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Kritik an Zinspolitik der EZB
Kein geeignetes Mittel gegen energiepreisgetriebene Inflation
Fachleute üben Kritik an den jüngsten Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank (EZB). So verweite etwa Christian Sommer, Geschäftsführer von Engel & Völkers Wien Commercial, darauf, dass Zinserhöhungen kein geeignetes Mittel gegen energiepreisgetriebene Inflation seien, da sie weder Rohstoffe verbilligen noch die Ursachen des Preisauftriebs bekämpfen, sondern lediglich Investitionen und Finanzierungen verteuern.
„Eine Zinserhöhung macht weder Erdöl noch Gas oder Strom günstiger. Sie macht aber Finanzierung teurer und damit Investitionen, Projektentwicklungen und Neubauten schwieriger“, erklärt Christian Sommer. „Wir müssen unterscheiden, ob Inflation durch eine überhitzte Nachfrage oder durch externe Kostenfaktoren wie Energiepreise verursacht wird. Wer auf energiepreisgetriebene Inflation mit höheren Zinsen reagiert, riskiert erhebliche Kollateralschäden in der Realwirtschaft.“
Besonders drastisch seien die Auswirkungen auf den Wohnungsneubau, der sich von der vorangegangenen Zinswende und den damit einhergehenden restriktiven Kreditvergaben der Banken noch nicht erholt hat. Gestiegene Eigenkapitalanforderungen, höhere Materialkosten und Zinslasten führten bereits in den vergangenen Jahren zu Stornierungen und Verzögerungen zahlreicher Wohnbauprojekte. Eine weitere Verschärfung der Finanzierungsbedingungen drohe die Neubautätigkeit nun vollends abzuwürgen.
Sommer warnt in diesem Zusammenhang vor zeitversetzten volkswirtschaftlichen Folgeschäden. Da Immobilienprojekte mehrjährige Vorlaufzeiten benötigen, führe der aktuelle Baurückgang unweigerlich zu einem künftigen Versorgungsengpass. Ein verknapptes Wohnungsangebot werde die Mieten und Wohnkosten mittelfristig weiter anheizen, wodurch die Geldpolitik der Notenbank beim Thema Wohnen ihr eigenes Ziel konterkariere.
„Eine Zinserhöhung macht weder Erdöl noch Gas oder Strom günstiger. Sie macht aber Finanzierung teurer und damit Investitionen, Projektentwicklungen und Neubauten schwieriger“, erklärt Christian Sommer. „Wir müssen unterscheiden, ob Inflation durch eine überhitzte Nachfrage oder durch externe Kostenfaktoren wie Energiepreise verursacht wird. Wer auf energiepreisgetriebene Inflation mit höheren Zinsen reagiert, riskiert erhebliche Kollateralschäden in der Realwirtschaft.“
Besonders drastisch seien die Auswirkungen auf den Wohnungsneubau, der sich von der vorangegangenen Zinswende und den damit einhergehenden restriktiven Kreditvergaben der Banken noch nicht erholt hat. Gestiegene Eigenkapitalanforderungen, höhere Materialkosten und Zinslasten führten bereits in den vergangenen Jahren zu Stornierungen und Verzögerungen zahlreicher Wohnbauprojekte. Eine weitere Verschärfung der Finanzierungsbedingungen drohe die Neubautätigkeit nun vollends abzuwürgen.
Sommer warnt in diesem Zusammenhang vor zeitversetzten volkswirtschaftlichen Folgeschäden. Da Immobilienprojekte mehrjährige Vorlaufzeiten benötigen, führe der aktuelle Baurückgang unweigerlich zu einem künftigen Versorgungsengpass. Ein verknapptes Wohnungsangebot werde die Mieten und Wohnkosten mittelfristig weiter anheizen, wodurch die Geldpolitik der Notenbank beim Thema Wohnen ihr eigenes Ziel konterkariere.
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AutorStefan Posch
Tags
Engel & Völkers
Christian Sommer
Engel & Völkers Wien Commercial
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