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BIM und KI: Der Datenschatz wird nutzbar
Gastbeitrag | Steffen Robbi
Building Information Modelling kam vor rund 15 Jahren als technisch ausgeklügeltes Antwortsystem für alle gängigen Projektherausforderungen an und galt als das große Versprechen der digitalen Bau- und Immobilienwirtschaft. Gleichzeitig ist und bleibt es eine anspruchsvolle Methode, die über die Jahre nichts an Komplexität verloren hat.
Modelle enthalten Bauteile mit Eigenschaften, Beziehungen und sind in der Lage Nachweise und Berechnungen zu führen. Doch wer diese Informationen zuverlässig erstellen, prüfen, analysieren oder weiterverwenden will, braucht bis heute spezielles Fachwissen, passende Software und sowohl Erfahrung im Umgang mit Datenstrukturen als auch mit den gewöhnlichen Systemgrenzen und -stolpersteinen. In der Praxis handelt es sich bei BIM also noch immer um ein Expertentool.
KI als Mittler
Genau hier zeigt sich das Potenzial von künstlicher Intelligenz. Sprachmodelle können komplexe Datenbestände zunehmend gut erschließen. Wenn BIM-Daten – etwa über offene Standards wie IFC – entsprechend strukturiert werden, wird es möglich, Modelle gezielt zu befragen: Welche Bauteile erfüllen eine bestimmte Anforderung? Wo fehlen Attribute? In welchen Projekten wurde bestimmte Elemente und Produkte verbaut, bestimmte Konstruktionsweisen verwendet? Stücklisten, Massen- und Mengenauszüge in natürlicher Sprache abgefragt – zuverlässig auch ohne das vordefinierte Standards eingehalten werden. Aus technischen Modelldaten werden damit verwertbare Informationen für den Projektalltag.
KI als Gate-Opener
Der eigentliche Fortschritt der KI liegt nicht darin, BIM zu vereinfachen. Der Vorteil liegt darin, den Zugang zu BIM-Daten zu erleichtern. Personen mit Informationsbedarf müssen nicht für jede Auswertung auf Expertenwissen in der BIM-Koordination zurückgreifen oder das BIM-Management involvieren – KI kann Abfragen, Analysen und Berichte unterstützen und damit Fachleute entlasten. Die Verantwortung bleibt dennoch beim Menschen.
Datenqualität bleibt die Krux
So groß das Potenzial ist, so klar sind auch die Grenzen. Sprachmodelle können nur dann belastbare Antworten liefern, wenn die zugrunde liegenden Daten gut strukturiert und fachlich richtig vorliegen. Zusätzlich stellen Datenschutz, Vertraulichkeit und IT-Sicherheit zentrale Anforderungen.
BIM wird verständlicher
Aktuelle Anwendungen zeigen klar, wohin die Entwicklung geht: BIM-Modelle lassen sich mit Hilfe von KI befragen, auswerten und für Reports oder Qualitätsprüfungen nutzbar machen. Auch kann automatisierte Datenanreicherung dazu beitragen, BIM-Informationen besser verfügbar zu machen. Für die Bau- und Immobilienwirtschaft ist das ein wichtiger Schritt: BIM liefert die strukturierte Grundlage – KI kann helfen, diese breiter nutzbar zu machen. Nicht als Ersatz für Expertise – denn kundige Modellierende wird es immer brauchen – sondern als Assistenzsystem für bessere Informationsarbeit.
Der nächste Produktivitätsschub entsteht nicht durch noch mehr Daten, sondern dadurch, dass Menschen die vorhandenen Daten verstehen und in bessere Entscheidungen übersetzen können.
KI als Mittler
Genau hier zeigt sich das Potenzial von künstlicher Intelligenz. Sprachmodelle können komplexe Datenbestände zunehmend gut erschließen. Wenn BIM-Daten – etwa über offene Standards wie IFC – entsprechend strukturiert werden, wird es möglich, Modelle gezielt zu befragen: Welche Bauteile erfüllen eine bestimmte Anforderung? Wo fehlen Attribute? In welchen Projekten wurde bestimmte Elemente und Produkte verbaut, bestimmte Konstruktionsweisen verwendet? Stücklisten, Massen- und Mengenauszüge in natürlicher Sprache abgefragt – zuverlässig auch ohne das vordefinierte Standards eingehalten werden. Aus technischen Modelldaten werden damit verwertbare Informationen für den Projektalltag.
KI als Gate-Opener
Der eigentliche Fortschritt der KI liegt nicht darin, BIM zu vereinfachen. Der Vorteil liegt darin, den Zugang zu BIM-Daten zu erleichtern. Personen mit Informationsbedarf müssen nicht für jede Auswertung auf Expertenwissen in der BIM-Koordination zurückgreifen oder das BIM-Management involvieren – KI kann Abfragen, Analysen und Berichte unterstützen und damit Fachleute entlasten. Die Verantwortung bleibt dennoch beim Menschen.
Datenqualität bleibt die Krux
So groß das Potenzial ist, so klar sind auch die Grenzen. Sprachmodelle können nur dann belastbare Antworten liefern, wenn die zugrunde liegenden Daten gut strukturiert und fachlich richtig vorliegen. Zusätzlich stellen Datenschutz, Vertraulichkeit und IT-Sicherheit zentrale Anforderungen.
BIM wird verständlicher
Aktuelle Anwendungen zeigen klar, wohin die Entwicklung geht: BIM-Modelle lassen sich mit Hilfe von KI befragen, auswerten und für Reports oder Qualitätsprüfungen nutzbar machen. Auch kann automatisierte Datenanreicherung dazu beitragen, BIM-Informationen besser verfügbar zu machen. Für die Bau- und Immobilienwirtschaft ist das ein wichtiger Schritt: BIM liefert die strukturierte Grundlage – KI kann helfen, diese breiter nutzbar zu machen. Nicht als Ersatz für Expertise – denn kundige Modellierende wird es immer brauchen – sondern als Assistenzsystem für bessere Informationsarbeit.
Der nächste Produktivitätsschub entsteht nicht durch noch mehr Daten, sondern dadurch, dass Menschen die vorhandenen Daten verstehen und in bessere Entscheidungen übersetzen können.
SR
AutorSteffen Robbi
Tags
KI
Menschen
Software
Immobilienwirtschaft
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