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Neue ÖNORM bringt Kostensteigerung am Bau
Mehr Auflagen torpedieren leistbaren Wohnbau
Während die Baukosten ungebremst weiter galoppieren, kommt jetzt noch ein zusätzlicher massiver Kostentreiber seitens der Bürokratie. Die überarbeitete ÖNORM B 4119 für Dächer schafft eine neue unnötige Verteuerung, die vor allem im Sanierungs- und Ausbaubereich zu Buche schlagen wird. Immer ärger: Während die Politik leistbaren Wohnbau fordert, stagnieren (bestenfalls) die Wohnbauförderungen und gleichzeitig kommt jetzt eine völlig unnötige künstliche Verteuerung.
Wer künftig unter seinem Dach eine schicke Holzdecke plant, muss laut dem neuen Regelwerk zwingend ein vollwertiges Unterdach ausführen. Die seit Jahrzehnten erprobte, völlig schadensfreie und deutlich günstigere Unterspannung soll plötzlich nicht mehr reichen.
Das Ergebnis dieser normativen Extra-Vergoldung? Satte 5.000 bis 7.000 Euro Mehrkosten pro Einheit. Beim Österreichischen Fertighausverband platzt angesichts dieses gepflegten „Gold Platings“ der Kragen: „Normung macht dort Sinn, wo es um Gebäudetoleranzen oder Türbreiten geht. Nicht jedoch dann, wenn es dem ohnehin weit verbreiteten Gold Plating weiteren Vorschub leistet“, poltert Verbandspräsident Josef Gruber. Vizepräsident Yves Suter fragt trocken: „Was können wir uns eher leisten – das Bauen noch teurer zu machen oder auf eine Vorschrift mehr zu verzichten?“
Besonders sportlich: Die Norm soll bereits im September greifen. Den Bauträgern bleibt damit kaum Zeit, um Verträge, Technik und Kalkulation anzupassen. Der Änderungsvorschlag des Verbandes wurde vom Normenkomitee jedenfalls eiskalt abgelehnt. Man gönnt sich eben sonst nichts auf österreichischen Baustellen.
Wer künftig unter seinem Dach eine schicke Holzdecke plant, muss laut dem neuen Regelwerk zwingend ein vollwertiges Unterdach ausführen. Die seit Jahrzehnten erprobte, völlig schadensfreie und deutlich günstigere Unterspannung soll plötzlich nicht mehr reichen.
Das Ergebnis dieser normativen Extra-Vergoldung? Satte 5.000 bis 7.000 Euro Mehrkosten pro Einheit. Beim Österreichischen Fertighausverband platzt angesichts dieses gepflegten „Gold Platings“ der Kragen: „Normung macht dort Sinn, wo es um Gebäudetoleranzen oder Türbreiten geht. Nicht jedoch dann, wenn es dem ohnehin weit verbreiteten Gold Plating weiteren Vorschub leistet“, poltert Verbandspräsident Josef Gruber. Vizepräsident Yves Suter fragt trocken: „Was können wir uns eher leisten – das Bauen noch teurer zu machen oder auf eine Vorschrift mehr zu verzichten?“
Besonders sportlich: Die Norm soll bereits im September greifen. Den Bauträgern bleibt damit kaum Zeit, um Verträge, Technik und Kalkulation anzupassen. Der Änderungsvorschlag des Verbandes wurde vom Normenkomitee jedenfalls eiskalt abgelehnt. Man gönnt sich eben sonst nichts auf österreichischen Baustellen.
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AutorGerhard Rodler
Tags
Bauen
Politik
Bauwirtschaft
Dach
ÖNORM B 4119
Fertighausverband
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