Immomedien
Nachhaltigkeitimmomedien.atimmoflash.at
 / Lesezeit 1 min

Nachholbedarf am Bau

Branche nutzt vorhandene Materialien kaum

Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft hat ein neues Positionspapier zu nachhaltigen Baustoffen vorgelegt und sieht erheblichen Nachholbedarf in der Baupraxis. Die Analyse wurde im März 2026 in Wien veröffentlicht und zeigt, warum vorhandene Materialien wie Holz, Lehm oder Hanf bislang nur begrenzt eingesetzt werden – trotz wachsender Klimaanforderungen.

Ausgangspunkt ist die hohe Relevanz des Sektors: Rund 40 Prozent der globalen CO₂-Emissionen entfallen auf Bau, Betrieb und Nutzung von Gebäuden. Gleichzeitig stehen laut ÖGNI bereits heute zahlreiche Alternativen zu konventionellen Baustoffen zur Verfügung. Neben natürlichen Materialien nennt die Organisation auch industrielle Innovationen wie CO₂-reduzierte oder perspektivisch CO₂-frei gebrannte Ziegel.

„Es ist möglich, CO₂-frei zu bauen, und in vielen Fällen brauchen wir gar nichts Neues erfinden. Viele Lösungen liegen bereits vor uns – in Schafställen, Lehmgruben und auf unseren Feldern“, so Peter Engert.

Das Positionspapier basiert auf der Arbeit einer interdisziplinären Expertengruppe und identifiziert mehrere strukturelle Hemmnisse. Dazu zählen fehlende regulatorische Vorgaben, insbesondere bei CO₂-Grenzwerten, eine unzureichende Datenbasis zu Baustoffen sowie Unsicherheiten in Genehmigungsprozessen. Auch Defizite in Ausbildung und Fachwissen entlang der Wertschöpfungskette bremsen die Umsetzung.

Als Gegenmaßnahmen fordert die ÖGNI unter anderem verpflichtende Lebenszyklusanalysen für Gebäude, den Aufbau transparenter Materialdatenbanken sowie gezielte Fördermodelle für nachhaltige Baustoffe. Zudem müsse Know-how in Planung, Ausführung und Betrieb systematisch gestärkt werden.

„Nachhaltige Baustoffe sind keine Frage der technischen Machbarkeit mehr, sondern der konsequenten Umsetzung in Planung und Baupraxis“, betont Florian Wehrberger. „Dafür braucht es klare Rahmenbedingungen, aber vor allem Kompetenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

Die Organisation sieht in nachhaltigen Materialien nicht nur einen Beitrag zur Emissionsreduktion, sondern auch einen wirtschaftlichen Faktor. Sie könnten langfristig die Wertstabilität von Immobilien erhöhen und regulatorische Risiken reduzieren. Entscheidend sei nun, vorhandene Lösungen breiter in den Markt zu bringen.
Immomedien

Registrieren. Weiterlesen. Vorteile genießen.

Egal ob Sie exklusive Artikel, ein Unternehmensprofil anlegen oder Applikationen wie unser interaktives Firmenbuch nutzen wollen. Wir haben garantiert das richtige Abo-Paket für Ihre Zwecke parat.

Ihre Vorteile

  • Erstellen eines ausführlichen Personenprofils
  • Testweise 3 Immobilien Magazin Printausgaben
  • Lesezeichen für Artikel, Jobs und Events
  • Erstellen von Pressemitteilungen, Events und Jobs
  • Erstellen eines ausführlichen Firmenprofils
  • Schalten Sie über unsere Abonnements weitere Funktionen frei und erhalten Sie den vollen Zugang zu allen Artikeln!

PRO Abo monatlich

20,- € / Monat exkl. MwSt.

Vorteile entdecken

Pro Abo

120,- € / Jahr exkl. MwSt.

Unlimitierter Zugang zu allen Leistungen inkl. 5 Personen Abos

Vorteile entdecken

Networking AddOn

584,- € / Jahr exkl. MwSt.

Vorteile entdecken

Premium Abo

1.200,- € / Jahr exkl. MwSt.

Erstellen Sie Ihr ausführliches Personenprofil, Zugang zum digitalen Immobilien Magazin

Vorteile entdecken

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 24. März 2026 - zuletzt bearbeitet am 31. März 2026


LF
AutorLaura Fürst
Tags
ÖGNI
Positionspapier
2026
Nachhaltige Baustoffe
Peter Engert
Florian Wehrberger
Immomedien
Informiert bleiben.

Treffen Sie eine Selektion unserer Newsletter zu buildingTIMES, immoflash, Immobilien Magazin, immo7news, immojobs, immotermin oder dem Morgenjournal

Jetzt anmelden

© Cachalot Media House GmbH - Alle Rechte vorbehalten