Der Wiener Wohnungsmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich an Fahrt aufgenommen. Mit einem Transaktionsvolumen von 1,62 Mrd. Euro bei Eigentumswohnungen nähert sich der Markt wieder dem Rekordniveau des Jahres 2022 an und liegt nur noch rund 8 % unter dem damaligen Spitzenwert. Laut dem aktuellen Wohnmarktbericht von Otto Immobilien greifen Käuferinnen und Käufer nach der Erholung im Vorjahr nun wieder verstärkt zu, sowohl im Bereich der Eigentumswohnungen als auch bei Häusern und Villen. Parallel zu dieser positiven Marktdynamik zeichnet sich jedoch eine drastische Verknappung im Mietsegment ab: Der Anteil gewerblich errichteter Mietwohnungen wird bis 2027 auf ein historisches Tief sinken. Der Anteil von Bauträgerwohnungen am Transaktionsvolumen stabilisierte sich bei knapp 33 %. Damit liegt dieser Wert zwar weiterhin unter dem Durchschnitt der Jahre vor der Zinswende, zeigt aber eine solide Festigung auf dem aktuellen Niveau.
Bei den Preisen zeigt sich eine differenzierte Entwicklung. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Bestandswohnungen stieg im ersten Halbjahr 2026 auf 4.645 EUR pro m², was einem Zuwachs von 2,8 % gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 entspricht. Erstbezugswohnungen von Bauträgern kosteten im Schnitt 7.395 EUR pro m² und blieben damit nach der ausgeprägten Abwärtsbewegung seit Ende 2023 erstmals wieder stabil. Laut Sonja Kaspar, Leiterin Wohnen bei Otto Immobilien, ist dies ein klares Zeichen dafür, dass Bauträger und Käufer wieder zu einer gemeinsamen Preisbasis gefunden haben.
Trotz der Belebung im Verkauf bleibt die Zahl der Wohnungsfertigstellungen insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Nach 11.016 Einheiten im Jahr 2025 werden für 2026 aktuell 12.092 und für 2027 lediglich 9.608 Einheiten prognostiziert. Besonders scharf fällt der Einbruch bei gewerblich errichteten Mietwohnungen aus: Ihr Anteil an den Fertigstellungen sinkt von etwa 21 % im Jahr 2026 auf voraussichtlich nur noch 3 % im Jahr 2027. Dies entspricht lediglich rund 260 Einheiten für ganz Wien. Die Rahmenbedingungen am Bau und im Finanzsektor haben private Bauträger und institutionelle Investoren weitgehend aus diesem Segment verdrängt. Diese Verknappung dürfte den Druck auf den Mietmarkt weiter erhöhen und die Nachfrage verstärkt in Richtung Eigentum lenken.
Auch im Segment der Einfamilienhäuser und Villen in den Wiener Randbezirken setzte sich der positive Trend fort. Das Transaktionsvolumen stieg im ersten Halbjahr 2026 auf rund 217 Mio. Euro (+5 %), während die Zahl der Transaktionen um 9 % auf 245 stieg. Auf Bezirksebene zeigt sich ein heterogenes Bild: Während das Volumen im 16. Bezirk um 54 % zurückging, verzeichnete der 13. Bezirk einen Zuwachs von 183 %. Der 22. Bezirk bleibt mit 87 Transaktionen der aktivste Teilmarkt. Der mittlere Kaufpreis blieb mit 610.000 Euro nahezu unverändert zum Vorjahr.
Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet Otto Immobilien eine Fortsetzung der positiven Entwicklung ohne sprunghafte Bewegungen. Während die Preise im Bauträgersegment aufgrund hoher Errichtungskosten stabil bleiben dürften, zeichnet sich im Bestand eine weitere moderate Preissteigerung ab. Die größte Herausforderung bleibt die schwache Fertigstellungstätigkeit, insbesondere im gewerblichen Mietsegment. Da das Angebot aus den vergangenen Jahren voraussichtlich Anfang 2027 aufgebraucht sein wird, dürfte die Angebotsknappheit sowohl den Miet- als auch den Eigentumsmarkt weiter beeinflussen. Solange kaum neue Mietwohnungen nachkommen, bleibt der Druck auf den gesamten Wiener Wohnungsmarkt hoch.
Wiener Wohnungsmarkt nähert sich Rekordniveau
Der Wiener Wohnungsmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich an Fahrt aufgenommen. Mit einem Transaktionsvolumen von 1,62 Mrd. Euro bei Eigentumswohnungen nähert sich der Markt wieder dem Rekordniveau des Jahres 2022 an und liegt nur noch rund 8 % unter dem damaligen Spitzenwert. Laut dem aktuellen Wohnmarktbericht von Otto Immobilien greifen Käuferinnen und Käufer nach der Erholung im Vorjahr nun wieder verstärkt zu, sowohl im Bereich der Eigentumswohnungen als auch bei Häusern und Villen. Parallel zu dieser positiven Marktdynamik zeichnet sich jedoch eine drastische Verknappung im Mietsegment ab: Der Anteil gewerblich errichteter Mietwohnungen wird bis 2027 auf ein historisches Tief sinken. Der Anteil von Bauträgerwohnungen am Transaktionsvolumen stabilisierte sich bei knapp 33 %. Damit liegt dieser Wert zwar weiterhin unter dem Durchschnitt der Jahre vor der Zinswende, zeigt aber eine solide Festigung auf dem aktuellen Niveau.
Bei den Preisen zeigt sich eine differenzierte Entwicklung. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Bestandswohnungen stieg im ersten Halbjahr 2026 auf 4.645 EUR pro m², was einem Zuwachs von 2,8 % gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 entspricht. Erstbezugswohnungen von Bauträgern kosteten im Schnitt 7.395 EUR pro m² und blieben damit nach der ausgeprägten Abwärtsbewegung seit Ende 2023 erstmals wieder stabil. Laut Sonja Kaspar, Leiterin Wohnen bei Otto Immobilien, ist dies ein klares Zeichen dafür, dass Bauträger und Käufer wieder zu einer gemeinsamen Preisbasis gefunden haben.
Trotz der Belebung im Verkauf bleibt die Zahl der Wohnungsfertigstellungen insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Nach 11.016 Einheiten im Jahr 2025 werden für 2026 aktuell 12.092 und für 2027 lediglich 9.608 Einheiten prognostiziert. Besonders scharf fällt der Einbruch bei gewerblich errichteten Mietwohnungen aus: Ihr Anteil an den Fertigstellungen sinkt von etwa 21 % im Jahr 2026 auf voraussichtlich nur noch 3 % im Jahr 2027. Dies entspricht lediglich rund 260 Einheiten für ganz Wien. Die Rahmenbedingungen am Bau und im Finanzsektor haben private Bauträger und institutionelle Investoren weitgehend aus diesem Segment verdrängt. Diese Verknappung dürfte den Druck auf den Mietmarkt weiter erhöhen und die Nachfrage verstärkt in Richtung Eigentum lenken.
Auch im Segment der Einfamilienhäuser und Villen in den Wiener Randbezirken setzte sich der positive Trend fort. Das Transaktionsvolumen stieg im ersten Halbjahr 2026 auf rund 217 Mio. Euro (+5 %), während die Zahl der Transaktionen um 9 % auf 245 stieg. Auf Bezirksebene zeigt sich ein heterogenes Bild: Während das Volumen im 16. Bezirk um 54 % zurückging, verzeichnete der 13. Bezirk einen Zuwachs von 183 %. Der 22. Bezirk bleibt mit 87 Transaktionen der aktivste Teilmarkt. Der mittlere Kaufpreis blieb mit 610.000 Euro nahezu unverändert zum Vorjahr.
Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet Otto Immobilien eine Fortsetzung der positiven Entwicklung ohne sprunghafte Bewegungen. Während die Preise im Bauträgersegment aufgrund hoher Errichtungskosten stabil bleiben dürften, zeichnet sich im Bestand eine weitere moderate Preissteigerung ab. Die größte Herausforderung bleibt die schwache Fertigstellungstätigkeit, insbesondere im gewerblichen Mietsegment. Da das Angebot aus den vergangenen Jahren voraussichtlich Anfang 2027 aufgebraucht sein wird, dürfte die Angebotsknappheit sowohl den Miet- als auch den Eigentumsmarkt weiter beeinflussen. Solange kaum neue Mietwohnungen nachkommen, bleibt der Druck auf den gesamten Wiener Wohnungsmarkt hoch.





