Immomedien

Die Top-Anwälte 2021

Für das große Anwaltsvoting haben wir uns bei heimischen Bauträgern umgehört: Wer sind im Moment die besten Immobilien- und Baurechtsanwälte des Landes? Das Ergebnis lesen Sie auf den kommenden Seiten – und hier die wichtigsten Kriterien, die einen guten Anwalt in der Branche ausmachen.

Alfred Nemetschke - Partner bei Nemetschke Huber Koloseus Rechtsanwälte © Nemetschke Huber Koloseus Rechtsanwälte
Alfred Nemetschke
Nemetschke Huber Koloseus Rechtsanwälte
Anwälte

Nach 21 Jahren bei Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati, wo Nemetschke am Aufbau sämtlicher Büros in CEE/SEE führend beteiligt war, wechselte der Immobilienexperte für Österreich und CEE/SEE zu Schönherr. Im Jahr 2010 gründete er gemeinsam mit Alexandra B. Huber und Konrad Koloseus die Kanzlei. Er berät nationale und internationale Mandanten in den Bereichen Immobilienrecht sowie Projektentwicklung und -finanzierung, sowie im Bauvertragsrecht, Bestandrecht und öffentlichem Bau- und Betriebsanlagenrecht. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie 
berät und vertritt seine Kanzlei viele namhafte Gastronomieunternehmen und Hotelbetreiber in Zusammenhang mit Bestandrechtsrechtsfragen wie bei der Durchsetzung von Ansprüchen auf Bestandzinsentfall- und minderung 
oder förderungsrechtliche Themen. Zu Nemetschkes bekanntesten Transaktionen zählen u.a. das Wiener Hotel Le Meridien, der Kauf und spätere Verkauf des Rechenzentrums der Bank Austria sowie des Headquarters der Telekom 
Austria, die Beratung der Commerz Real beim Erwerb des Projekts DC Tower 2 und des Widok Towers in Warschau. Nemetschke gilt als einer der „First-Mover“ in Zentral- und Osteuropa. In Moskau zählte die Bank-Austria-Zentrale 
oder die BASF-Headquarters zu seinen wichtigsten Projekten. Für die deutschen Immobilienfonds hat Alfred Nemetschke in den 90er-Jahren –gemeinsam mit damals TPA Horwath – ein Modell für die offenen deutschen Fonds entwickelt, bei dem sie die Körperschaftssteuer sparen und die Erträge praktisch brutto für netto zu ihren Anlegern schicken konnten. Nemetschke: „Das hat eine unglaubliche Dynamik in den Wiener Immobilienmarkt gebracht."

Katharina Müller
Katharina Müller
Müller Partner Rechtsanwälte
Anwälte

Im Jahr 2006 gründete die zweifach promovierte Kanzleipartnerin ihre eigene Boutiquekanzlei. 2015 entstand daraus die Müller Partner Rechtsanwälte GmbH mit inzwischen 35 Mitarbeitern. Spezialisiert ist Müller u.a. in den Bereichen Bauvertragsrecht, Immobilienrecht, Stiftungsrecht sowie Kapitalmarktrecht. Im Rahmen eines komplexen Wiener Krankenhausprojektes begleitete sie 13 Unternehmen aus der TGA-Branche sieben Jahre lang bei der Abwicklung ihres Projektes. Die Jour-fixes in der Kanzlei, die Müller derzeit als Webinar veranstaltet, haben sich mittlerweile als Fixpunkt in der Branche etabliert. Dabei treffen einander Bauherren, Ausführende, Planer, Architekten, Bauträger und viele andere zum fachlichen Austausch und Netzwerken. Damit lassen sich die Netzwerke auch bei 
Ausgangssperren wunderbar pflegen. Ihr Top Anliegen: Die nachvollziehbare Aufbereitung komplexer baurechtlicher Fragestellungen mit technischem Hintergrund im Rahmen der Vertragsgestaltung und in Gerichtsverfahren, damit das Gericht Verständnis für die zugrundeliegenden Sachverhalte entwickelt: „Wir sehen 
uns als Übersetzer zwischen Technikern und Juristen“, sagt Müller. Dafür wird sie von den Branchenprofis auch geschätzt.

Stefan Artner
Stefan Artner
Dorda Rechtsanwälte GmbH
Anwälte

Als Partner bei Dorda Rechtsanwälte leitet Artner das Immobilienrechtsteam der Kanzlei und ist Teil der Construction Group und der Legal Tech Group. Sein Weg führte ihn „vom Hausbesorger zum Immobilienanwalt“: Tatsächlich übernahm er als Jugendlicher den Job des Hausbesorgers im Haus des Großvaters, und da wurde sein Interesse an Immobilien geweckt. Sein Doppelstudium Jus und Handelswissenschaften, eine spätere Ausbildung zur Internationalen Immobilienbewertung und die Aufnahme als erster österreichischer Anwalt in die Royal Institution of Chartered Surveyors zeichnen heute den Top-Experten aus. Sein Schwerpunkt ist Real Estate M&A und das klassische Immobilienrecht. Für Artner steht immer die wirtschaftliche Perspektive des Mandanten im Vordergrund sowie die Strukturierung, die steuerliche Optimierung und der gesellschaftsrechtliche Rahmen. Sein persönliches Erfolgsrezept: „freudvoll und open-minded in die Zukunft gehen“. Artner hat es sich zur Aufgabe gemacht, „Transaktionen zum Erfolg zu führen und Lösungen für rechtliche Herausforderungen zu finden und umzusetzen.“ Win-win-Situationen zu schaffen und damit die wirtschaftlichen Anforderungen der Kunden an Transaktionen bestmöglich umzusetzen, ist seine Priorität

Georg Diwok - Partner Banking & Finance bei Baker McKenzie © Baker McKenzie
Georg Diwok
Baker Mckenzie
Anwälte

Georg Diwok befasst sich primär mit Portfoliofinanzierungen und Refinanzierungsthemen. Klienten sagen, dass sie ihm komplexe Immobilienmandate und Portfoliotransaktionen anvertrauen können, deren Umsetzung er in die 
Wege leitet. Bei Immobilientransaktionen arbeitet er bei Baker gemeinsam mit dem Leiter Real Estate, Wolfgang Eigner, der zuletzt die Mandarin Oriental Group beim Abschluss eines Hotel Management Agreements für die Riemergasse beriet. Diwok ist auch für Auslandstransaktionen wie polnische Einkaufszentren-Finanzierungen sowie für Übertragungen und Umstrukturierungen bekannt. Durchsetzungsstark geht er auch mit prominenten Gegnern in den Clinch, wie der Erwerb einer „Landmark“-Liegenschaft in Bukarest von einem staatsnahen Akteur, der Gewährleistungszusagen nicht einhielt, zeigte. Auch bei Versuchen in der CEE Region, österreichische Investoren um ihre Investments zu bringen, reüssierte Diwok und holte das Hotel für seinen Mandanten zurück. In Finanzierungsfragen hilft er Konzernen aus der Patsche, wenn es darum geht, in kapitalerhaltungsrechtlich erlaubter Weise Liegenschaften zu belasten, Banken zu besichern und sie dadurch der geordneten Verwertung zuzuführen. Klienten schätzen an Diwok, dass er paktfähig ist

Eichinger Arabella © Schönherr
Arabella Eichinger
Schönherr Rechtsanwälte GmbH
Anwälte

Über die Jahre beriet Eichinger eine Reihe an spektakulären Mandaten. Top-Projekte sind unter anderem der Ankauf von drei Bauteilen des Austria Campus am Praterstern in Wien für PGIM Real Estate mit einem Transaktionsvolumen in der 
Höhe von 530 Millionen Euro sowie die Begleitung des Hyatt International bei der Entwicklung des Hotels „Andaz am Belvedere“ im Rahmen eines Joint Ventures mit der Signa-Gruppe. Zudem vertrat Eichinger den Käufer beim Ankauf des sogenannten „Forstinger-Portfolios“ mit 88 Retail-Liegenschaften in ganz Österreich der Immofinanz. Ein Höhepunkt in der Karriere der Transaktionsanwältin war auch die Verleihung des Cäsar-Awards in der Sparte Immobiliendienstleister im vergangenen Jahr. Ihre Mandanten und generell die österreichische Immobilien Branche machten es ihr meist nicht schwer, an ihrer Motivation festzuhalten: „Wenn wir mit vereinten Kräften das Ziel verfolgen, kommen erfolgreiche Abschlüsse zustande – und dann macht die Arbeit am meisten Freude!“.

Peter Fassl
Peter Fassl
HSP Law
Anwälte

Seit 2001 ist der Immobilien- und Baurechtsexperte Partner der HSP Rechtsanwälte 
GmbH, deren Schwerpunkte u.a. im Bereich M&A, Gesellschaftsrecht, Immobilien-,  Bau und Wohnrecht, Litigation und Private Clients liegen. Eines seiner Steckenpferde sind Immobilientransaktionen für Projektentwicklungsunternehmen und Investoren. 
Dazu gehören natürlich Due Diligence Prüfungen, die Vertragsgestaltung und die treuhändige Vertragsabwicklung samt Durchführung bei den Registergerichten. Bedeutsame und prominente Projekte mit hohem Transaktionsvolumen waren u.a. der Ankauf des Areals mit dem Franz Josef-Bahnhof sowie die Begleitung des Ankaufs des Projekts „Alte Post“. Das Erfolgsrezept, das gleichzeitig auch das 
Erfolgsrezept der Kanzlei ist: „Der persönliche Einsatz für den Mandanten und die Freude an der Arbeit. Die persönliche Betreuung steht an erster Stelle.“

Julia Fritz © PHH Rechtsanwält:innen
Julia Fritz
PHH Anwälte
Anwälte

Seit 2011 stieg die Expertin für großvolumigen Wohnbau und Zinshaustransaktionen in der Kanzlei als Konzipientin ein und sammelte Erfahrungen in unterschiedlichen 
Rechtsgebieten, bis sie schließlich beim Immobilienrecht hängen blieb. 2013 hatte die dynamische Aufsteigerin die Anwaltsprüfung mit Ausgezeichnetem Erfolg abgelegt. Prompt wurde sie beauftragt, in der Kanzlei das komplette Immobilienressort aufzubauen. Seit 2019 ist die Aufsteigerin gemeinsam mit ihrem Kollegen Rainer Kaspar Managing-Partnerin der etwa 80-köpfigen Kanzlei. Ihr 
bedeutendster und wichtigster Klient, mit dem sie bereits seit fast acht Jahren zusammenarbeitet, ist einer der größten Wohnbauträger in Wien. Allein mit diesem Kunden hat Fritz in den letzten drei Jahren ein Projektvolumen von ca. 270 Millionen Euro abgewickelt. In einem Projekt konnte die heute 34-jährige gebürtige Steirerin beispielsweise einen Erpressungsversuch eines Servitutsberechtigten erfolgreich 
abwehren. Dies sei „alles andere als einfach“ gewesen.Doch Fritz gab nicht auf und konnte durch um-die-Ecke Denken zum Ziel kommen. Fritz sieht sich als Dienstleisterin: „Ich habe hohe Ansprüche an mich und mein Team 
und lege großen Wert auf Genauigkeit, Schnelligkeit und Effizienz. Wenn meine Mandanten mit einem Problem zu mir kommen, wollen sie nicht, dass ich aus einem Problem fünf Probleme mache. Alles, was sie interessiert, ist eine Lösung.“

Thomas Huber
Thomas Huber
Huber Swoboda Oswald Aixberger Rechtsanwälte
Anwälte

Der Geschäftsführer und Mitbegründer der 1994 gegründeten Boutiquekanzlei spezialisierte sich seit Beginn seiner Karriere unter anderem bei der Wiener Städtischen Versicherung AG auf Immobilien und auf die rechtliche Betreuung von Bauträgern und Projektentwicklern. Passioniert begleitet Huber heute Investoren bei Immobilieninvestments. Ebenso punktet er mit breiter Erfahrung bei der Entwicklung von Einkaufs- und Fachmarktzentren, aber auch bei Wohnimmobilien – insbesondere im Zinshaussektor. Eine harte juristische Nuss knackte er zuletzt bei der Komplett-Betreuung der Revitalisierung eines ehemaligen Bürohauses am Wienerberg, 
das in ein völlig neues Wohn- und Nutzungskonzept mit angeschlossener Einzelhandels-Village für ein namhaftes Projektentwicklerkonsortium verwandelt wurde. Außerdem betreute er die Causa eines bekannten Projektentwicklers beim 
erfolgreichen Verkauf eines Wohn- und Gewerbeprojektes mit einer Fläche von knapp 20.000 Quadratmetern. Es wurde während der Covid Krise an einen österreichischen Immobilienfonds veräußert. Huber ist Aufsichtsrat in mehreren Unternehmen, zuletzt bei der 6B47 Real Estate Investors AG. Bekannt ist Thomas Huber für seine umfangreiche Prozesserfahrung, sein Verhandlungsgeschick und sein Gespür dafür, komplizierte, gegenteilige Ansprüche mit juristischem Fairplay auf einen Nenner zu bringen.

Andreas Jank - Deloitte Legal/Jank Weiler Operenyi Rechtsanwälte © Deloitte
Andreas Jank
Deloitte Legal/Jank Weiler Operenyi Rechtsanwälte
Anwälte

Der Experte für Bankenrecht, Restrukturierungen und Finanzierungen, Gesellschaftsrecht sowie Immobilienrecht ist mit der Kanzlei Jank Weiler Rechtsanwälte Teil des zugehörigen Anwaltsnetzwerks Deloitte Legal mit mehr als 2.000 Rechtsanwälten in 85 Ländern. Jank berät mit seinem Team insbesondere im Gesellschafts- und Finanzierungsrecht. Der Fokus liegt auf Vertragsgestaltung und Gesellschafterstreitigkeiten, auf Banken und Unternehmen 
bei Projektfinanzierungen sowie auf finanziellen Restrukturierungen und im insolvenznahen Bereich. Jank hat bei zahlreichen nationalen und internationalen Immobilientransaktionen und -projekten im Gewerbeimmobilienbereich – z.B. bei Bürotürmen oder Gewerbeparks – beraten. Auch bei Wohnungs- und Zinshauskäufen und Bauträgerprojekten unterstützt die Kanzlei. Klienten aller Größe werden gleichermaßen wertgeschätzt und genießen volle Aufmerksamkeit. Namhafte Mandanten der letzten Jahre waren etwa die Immofinanz-Gruppe, die Allianz-Gruppe, verschiedene Banken aus dem Raiffeisen und Sparkassen-Sektor, UniCredit Bank Austria AG, Hypo Nö, Wien Energie sowie die Akron Group. Für Jank ist es neben höchster Sorgfalt „ein absolutes Muss, auf Fragen und Bedürfnisse so rasch wie möglich zu reagieren und laufend in Kontakt zu sein.“

Martin Kohlbauer
Martin Kohlbauer
ZT-Gesellschaft m.b.H.
Anwälte

Schon im Alter von zehn Jahren wurde ihm von seinem Zeichenlehrer der Beruf des Architekten nahegelegt. Also studierte er später Architektur an der Akademie der bildenden Künste in der Meisterschule Peichl. Nach seinem Diplom 1981 war er dort Lehrbeauftragter sowie Projektleiter für die Bundeskunsthalle Bonn im Atelier Peichl. 
Seit 1991 führt er sein eigenes Büro in Wien, das heute 12 ArchitektInnen beschäftigt. Bis heute konnte er viele Projekte auf Basis von Wettbewerbserfolgen realisieren. In seiner komplementären Tätigkeit als Ausstellungsgestalter hat er außerdem an die 100 Ausstellungsgestaltungen im In- und Ausland verwirklicht. Zu seinen bedeutsamsten Projekten zählen unter anderem das Sophienspital, das Bürohochhaus „Galaxy 21“, die Alpentherme Bad Hofgastein, das Bürogebäude Atrium Belgrad oder auch der Wohnbau KORSO und die Tribünen Krieau im VIERTEL ZWEI. Seiner Inspiration: „Immer wieder die erste Skizze zu einer gebauten Idee werden zu lassen.“ Und dabei helfen ihm seine größten Stärken Zuhören, Empathie und Fantasie in dem, aus seiner Sicht, „schönsten Beruf der Welt.“

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