Es verdichten sich die Anzeichen für eine geldpolitische Kehrtwende in der Eurozone. Angesichts der geopolitischen Spannungen durch den Iran-Krieg und einer spürbar anziehenden Inflation gehen Experten davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre expansive Politik beenden muss. Zuletzt stiegen die Verbraucherpreise in der Eurozone von 2,6 % auf 3,0 %, was deutlich über dem Stabilitätsziel der Notenbank von 2,0 % liegt. In den vergangenen zwei Jahren war der Einlagensatz noch von 4,0 % auf 2,0 % halbiert worden, doch dieser Trend scheint nun beendet.
Laut einer aktuellen Bloomberg-Umfrage unter Volkswirten, die zwischen dem 4. und 7. Mai durchgeführt wurde, wird nun mit zwei Zinserhöhungen noch in diesem Jahr gerechnet. Die Experten erwarten jeweils einen Zinsschritt um einen Viertelpunkt (0,25 Prozentpunkte) in den Sitzungen im Juni und September. Damit würde der Leitzins bis zum Herbst insgesamt um 0,5 Prozentpunkte steigen. In einer vorangegangenen Befragung war lediglich eine einzige Anhebung prognostiziert worden.
Der entscheidende Treiber dieser Entwicklung ist der anhaltende Konflikt zwischen Teheran und Washington, der die Brennstoffpreise in die Höhe treibt. Da keine Einigung im Iran-Krieg in Sicht ist, droht sich die teure Energie durch die gesamten wirtschaftlichen Preisketten in Europa zu ziehen. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel signalisierte bereits, dass die Geldpolitik gestrafft werden müsse, sollte sich dieser Energieschock ausweiten. Für die kommende Juni-Sitzung gilt laut dem scheidenden EZB-Vizepräsidenten Luis de Guindos insbesondere die Offenhaltung der Straße von Hormus als kritischer Faktor in einem Umfeld „brutaler“ Unsicherheit.
Zwei Zinserhöhungen bis September erwartet
Es verdichten sich die Anzeichen für eine geldpolitische Kehrtwende in der Eurozone. Angesichts der geopolitischen Spannungen durch den Iran-Krieg und einer spürbar anziehenden Inflation gehen Experten davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre expansive Politik beenden muss. Zuletzt stiegen die Verbraucherpreise in der Eurozone von 2,6 % auf 3,0 %, was deutlich über dem Stabilitätsziel der Notenbank von 2,0 % liegt. In den vergangenen zwei Jahren war der Einlagensatz noch von 4,0 % auf 2,0 % halbiert worden, doch dieser Trend scheint nun beendet.
Laut einer aktuellen Bloomberg-Umfrage unter Volkswirten, die zwischen dem 4. und 7. Mai durchgeführt wurde, wird nun mit zwei Zinserhöhungen noch in diesem Jahr gerechnet. Die Experten erwarten jeweils einen Zinsschritt um einen Viertelpunkt (0,25 Prozentpunkte) in den Sitzungen im Juni und September. Damit würde der Leitzins bis zum Herbst insgesamt um 0,5 Prozentpunkte steigen. In einer vorangegangenen Befragung war lediglich eine einzige Anhebung prognostiziert worden.
Der entscheidende Treiber dieser Entwicklung ist der anhaltende Konflikt zwischen Teheran und Washington, der die Brennstoffpreise in die Höhe treibt. Da keine Einigung im Iran-Krieg in Sicht ist, droht sich die teure Energie durch die gesamten wirtschaftlichen Preisketten in Europa zu ziehen. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel signalisierte bereits, dass die Geldpolitik gestrafft werden müsse, sollte sich dieser Energieschock ausweiten. Für die kommende Juni-Sitzung gilt laut dem scheidenden EZB-Vizepräsidenten Luis de Guindos insbesondere die Offenhaltung der Straße von Hormus als kritischer Faktor in einem Umfeld „brutaler“ Unsicherheit.





