Sanitärhersteller legt ESG-Bericht vor
Hansgrohe bereitet sich mit einer Nutzung von 98 Prozent Ökostrom auf kommende EU-Vorgaben vor.
In einem anspruchsvollen Marktumfeld und vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen hat die Hansgrohe Group ihren neuesten Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt. Das Dokument zeigt auf, wie das Unternehmen seine Ziele in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance systematisch steuert. Im abgelaufenen Jahr erzielte der Konzern einen Umsatz von 1,375 Milliarden Euro und setzte parallel Maßnahmen für Klimaschutz sowie Ressourceneffizienz um.
Ein zentraler Aspekt der operativen Umsetzung ist der hohe Anteil erneuerbarer Energien in der Produktion. Laut Bericht nutzt das Unternehmen mittlerweile 98 Prozent erneuerbaren Strom. Zudem verzeichnet der Sanitärhersteller Fortschritte bei internationalen Ratings sowie beim Einsatz kreislauffähiger Materialien. Ein breites Portfolio an wasser- und energieeffizienten Armaturen soll die Verankerung der Nachhaltigkeit im Geschäftsmodell verdeutlichen. Die Initiative ECO 2030 treibt dabei die Weiterentwicklung ressourcenschonender Produkte voran. Ergänzend dokumentiert der Bericht die aktuellen Maßnahmen im Abfallmanagement und bei der Verwendung recycelter Werkstoffe.
Im sozialen Bereich fokussiert sich der Hersteller auf Arbeitssicherheit, Chancengerechtigkeit und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Eine internationale Befragung aus dem Jahr 2025 ergab eine Mitarbeitendenzufriedenheit von 81 Prozent. Themen wie Weiterbildung, Gesundheit und Familienfreundlichkeit prägen die strategische Ausrichtung als Arbeitgeber.
Hinsichtlich der Governance-Strukturen legt der Konzern den Schwerpunkt auf Compliance, interne Kontrollsysteme und ein stringentes Risikomanagement. Verbindliche Lieferantenstandards und Schulungen sollen eine verantwortungsvolle Unternehmenskultur absichern. Ab dem Berichtsjahr 2027 unterliegt das Unternehmen der europäischen Corporate Sustainability Reporting Directive. Um die regulatorischen Anforderungen frühzeitig zu erfüllen, orientiert sich die aktuelle Berichterstattung bereits in ihrer Struktur und Datentiefe an den kommenden Vorgaben sowie an der EU-Taxonomie. Dieser Schritt soll die Transparenz erhöhen und die interne Steuerungsfähigkeit des Unternehmens für die Zukunft stärken.
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