Abercrombie und Fitch drängt in Toplagen
Neue Stores in Wien geplant
Wien setzt ein deutliches Zeichen als attraktiver Standort für internationale Moderiesen. Der US-amerikanische Konzern Abercrombie und Fitch bereitet derzeit den massiven Ausbau seiner Marktpräsenz in Österreich vor. Die Expansionspläne umfassen dabei sowohl die Hauptmarke Abercrombie und Fitch als auch die Tochtermarke Hollister. Mit der exklusiven Suche nach geeigneten Standorten wurde der internationale Immobiliendienstleister CBRE beauftragt.
Bislang ist der Konzern in Österreich ausschließlich mit der Marke Hollister vertreten, die aktuell fünf Filialen in großen Einkaufszentren wie der Shopping City Süd, dem Donauzentrum oder der PlusCity betreibt. Mit der nun angekündigten Strategie ändert sich der Fokus: Künftig will das Unternehmen verstärkt in hochfrequentierten Innenstadtlagen Flagge zeigen. Für die Hauptmarke Abercrombie und Fitch bedeutet dies den ersten eigenständigen High-Street-Auftritt auf dem österreichischen Markt.
Christoph Ecker, Director Retail bei CBRE und verantwortlich für das Mandat, bestätigt die laufenden Aktivitäten: Man prüfe derzeit Flächen mit hoher Frequenz und optimaler Sichtbarkeit. Erste Gespräche mit Eigentümern werden laut Ecker bereits geführt.
Für Abercrombie und Fitch liegt das Hauptaugenmerk aktuell auf Wien. Gesucht wird eine Fläche zwischen 400 und 600 Quadratmetern in Toplagen wie der Mariahilfer Straße oder im ersten Bezirk. Gleichzeitig soll auch das Netz der Hollister-Stores erweitert werden. In Wien sieht die Planung Flächen zwischen 500 und 700 Quadratmetern vor, während in Graz und Innsbruck Standorte in der Größenordnung von 400 bis 600 Quadratmetern evaluiert werden.
Der Konzern setzt bei seiner Expansion auf eine klare Trennung der Zielgruppen. Während Abercrombie und Fitch ein etwas älteres Publikum anspricht und für einen hochwertigeren, zeitlosen Stil steht, positioniert sich Hollister weiterhin als preislich moderatere Lifestyle-Marke mit dem typisch kalifornischen Casual-Look für eine jüngere Käuferschicht.
Dieser Schritt gilt als wichtiges Signal für den heimischen Handel. Die Expansion unterstreicht die Bedeutung Österreichs als stabiler und attraktiver Retailstandort innerhalb Zentraleuropas, der auch für internationale Player weiterhin ein hohes Potenzial bietet.
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