Wohnungsneubau weit hinter dem tatsächlichen Bedarf zurück. Schon jetzt wird nur etwa halb so viel gebaut, wie notwendig wäre, um die steigende Nachfrage zu decken. Der demographische Wandel verschärft die Lage zusätzlich: Der Anteil der über 65-Jährigen wird bis 2040 auf 26,2 Prozent steigen, während die Zahl der Erwerbspersonen sinkt. Das bedeutet auch, dass der Bedarf an betreutem und betreubaren Wohnen exponenziell steigen wird!
Trotz des absehbaren Bevölkerungsrückgangs ab den 2040er-Jahren bleibt der Wohnraumbedarf kurzfristig hoch – vor allem in den Ballungsräumen. Der prognostizierte Zuwachs um rund 200.000 Menschen bis 2040 bedeutet einen anhaltenden Druck auf den Wohnungsmarkt, insbesondere in Wien, das migrationsbedingt am stärksten wachsen wird. Der Wohnungsbau hingegen stagniert: Im Jahr 2025 wurden österreichweit um rund 40 Prozent weniger neue Wohnungen errichtet als im langjährigen Durchschnitt.
Ein wesentlicher Treiber für die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot sind die Finanzierungsbedingungen. Projektentwickler und Bauträger kämpfen mit höheren Zinsen, strengeren Eigenmittelvorgaben und steigenden Baukosten. Diese Faktoren führen dazu, dass viele Bauvorhaben verzögert oder auf Eis gelegt werden – gerade im freifinanzierten Bereich. Laut aktuellen Marktanalysen werden 2025 und 2026 jeweils nur rund die Hälfte der benötigten Wohneinheiten fertiggestellt.
Zwar wird das Bevölkerungswachstum nach 2040 abflachen und langfristig rückläufig sein, doch die Wohnungsnot bleibt mittelfristig bestehen. Denn viele Haushalte werden kleiner, die Zahl der Single-Haushalte steigt, und ältere Menschen bleiben länger in ihren Wohnungen – was den Effekt einer schrumpfenden Bevölkerung auf den Wohnungsmarkt deutlich abmildert.
Regionale Unterschiede verschärfen die Dynamik: Während Wien, Vorarlberg und Oberösterreich weiter wachsen, erwarten Kärnten und das Burgenland leichte Verluste. Der Wohnungsbedarf konzentriert sich damit zunehmend auf urbane Zentren, wo Grundknappheit, hohe Baukosten und restriktive Förderbedingungen den Ausbau zusätzlich bremsen.
Der wachsende Widerspruch zwischen demographischem Bedarf und tatsächlicher Bautätigkeit wird zu einer der größten Herausforderungen für den österreichischen Immobilienmarkt. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen – etwa erleichterte Förderungen, beschleunigte Widmungsverfahren und neue Finanzierungsmodelle – droht sich die Wohnungsknappheit in den kommenden Jahren weiter zu verschärfen.
Trotz des absehbaren Bevölkerungsrückgangs ab den 2040er-Jahren bleibt der Wohnraumbedarf kurzfristig hoch – vor allem in den Ballungsräumen. Der prognostizierte Zuwachs um rund 200.000 Menschen bis 2040 bedeutet einen anhaltenden Druck auf den Wohnungsmarkt, insbesondere in Wien, das migrationsbedingt am stärksten wachsen wird. Der Wohnungsbau hingegen stagniert: Im Jahr 2025 wurden österreichweit um rund 40 Prozent weniger neue Wohnungen errichtet als im langjährigen Durchschnitt.
Ein wesentlicher Treiber für die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot sind die Finanzierungsbedingungen. Projektentwickler und Bauträger kämpfen mit höheren Zinsen, strengeren Eigenmittelvorgaben und steigenden Baukosten. Diese Faktoren führen dazu, dass viele Bauvorhaben verzögert oder auf Eis gelegt werden – gerade im freifinanzierten Bereich. Laut aktuellen Marktanalysen werden 2025 und 2026 jeweils nur rund die Hälfte der benötigten Wohneinheiten fertiggestellt.
Zwar wird das Bevölkerungswachstum nach 2040 abflachen und langfristig rückläufig sein, doch die Wohnungsnot bleibt mittelfristig bestehen. Denn viele Haushalte werden kleiner, die Zahl der Single-Haushalte steigt, und ältere Menschen bleiben länger in ihren Wohnungen – was den Effekt einer schrumpfenden Bevölkerung auf den Wohnungsmarkt deutlich abmildert.
Regionale Unterschiede verschärfen die Dynamik: Während Wien, Vorarlberg und Oberösterreich weiter wachsen, erwarten Kärnten und das Burgenland leichte Verluste. Der Wohnungsbedarf konzentriert sich damit zunehmend auf urbane Zentren, wo Grundknappheit, hohe Baukosten und restriktive Förderbedingungen den Ausbau zusätzlich bremsen.
Der wachsende Widerspruch zwischen demographischem Bedarf und tatsächlicher Bautätigkeit wird zu einer der größten Herausforderungen für den österreichischen Immobilienmarkt. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen – etwa erleichterte Förderungen, beschleunigte Widmungsverfahren und neue Finanzierungsmodelle – droht sich die Wohnungsknappheit in den kommenden Jahren weiter zu verschärfen.
GR
AutorGerhard Rodler
Tags
2025
Menschen
Wohnungen
baukosten
Wohnungsbau
Weitere Artikel