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Militärlogistik als neue Boom-Assetklasse
Benelux führt hier in Europa
Die europäischen Verteidigungsausgaben steigen deutlich – und mit ihnen der Bedarf an hochspezialisierten Industrie- und Logistikimmobilien. Wie eine aktuelle Untersuchung des Immobilienentwicklers und -managers Garbe Industrial zeigt, profitieren von diesem Trend vor allem Regionen in den Benelux-Staaten sowie ausgewählte Knotenpunkte in Nordwestdeutschland. Da die militärische Mobilität im Gegensatz zur allgemeinen Logistik primär auf Kriterien wie Sicherheit, Resilienz, Nähe zu Infrastrukturkorridoren und schnelle Zolleffizienz angewiesen ist, konzentriert sich die künftige Nachfrage auf wenige strategisch entscheidende Standorte.
Um die Eignung europäischer Regionen messbar zu machen, entwickelte Garbe Industrial den sogenannten „Defence Logistics Affinity Score“ (Defence Lofin). Das Modell bewertet Standorte anhand von Faktoren wie der Anbindung an das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-V), der Multimodalität, der Autobahnnetzwerk-Qualität, der Geländestruktur und effizienten Zollprozessen. Das Ergebnis fällt streng aus: Nur sechs Prozent der Landmasse in den 25 untersuchten Ländern erzielen einen hohen Score von über fünf Punkten (Maximalwert: sieben). Während die Niederlande und Belgien zu rund zwei Dritteln diese Top-Werte erreichen, liegt der Anteil in Deutschland bei 22 Prozent und in Italien bei elf Prozent.
Im europäischen Städteranking belegen Rotterdam mit einem Lofin-Wert von 7 sowie Antwerpen und Amsterdam mit jeweils 6,7 Punkten die Spitzenplätze. Zu den bestbewerteten deutschen Standorten zählen Karlsruhe/Mannheim, Duisburg und Hamburg mit jeweils 6,6 sowie Hannover mit 6,4 Punkten. Sie punkten vor allem durch die Bündelung leistungsfähiger Schienen-, Straßen- und Wasserwege, die für die geforderte Redundanz und Resilienz bei militärischen Transporten unerlässlich sind. Auch Wien erreicht im Ranking mit 6,4 Punkten eine Top-Platzierung.
Der finanzielle Hebel hinter dieser Entwicklung ist enorm: Bis 2030 dürften die Beschaffungsausgaben im europäischen Verteidigungssektor um knapp 152 Milliarden Euro steigen. Garbe Industrial schätzt, dass daraus ein potenzieller Flächenbedarf von 37 bis 75 Millionen Quadratmetern entsteht. Da viele Objekte für den Eigenbedarf errichtet werden, dürfte für den institutionellen Immobilieninvestmentmarkt ein verfügbares Nachfragepotenzial von etwa 7,5 bis 14,9 Millionen Quadratmetern verbleiben. Projektentwicklungen und Investitionen dürften sich daher künftig verstärkt an den ermittelten Korridoren ausrichten.
Um die Eignung europäischer Regionen messbar zu machen, entwickelte Garbe Industrial den sogenannten „Defence Logistics Affinity Score“ (Defence Lofin). Das Modell bewertet Standorte anhand von Faktoren wie der Anbindung an das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-V), der Multimodalität, der Autobahnnetzwerk-Qualität, der Geländestruktur und effizienten Zollprozessen. Das Ergebnis fällt streng aus: Nur sechs Prozent der Landmasse in den 25 untersuchten Ländern erzielen einen hohen Score von über fünf Punkten (Maximalwert: sieben). Während die Niederlande und Belgien zu rund zwei Dritteln diese Top-Werte erreichen, liegt der Anteil in Deutschland bei 22 Prozent und in Italien bei elf Prozent.
Im europäischen Städteranking belegen Rotterdam mit einem Lofin-Wert von 7 sowie Antwerpen und Amsterdam mit jeweils 6,7 Punkten die Spitzenplätze. Zu den bestbewerteten deutschen Standorten zählen Karlsruhe/Mannheim, Duisburg und Hamburg mit jeweils 6,6 sowie Hannover mit 6,4 Punkten. Sie punkten vor allem durch die Bündelung leistungsfähiger Schienen-, Straßen- und Wasserwege, die für die geforderte Redundanz und Resilienz bei militärischen Transporten unerlässlich sind. Auch Wien erreicht im Ranking mit 6,4 Punkten eine Top-Platzierung.
Der finanzielle Hebel hinter dieser Entwicklung ist enorm: Bis 2030 dürften die Beschaffungsausgaben im europäischen Verteidigungssektor um knapp 152 Milliarden Euro steigen. Garbe Industrial schätzt, dass daraus ein potenzieller Flächenbedarf von 37 bis 75 Millionen Quadratmetern entsteht. Da viele Objekte für den Eigenbedarf errichtet werden, dürfte für den institutionellen Immobilieninvestmentmarkt ein verfügbares Nachfragepotenzial von etwa 7,5 bis 14,9 Millionen Quadratmetern verbleiben. Projektentwicklungen und Investitionen dürften sich daher künftig verstärkt an den ermittelten Korridoren ausrichten.
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AutorEngelbert Abt
Tags
Garbe
Niederlande
Logistik
Mobilität
Analyse
garbe industrial
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