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Mieten in Deutschland steigen weiter

VDP meldet Plus bei Preisen und Mieten

Der anhaltende Wohnungsmangel im Nachbarland Deutschland treibt die Mieten sowie die Kaufpreise für Wohnimmobilien weiter spürbar nach oben – eine Dynamik, die auch die Entwicklungen am österreichischen Wohnungsmarkt widerspiegelt. Wie aus den aktuellen Erhebungen des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) hervorgeht, stiegen die Neuvertragsmieten für Mehrfamilienhäuser im 2. Quartal 2026 bundesweit um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allerdings hat sich die Intensität des Zuwachses im Vergleich zu den vergangenen Quartalen etwas verlangsamt. In den sieben führenden deutschen A-Städten fiel der Anstieg mit durchschnittlich 1,5 Prozent deutlich moderater aus als im bundesweiten Gesamtschnitt. Während Düsseldorf mit plus 3,6 Prozent die stärkste Dynamik aufwies, stagnierten die Neuvertragsmieten in Berlin mit einem Zuwachs von lediglich 0,6 Prozent nahezu.

Auf dem Transaktionsmarkt zeichnet sich ebenfalls eine schrittweise Erholung ab. Deutschlandweit verteuerten sich Wohnungen und Einfamilienhäuser im 2. Quartal um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowie um 0,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2026. In den sieben Metropolen kletterten die Preise mit plus 2,1 Prozent binnen Jahresfrist sogar leicht stärker als im Bundesdurchschnitt. Die höchsten Zuwächse verzeichnete dabei Hamburg mit 3,8 Prozent, gefolgt von Köln (+2,5 %) sowie Frankfurt am Main und Düsseldorf (jeweils +2,4 %). Berlin (+1,6 %) und Stuttgart (+0,7 %) bildeten das Ende des Metropolen-Rankings.

Der VDP, dessen Index auf realen Transaktionsdaten von über 700 Kreditinstituten basiert, führt die Preisentwicklung primär auf ein fundamentales Angebotsdefizit von schätzungsweise rund einer Million fehlenden Wohnungen zurück. VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt lobte in diesem Zusammenhang die jüngsten deutschen Gesetzesinitiativen zur Beschleunigung von Planungsverfahren sowie die Einführung des vereinfachten „Gebäude-Typs E“. Diese Baukosten- und Bürokratiebremsen gelten auch für den österreichischen Markt als wichtiges Referenzmodell: Während Deutschland mit regulatorischen Erleichterungen versucht, den Fertigstellungseinbruch abzufedern, fordert die heimische Immobilienwirtschaft ebenfalls dringend gezielte Finanzierungsanreize und vereinfachte Baustandards, um einen drohenden Engpass am österreichischen Wohnungsmarkt abzuwenden.
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© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 12. August 2026 - zuletzt bearbeitet am 19. August 2026


SP
AutorStefan Posch
Tags
Mieten
Düsseldorf
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Wohnungen
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Deutschland
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