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Wohnen an der Sommerleithen
ESG Special | 2026
Im Luftkurort Gars am Kamp (NÖ) entsteht mit dem Projekt Wohnen an der Sommerleithen eine neue Siedlung, die leistbares Eigentum mit hoher Lebensqualität verbinden soll.
Die Anlage ist eine mögliche Antwort auf zwei zentrale Herausforderungen der Raumentwicklung: den Wunsch vieler Menschen nach einem eigenen Haus und die Notwendigkeit, Flächenverbrauch und Bodenversiegelung deutlich zu reduzieren.
Die Planung orientiert sich am Österreichischen Raumentwicklungskonzept ÖREK 2030 und versteht sich als Modell für klimagerechte Siedlungsentwicklung. Kompakte Bauformen, gestaltete Freiräume und eine effiziente Infrastruktur zeigen, wie Wohnen im ländlichen Raum künftig organisiert werden kann, ohne die Landschaft weiter zu zersiedeln.
Hofhäuser als Leitidee
Im Zentrum des Projekts steht die Neuinterpretation des Einfamilienhauses. Statt freistehender Gebäude auf großen Parzellen orientiert sich das Konzept am Typus des Hofhauses, der in vielen Kulturen seit Jahrhunderten bekannt ist. Bereits in der römischen Architektur bildete der Innenhof den geschützten privaten Gegenpol zum öffentlichen Raum.
Auch in der Sommerleithen-Siedlung richtet sich das Wohnen bewusst nach innen. Private Höfe und Terrassengärten schaffen geschützte Außenräume als Erweiterung des Wohnraums und sichern zugleich Privatheit. Ergänzend dazu entstehen gemeinschaftliche Freiräume für Begegnung und Austausch. Der Außenraum wird nicht als Restfläche verstanden, sondern als integraler Bestandteil der Architektur. „Unser Ziel war eine Siedlung, die den Wunsch nach dem eigenen Haus erfüllt und gleichzeitig Flächenverbrauch und Versiegelung reduziert. Kompakte Bauformen, Grünräume und das Schwammstadtprinzip bilden dafür die Grundlage“, erklärt der verantwortliche Architekt Karl Gruber vom Büro 4juu Architekten.
Kompakte Struktur statt Zersiedelung
Ein wesentliches Ziel ist die möglichst effiziente Nutzung der Fläche. Durch kompakte Grundstücke, schmale Baukörper und eine koordinierte Planung kann der Flächenbedarf deutlich reduziert werden. Gleichzeitig entstehen hochwertige, nicht einsehbare Terrassen- und Gartenbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität.
Insgesamt werden 62 Wohneinheiten realisiert. Neben Wohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau entstehen Garten-Terrassenhäuser und kompakte Hofhäuser mit Wohnflächen zwischen rund 45 und 135 Quadratmetern. Der Wohnungsmix ermöglicht unterschiedliche Lebensmodelle – vom Apartment bis zum familiengeeigneten Haus.
Weniger Straßen, mehr Grün
Auch bei der Erschließung setzt das Konzept auf Effizienz. Stellplätze werden entlang der zentralen Erschließungsstraße sowie in Parkdecks und teilweise in Tiefgaragen organisiert, wodurch der Flächenbedarf für Straßen reduziert wird. Gleichzeitig entstehen gut erreichbare Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und E-Bikes.
Ein hoher Grünanteil prägt die Freiraumgestaltung. Bäume, Hecken und begrünte Grundstücksgrenzen sorgen für ein angenehmes Mikroklima und fördern die Biodiversität.
Wasser als Ressource
Die Siedlung orientiert sich am Schwammstadtprinzip. Durch die Terrassierung wird Regenwasser zurückgehalten und kann versickern. Dachflächen werden teilweise als Grün- und Retentionsdächer ausgeführt, Wege und Stellplätze mit versickerungsfähigen Belägen gestaltet.
Das reduziert die Belastung der Kanalisation, unterstützt den Hochwasserschutz und sorgt für natürliche Verdunstungskühlung.
Infrastruktur und Energie
Die technische Infrastruktur wird entlang der zentralen Erschließungsstraße gebündelt, wodurch Leitungswege kurz bleiben. Eine Breitbandinfrastruktur ermöglicht zudem dezentrales Arbeiten.
Auch beim Energiekonzept steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Photovoltaikanlagen, Energiemanagementsysteme und mögliche Energiegemeinschaften sollen einen ressourcenschonenden Betrieb gewährleisten.
Siedlungsmodell mit Zukunft
Die Siedlung verbindet kompakte Bauformen, qualitätsvolle Freiräume und eine ressourcenschonende Infrastruktur. Gleichzeitig werden die Qualitäten des Einfamilienhauses mit den Anforderungen an eine nachhaltige Siedlungsentwicklung verknüpft.
Mit dem Projekt Wohnen an der Sommerleithen entsteht im Kamptal ein Wohnmodell, das leistbares Eigentum, hohe Lebensqualität und klimagerechte Planung miteinander verbindet.
Die Planung orientiert sich am Österreichischen Raumentwicklungskonzept ÖREK 2030 und versteht sich als Modell für klimagerechte Siedlungsentwicklung. Kompakte Bauformen, gestaltete Freiräume und eine effiziente Infrastruktur zeigen, wie Wohnen im ländlichen Raum künftig organisiert werden kann, ohne die Landschaft weiter zu zersiedeln.
Hofhäuser als Leitidee
Im Zentrum des Projekts steht die Neuinterpretation des Einfamilienhauses. Statt freistehender Gebäude auf großen Parzellen orientiert sich das Konzept am Typus des Hofhauses, der in vielen Kulturen seit Jahrhunderten bekannt ist. Bereits in der römischen Architektur bildete der Innenhof den geschützten privaten Gegenpol zum öffentlichen Raum.
Auch in der Sommerleithen-Siedlung richtet sich das Wohnen bewusst nach innen. Private Höfe und Terrassengärten schaffen geschützte Außenräume als Erweiterung des Wohnraums und sichern zugleich Privatheit. Ergänzend dazu entstehen gemeinschaftliche Freiräume für Begegnung und Austausch. Der Außenraum wird nicht als Restfläche verstanden, sondern als integraler Bestandteil der Architektur. „Unser Ziel war eine Siedlung, die den Wunsch nach dem eigenen Haus erfüllt und gleichzeitig Flächenverbrauch und Versiegelung reduziert. Kompakte Bauformen, Grünräume und das Schwammstadtprinzip bilden dafür die Grundlage“, erklärt der verantwortliche Architekt Karl Gruber vom Büro 4juu Architekten.
Kompakte Struktur statt Zersiedelung
Ein wesentliches Ziel ist die möglichst effiziente Nutzung der Fläche. Durch kompakte Grundstücke, schmale Baukörper und eine koordinierte Planung kann der Flächenbedarf deutlich reduziert werden. Gleichzeitig entstehen hochwertige, nicht einsehbare Terrassen- und Gartenbereiche mit hoher Aufenthaltsqualität.
Insgesamt werden 62 Wohneinheiten realisiert. Neben Wohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau entstehen Garten-Terrassenhäuser und kompakte Hofhäuser mit Wohnflächen zwischen rund 45 und 135 Quadratmetern. Der Wohnungsmix ermöglicht unterschiedliche Lebensmodelle – vom Apartment bis zum familiengeeigneten Haus.
Weniger Straßen, mehr Grün
Auch bei der Erschließung setzt das Konzept auf Effizienz. Stellplätze werden entlang der zentralen Erschließungsstraße sowie in Parkdecks und teilweise in Tiefgaragen organisiert, wodurch der Flächenbedarf für Straßen reduziert wird. Gleichzeitig entstehen gut erreichbare Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und E-Bikes.
Ein hoher Grünanteil prägt die Freiraumgestaltung. Bäume, Hecken und begrünte Grundstücksgrenzen sorgen für ein angenehmes Mikroklima und fördern die Biodiversität.
Wasser als Ressource
Die Siedlung orientiert sich am Schwammstadtprinzip. Durch die Terrassierung wird Regenwasser zurückgehalten und kann versickern. Dachflächen werden teilweise als Grün- und Retentionsdächer ausgeführt, Wege und Stellplätze mit versickerungsfähigen Belägen gestaltet.
Das reduziert die Belastung der Kanalisation, unterstützt den Hochwasserschutz und sorgt für natürliche Verdunstungskühlung.
Infrastruktur und Energie
Die technische Infrastruktur wird entlang der zentralen Erschließungsstraße gebündelt, wodurch Leitungswege kurz bleiben. Eine Breitbandinfrastruktur ermöglicht zudem dezentrales Arbeiten.
Auch beim Energiekonzept steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Photovoltaikanlagen, Energiemanagementsysteme und mögliche Energiegemeinschaften sollen einen ressourcenschonenden Betrieb gewährleisten.
Siedlungsmodell mit Zukunft
Die Siedlung verbindet kompakte Bauformen, qualitätsvolle Freiräume und eine ressourcenschonende Infrastruktur. Gleichzeitig werden die Qualitäten des Einfamilienhauses mit den Anforderungen an eine nachhaltige Siedlungsentwicklung verknüpft.
Mit dem Projekt Wohnen an der Sommerleithen entsteht im Kamptal ein Wohnmodell, das leistbares Eigentum, hohe Lebensqualität und klimagerechte Planung miteinander verbindet.
LF
AutorLaura Fürst
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