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Neu oder gebraucht? Folgekosten entscheidend
Laut Glorit sprechen mehrere Faktoren für Neubau
Altbau oder Neubau? Beim Immobilienkauf entscheidet längst nicht nur der Kaufpreis. Energieverbrauch, Kühlung, Sanierung und laufende Instandhaltung können die Rechnung über Jahrzehnte erheblich verändern. Genau diese Folgekosten würden beim Immobilienkauf häufig unterschätzt, erklärten Lukas Sattlegger, Geschäftsführer von Glorit und Sachverständiger Günther Nussbaum bei einem Pressegespräch.
Für Sattlegger sprechen derzeit mehrere Faktoren für den Neubaumarkt. Viele Kaufinteressenten hätten auf deutlich fallende Neubaupreise gewartet – ein Einbruch sei jedoch ausgeblieben. Jetzt würden wieder vermehrt Interessenten aktiv werden. Gleichzeitig zeichne sich wieder Aufwärtsdruck ab. „Seit dem Sommer laufen die Verkäufe sehr gut. Wir sind aktuell auf Kurs plus 30 Prozent im Jahesvergleich“, sagt Sattlegger. Glorit habe seine Produktionskapazitäten bereits im vergangenen Jahr erhöht und wolle diese nochmals ausbauen. Auch der Mitarbeiterstand werde wieder aufgestockt.
Für steigende Preise sprechen aus seiner Sicht höhere Baukosten und das geringe Neubauangebot. In Wien werde deutlich zu wenig freifinanzierter Wohnraum gebaut. Sattlegger geht davon aus, dass nicht einmal die Hälfte der eingereichten Projekte eine Finanzierung erhalten werde. Davon könnten jene Bauträger profitieren, die weiterhin neue Projekte starten können.
Beim Vergleich von Alt- und Neubau rücken zudem Energie und sommerliche Überhitzung stärker in den Fokus. Glorit setzt unter anderem auf Bauteilaktivierung und Deckenkühlung sowie auf möglichst weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Auch die Lage bleibe für die langfristige Wertentwicklung entscheidend. Insbesondere rare Standorte mit guter Anbindung an die Stadt sieht Sattlegger im Vorteil.
Sachverständiger Günther Nussbaum bestätigt, dass sich der Markt zunehmend differenziert. „Immobilien, die qualitativ gut sind, verkaufen sich.“ Bei gebrauchten Wohnungen sei die Situation zwar schwieriger, gut ausgestattete und thermisch sanierte Objekte seien aber weiterhin gefragt. Sein Rat lautet, bei der Kaufentscheidung nicht nur auf den Einstiegspreis zu schauen: Sanierungs-, Energie- und Instandhaltungskosten müssten von Beginn an berücksichtigt werden.
Nussbaum plädiert zugleich für weniger Regulierung und einfachere baurechtliche Vorgaben. Entscheidend sei letztlich die Qualität: „Bauts ordentlich, dann spart ihr euch Zeit.“ Eine fachgerecht ausgeführte Fassade müsse beispielsweise rund 40 Jahre halten. Gerade beim Vergleich zwischen günstigem Bestand und teurerem Neubau könnten solche langfristigen Kosten den vermeintlichen Preisvorteil eines älteren Objekts relativieren.
Für Sattlegger sprechen derzeit mehrere Faktoren für den Neubaumarkt. Viele Kaufinteressenten hätten auf deutlich fallende Neubaupreise gewartet – ein Einbruch sei jedoch ausgeblieben. Jetzt würden wieder vermehrt Interessenten aktiv werden. Gleichzeitig zeichne sich wieder Aufwärtsdruck ab. „Seit dem Sommer laufen die Verkäufe sehr gut. Wir sind aktuell auf Kurs plus 30 Prozent im Jahesvergleich“, sagt Sattlegger. Glorit habe seine Produktionskapazitäten bereits im vergangenen Jahr erhöht und wolle diese nochmals ausbauen. Auch der Mitarbeiterstand werde wieder aufgestockt.
Für steigende Preise sprechen aus seiner Sicht höhere Baukosten und das geringe Neubauangebot. In Wien werde deutlich zu wenig freifinanzierter Wohnraum gebaut. Sattlegger geht davon aus, dass nicht einmal die Hälfte der eingereichten Projekte eine Finanzierung erhalten werde. Davon könnten jene Bauträger profitieren, die weiterhin neue Projekte starten können.
Beim Vergleich von Alt- und Neubau rücken zudem Energie und sommerliche Überhitzung stärker in den Fokus. Glorit setzt unter anderem auf Bauteilaktivierung und Deckenkühlung sowie auf möglichst weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Auch die Lage bleibe für die langfristige Wertentwicklung entscheidend. Insbesondere rare Standorte mit guter Anbindung an die Stadt sieht Sattlegger im Vorteil.
Sachverständiger Günther Nussbaum bestätigt, dass sich der Markt zunehmend differenziert. „Immobilien, die qualitativ gut sind, verkaufen sich.“ Bei gebrauchten Wohnungen sei die Situation zwar schwieriger, gut ausgestattete und thermisch sanierte Objekte seien aber weiterhin gefragt. Sein Rat lautet, bei der Kaufentscheidung nicht nur auf den Einstiegspreis zu schauen: Sanierungs-, Energie- und Instandhaltungskosten müssten von Beginn an berücksichtigt werden.
Nussbaum plädiert zugleich für weniger Regulierung und einfachere baurechtliche Vorgaben. Entscheidend sei letztlich die Qualität: „Bauts ordentlich, dann spart ihr euch Zeit.“ Eine fachgerecht ausgeführte Fassade müsse beispielsweise rund 40 Jahre halten. Gerade beim Vergleich zwischen günstigem Bestand und teurerem Neubau könnten solche langfristigen Kosten den vermeintlichen Preisvorteil eines älteren Objekts relativieren.
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AutorStefan Posch
Tags
Glorit
Lukas Sattlegger
Neubau
Altbau
Günter Nussbaumer
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