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Krise am Wohnbaumarkt
VÖB schlägt bei Jahreshauptversammlung Alarm
Die Baukonjunktur in Österreich hat sich massiv eingetrübt. Wie der Verband Österreichischer Betonfertigteilwerke (VÖB) am 20. Mai 2026 bei seiner Jahreshauptversammlung in Linz bekannt gab, belasten geopolitische Spannungen im Nahen Osten und die anhaltende Schwäche im Hochbau die Branche stark. Zwar starteten die Betriebe laut dem VÖB-Konjunkturbarometer mit vorsichtigem Optimismus in das erste Halbjahr 2026, die erhoffte konjunkturelle Erholung sei durch die jüngsten Marktentwicklungen jedoch in weite Ferne gerückt.
Besonders dramatisch stellt sich die Situation im Wohnbau dar. Während auf dem Höhepunkt der letzten Baukonjunktur im Jahr 2017 noch fast 87.000 neue Wohnungen baubewilligt wurden, sank diese Zahl im Jahr 2025 auf nur noch 47.636 Einheiten – ein Rückgang von 45 Prozent. Bei den reinen Neubauten beträgt das Minus sogar 56 Prozent. VÖB-Geschäftsführer Anton Glasmaier warnt vor den Folgen: „Selbst im Jahr 2009, inmitten der Wirtschafts- und Finanzkrise, gab es in Österreich mehr Baubewilligungen für neue Wohnungen als im Vorjahr. Nicht zuletzt deshalb fordern wir als VÖB schon seit einiger Zeit die Einführung eines Bauministeriums, welches sich um wichtige Themen wie die Ankurbelung des Wohnbaus, die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes und den Umweltschutz kümmern soll.“
Neben der Flaute im Wohnbau belasten fehlende Finanzmittel der Gemeinden für Infrastrukturmaßnahmen sowie investitionsunwillige Industriekunden die Branche. Um den Sektor politisch und wirtschaftlich zu stärken, setzt der VÖB auf personelle Verjüngung. Neben dem Vorsitzenden Michael Wardian agieren nun Simone Oberndorfer (Geschäftsführerin Franz Oberndorfer GmbH & Co KG) und Sebastian Eder (Geschäftsführer Systembau Eder GmbH) als neue Stellvertreter. Die Tagung fand symbolisch in der Linzer Raiffeisen Arena statt, die maßgeblich aus regionalen Betonfertigteilen errichtet wurde. Diese kurzen Transportwege sichern laut Verband die regionale Wertschöpfung und entlasten die CO₂-Bilanz.
Trotz der Krise forcieren die Mitgliedsunternehmen ihre Nachhaltigkeitsinitiativen und investieren in strategische Forschungs- und Entwicklungsprojekte (F&E). Das Projekt „agileTragwerksplanung“ zielt durch optimierte Querschnitte auf eine erhebliche Material- und Energieeinsparung ab. Zudem entwickelt der Verband mit „LZinfra“ und „EcoTwin“ digitale Tools zur lückenlosen Lebenszyklus- und Nachhaltigkeitsbewertung von Infrastrukturbauten. Zur Erhöhung der Markttransparenz hat der VÖB zudem standardisierte Umweltproduktdeklarationen (EPDs) etabliert, die als valide Datengrundlage für ganzheitliche Ökobilanzen von Gebäuden dienen.
Besonders dramatisch stellt sich die Situation im Wohnbau dar. Während auf dem Höhepunkt der letzten Baukonjunktur im Jahr 2017 noch fast 87.000 neue Wohnungen baubewilligt wurden, sank diese Zahl im Jahr 2025 auf nur noch 47.636 Einheiten – ein Rückgang von 45 Prozent. Bei den reinen Neubauten beträgt das Minus sogar 56 Prozent. VÖB-Geschäftsführer Anton Glasmaier warnt vor den Folgen: „Selbst im Jahr 2009, inmitten der Wirtschafts- und Finanzkrise, gab es in Österreich mehr Baubewilligungen für neue Wohnungen als im Vorjahr. Nicht zuletzt deshalb fordern wir als VÖB schon seit einiger Zeit die Einführung eines Bauministeriums, welches sich um wichtige Themen wie die Ankurbelung des Wohnbaus, die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes und den Umweltschutz kümmern soll.“
Neben der Flaute im Wohnbau belasten fehlende Finanzmittel der Gemeinden für Infrastrukturmaßnahmen sowie investitionsunwillige Industriekunden die Branche. Um den Sektor politisch und wirtschaftlich zu stärken, setzt der VÖB auf personelle Verjüngung. Neben dem Vorsitzenden Michael Wardian agieren nun Simone Oberndorfer (Geschäftsführerin Franz Oberndorfer GmbH & Co KG) und Sebastian Eder (Geschäftsführer Systembau Eder GmbH) als neue Stellvertreter. Die Tagung fand symbolisch in der Linzer Raiffeisen Arena statt, die maßgeblich aus regionalen Betonfertigteilen errichtet wurde. Diese kurzen Transportwege sichern laut Verband die regionale Wertschöpfung und entlasten die CO₂-Bilanz.
Trotz der Krise forcieren die Mitgliedsunternehmen ihre Nachhaltigkeitsinitiativen und investieren in strategische Forschungs- und Entwicklungsprojekte (F&E). Das Projekt „agileTragwerksplanung“ zielt durch optimierte Querschnitte auf eine erhebliche Material- und Energieeinsparung ab. Zudem entwickelt der Verband mit „LZinfra“ und „EcoTwin“ digitale Tools zur lückenlosen Lebenszyklus- und Nachhaltigkeitsbewertung von Infrastrukturbauten. Zur Erhöhung der Markttransparenz hat der VÖB zudem standardisierte Umweltproduktdeklarationen (EPDs) etabliert, die als valide Datengrundlage für ganzheitliche Ökobilanzen von Gebäuden dienen.
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AutorLaura Fürst
Tags
VÖB
Baukonjunktur
Anton Glasmaier
Verband Österreichischer Betonfertigteilwerke (VÖB)
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