Ruhrgebiet führt deutsche Logistikmärkte an
1,52 Mio. m² Flächenumsatz an Top-8-Standorten
An den acht bedeutendsten deutschen Logistikstandorten wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 1,52 Mio. m² umgesetzt. Das Ruhrgebiet setzte sich dabei mit 255.500 m² beziehungsweise 17 Prozent des Gesamtvolumens an die Spitze, gefolgt von Frankfurt mit 245.400 m² und Berlin mit 211.000 m².
Von der Gesamtfläche entfielen 1,38 Mio. m² auf reine Hallenfläche, 89.050 m² auf Bürofläche und 54.950 m² auf Mezzaninfläche. Bei den Spitzenmieten zeigte sich ein überwiegend stabiles Bild.
München behauptete mit 13,50 Euro pro Quadratmeter die Führungsposition, wenngleich der seit 2022 bestehende Aufwärtstrend zum Erliegen kam. Berlin folgte mit unverändert 10,50 Euro, Frankfurt und Stuttgart lagen bei jeweils 8,70 Euro. Die Frankfurter Spitzenmiete legte im Halbjahresvergleich um fünf Prozent zu und verzeichnete damit den stärksten Anstieg unter allen Standorten.
Die günstigste Spitzenmiete wurde weiterhin im Ruhrgebiet mit 7,75 Euro erzielt. Bei den Durchschnittsmieten verteidigte München mit 9,20 Euro pro Quadratmeter seinen Spitzenplatz. Hamburg rückte mit 7,30 Euro auf den dritten Rang vor und verzeichnete mit einem Plus von zwölf Prozent die stärkste Verteuerung unter den betrachteten Standorten.
Auch hier blieb das Ruhrgebiet mit 6,50 Euro der günstigste Markt. Mietverträge dominierten das Marktgeschehen deutlich. Insgesamt entfielen 1,47 Mio.
m² beziehungsweise 97 Prozent des Flächenumsatzes auf Anmietungen, während Eigennutzer lediglich 50.400 m² auf sich vereinten. Nach Objekttypen prägten Big-Box-Flächen mit 846.200 m² und einem Anteil von 56 Prozent den Markt. Nicht zugeordnete Objekte kamen auf 479.300 m², Gewerbeparks erreichten 194.300 m².
Die stärkste Nutzergruppe stellte die Branche Logistik und Spedition mit 691.300 m² beziehungsweise 45 Prozent des Gesamtumsatzes. Industrie und Produktion folgten mit 377.100 m², der Handel schloss mit 331.800 m² an. Innerhalb des Handels entfiel mit 229.350 m² der überwiegende Anteil auf den E-Commerce.
Großflächen ab 10.001 m² bestimmten mit 794.140 m² und einem Anteil von 52 Prozent das Geschehen. Mit Ausnahme von München war dieses Segment an sämtlichen Standorten die umsatzstärkste Kategorie. Flächen zwischen 5.001 und 10.000 m² folgten mit 311.450 m², mittlere Flächen zwischen 3.001 und 5.000 m² erreichten 208.390 m².
Kleinstflächen unter 1.000 m² spielten mit 42.070 m² eine nachrangige Rolle.
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