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Asiatische Investoren auf Rückzug
Europäische Investoren erobern Terrain zurück
Die restriktiven Reisebeschränkungen durch die Covid-Pandemie haben auch Veränderungen der Investorenlandschaft zur Folge. Laut einer Umfrage von PwC und dem Urban Land Institute (ULI) in der 18. Ausgabe des Berichts "Emerging Trends in Real Estate Europe" unter fast 1.000 Branchenführern in ganz Europa, werden inländische und europäische Investoren künftig in Europa eine wesentlich größere Rolle spielen als die Jahre zuvor. Auch wenn das asiatische Kapital, das nach Europa fließt, zunehmen wird, wird der Prozentsatz der Akteure abnehmen, so die Umfrage. Ein Indiz dafür ist, dass die bereits abgeschlossenen Deals sowie jene, die bereits in der Due Diligence-Phase sind, hauptsächlich von bestehenden Partnern getätigt werden, Geschäftsbeziehungen mit neuen Akteuren, vor allem aus dem asiatischen Raum, seien durch die Beschränkungen weniger geworden.
Auch wenn Immobilien im Allgemeinen gegenüber anderen Anlageklassen noch akzeptable Renditen liefern, habe sich auch die Investmentlandschaft verändert. Durch den sogenannten "Digital Switch", also der Beschleunigung des Digitalisierungstempos, rücken neben Logistikimmobilien immer mehr Kommunikationstürme, Rechenzentren und vor allem Immobilien aus dem Gesundheitssektor - etwa Labors sowie Produktionsstätten von Pharma-Erzeugnissen - in den Vordergrund. Nach wie vor weit oben auf dem Speisezettel der Investoren finden sich natürlich Wohnimmobilien und Büros, dafür ist das Interesse an Einzelhandelsimmobilien eher abgekühlt. Simon Hampton, Real Assets Leader bei PwC UK: "Die Unsicherheit dieses Jahres hat die Prioritäten in diesem Sektor verschoben. Wir haben eine Abkehr von den Hauptsektoren Einzelhandel, Gastgewerbe und Freizeit gesehen, eine Pause in Bezug auf Büros und eine zunehmende Nachfrage nach alternativen Sektoren wie Wohnen, Rechenzentren, Biowissenschaften / Gesundheit, Energie- und Kommunikationsinfrastruktur und a anhaltender Wunsch nach gewerblichen Schutz- und Logistiklagern."
Lisette van Doorn, CEO von ULI Europe, sieht einen Wendepunkt in der Europäischen Immobilienlandschaft: "Einerseits versucht sie ihre künftige Rolle in der Gesellschaft herauszuarbeiten, während sie sich andererseits den zyklischen Herausforderungen nach dem Ausbruch der Pandemie Anfang dieses Jahres und der damit verbundenen anhaltenden Unsicherheit stellen. Die Suche nach Rendite, die heute noch dominanter ist als vor COVID, zieht weiterhin Investoren für Immobilien in den sichersten Häfen in ganz Europa an." Gareth Lewis, Real Estate Director at PwC UK: "Die Pandemie hat eine Reihe zuvor identifizierter struktureller Trends verstärkt. Dazu gehört der Anstieg des E-Commerce und des Remote-Arbeitens, der Investoren und die gesamte Branche veranlasst, das historische Risiko- und Renditeprofil für viele Arten von Immobilien zu überprüfen."
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AutorCharles Steiner
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