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Bau-Revolution in Niederösterreich
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Und das sind die Schlagzeilen des Tages:
Bau-Revolution in Niederösterreich
Zinshäuser: Comeback 2026?
Anna-Lindh-Haus schon komplett vergeben
Und jetzt die Meldungen im Detail:
Bau-Revolution in Niederösterreich
Seit 1. März gilt die große Novelle der Niederösterreichischen Bauordnung 2014. Christiane Teschl-Hofmeister und Martin Schuster sprechen von der modernsten Bau- und Umbauordnung im Vergleich aller neun Bundesländer. Ihr erklärtes Ziel: Bauen und Sanieren einfacher und vor allem günstiger machen. Denn jede zusätzliche Auflage treibt am Ende auch die Mieten und Kaufpreise nach oben.
Kernpunkt der Reform ist das Verfahren. Das bisherige Anzeigeverfahren fällt weg. Künftig erhalten Bauwerber verbindliche Bescheide. Das schafft klare Zuständigkeiten, mehr Transparenz und vor allem Planungssicherheit für Bauträger, Gemeinden und Investoren. Projekte sollen schneller starten können.
Erleichterungen gibt es auch für Bestandsgebäude. Wer ein Haus mit Bewilligung vor Februar 2015 aufstockt oder die Nutzung ändert, muss nicht automatisch alle neuen technischen Standards erfüllen. Das senkt Kosten und macht Nachverdichtung attraktiver. Gleichzeitig erlaubt das Land ein geringfügiges Überbauen der Gebäudehöhe. So lassen sich bestehende Flächen besser nutzen, ohne neuen Boden zu versiegeln.
Auch bei Bauabständen, Flachdächern und Stellplatzpflichten lockert Niederösterreich die Regeln. Das eröffnet mehr Spielraum in der Planung und stärkt vor allem Projekte in Ortskernen. Genau dort will das Land Verdichtung fördern und den Flächenverbrauch bremsen.
Zinshäuser: Comeback 2026?
Der Wiener Projektentwickler Grossmann + Kaswurm sieht 2026 ein attraktives Einstiegsfenster. Seit Beginn der Marktverwerfungen realisierte das Unternehmen 186 Wohneinheiten mit rund 14.800 Quadratmetern Nutzfläche – trotz schwierigem Umfeld. Aktuell steuert es Projekte im Volumen von rund 89 Millionen Euro, von Bestandsobjekten über Dachbodenausbauten bis zu Neubauten.
Geschäftsführer Benedikt Grossmann beobachtet ein Comeback des klassischen Zinshausmodells: ankaufen, sanieren, parifizieren, abverkaufen. Deutlich niedrigere Einstiegspreise gleichen einen Großteil der höheren Finanzierungs- und Baukosten aus. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Altbauwohnungen in Wien hoch. Bei stabilen Zinsen und wenig Wettbewerb sieht Grossmann ein klares Zeitfenster für Investoren.
Co-Geschäftsführer Peter Kaswurm ortet die Bremse vor allem bei Regulierung und Finanzierung. Vorgaben der Finanzmarktaufsicht und eine vorsichtige Kreditvergabe drücken die Quote oft auf rund sechzig Prozent – bei konservativen Bewertungen. Viele Projekte kommen so gar nicht erst vom Fleck.
Grossmann + Kaswurm setzt daher auf selektive Zukäufe mit klar kalkulierbarer Substanz und guten Lagen. Beispiele sind Soda House im 18. Bezirk, Parkside im sechsten und Flow nahe der Alten Donau im 21. Bezirk.
Anna-Lindh-Haus schon komplett vergeben
Die CA Immo erreicht für das Anna-Lindh-Haus in der Berliner Europacity eine Vorvermietungsquote von hundert Prozent. Zwei langfristige Mietverträge über rund 16.700 Quadratmeter sichern die Vollvermietung bereits ein Jahr vor Übergabe. Der Einzug ist für das zweite Quartal 2027 geplant. Die Immobilie wird dann jährlich rund 7,9 Millionen Euro an Bruttomiete erwirtschaften.
Damit sind alle aktuell in Berlin im Bau befindlichen Projekte von CA Immo – insgesamt rund 62.500 Quadratmeter in drei Entwicklungen – vollständig vorvermietet. Erst vor kurzem hatte das Unternehmen einen Großabschluss bei den Karlsgärten nahe dem Potsdamer Platz gemeldet.
Das Anna-Lindh-Haus entsteht direkt gegenüber dem Berliner Hauptbahnhof und wird das erste Bürogebäude in Holzhybridbauweise in der Europacity. Der CO₂-Ausstoß liegt rund dreißig Prozent unter einem Standardgebäude, der Energiebedarf etwa siebzig Prozent darunter. Photovoltaik, vollständige Elektrifizierung und angestrebte Platin-Zertifikate bei Dgnb, Well und WiredScore unterstreichen den ESG-Fokus.
Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at
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Seit 1. März gilt die große Novelle der Niederösterreichischen Bauordnung 2014. Christiane Teschl-Hofmeister und Martin Schuster sprechen von der modernsten Bau- und Umbauordnung im Vergleich aller neun Bundesländer. Ihr erklärtes Ziel: Bauen und Sanieren einfacher und vor allem günstiger machen. Denn jede zusätzliche Auflage treibt am Ende auch die Mieten und Kaufpreise nach oben.
Kernpunkt der Reform ist das Verfahren. Das bisherige Anzeigeverfahren fällt weg. Künftig erhalten Bauwerber verbindliche Bescheide. Das schafft klare Zuständigkeiten, mehr Transparenz und vor allem Planungssicherheit für Bauträger, Gemeinden und Investoren. Projekte sollen schneller starten können.
Erleichterungen gibt es auch für Bestandsgebäude. Wer ein Haus mit Bewilligung vor Februar 2015 aufstockt oder die Nutzung ändert, muss nicht automatisch alle neuen technischen Standards erfüllen. Das senkt Kosten und macht Nachverdichtung attraktiver. Gleichzeitig erlaubt das Land ein geringfügiges Überbauen der Gebäudehöhe. So lassen sich bestehende Flächen besser nutzen, ohne neuen Boden zu versiegeln.
Auch bei Bauabständen, Flachdächern und Stellplatzpflichten lockert Niederösterreich die Regeln. Das eröffnet mehr Spielraum in der Planung und stärkt vor allem Projekte in Ortskernen. Genau dort will das Land Verdichtung fördern und den Flächenverbrauch bremsen.
Zinshäuser: Comeback 2026?
Der Wiener Projektentwickler Grossmann + Kaswurm sieht 2026 ein attraktives Einstiegsfenster. Seit Beginn der Marktverwerfungen realisierte das Unternehmen 186 Wohneinheiten mit rund 14.800 Quadratmetern Nutzfläche – trotz schwierigem Umfeld. Aktuell steuert es Projekte im Volumen von rund 89 Millionen Euro, von Bestandsobjekten über Dachbodenausbauten bis zu Neubauten.
Geschäftsführer Benedikt Grossmann beobachtet ein Comeback des klassischen Zinshausmodells: ankaufen, sanieren, parifizieren, abverkaufen. Deutlich niedrigere Einstiegspreise gleichen einen Großteil der höheren Finanzierungs- und Baukosten aus. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Altbauwohnungen in Wien hoch. Bei stabilen Zinsen und wenig Wettbewerb sieht Grossmann ein klares Zeitfenster für Investoren.
Co-Geschäftsführer Peter Kaswurm ortet die Bremse vor allem bei Regulierung und Finanzierung. Vorgaben der Finanzmarktaufsicht und eine vorsichtige Kreditvergabe drücken die Quote oft auf rund sechzig Prozent – bei konservativen Bewertungen. Viele Projekte kommen so gar nicht erst vom Fleck.
Grossmann + Kaswurm setzt daher auf selektive Zukäufe mit klar kalkulierbarer Substanz und guten Lagen. Beispiele sind Soda House im 18. Bezirk, Parkside im sechsten und Flow nahe der Alten Donau im 21. Bezirk.
Anna-Lindh-Haus schon komplett vergeben
Die CA Immo erreicht für das Anna-Lindh-Haus in der Berliner Europacity eine Vorvermietungsquote von hundert Prozent. Zwei langfristige Mietverträge über rund 16.700 Quadratmeter sichern die Vollvermietung bereits ein Jahr vor Übergabe. Der Einzug ist für das zweite Quartal 2027 geplant. Die Immobilie wird dann jährlich rund 7,9 Millionen Euro an Bruttomiete erwirtschaften.
Damit sind alle aktuell in Berlin im Bau befindlichen Projekte von CA Immo – insgesamt rund 62.500 Quadratmeter in drei Entwicklungen – vollständig vorvermietet. Erst vor kurzem hatte das Unternehmen einen Großabschluss bei den Karlsgärten nahe dem Potsdamer Platz gemeldet.
Das Anna-Lindh-Haus entsteht direkt gegenüber dem Berliner Hauptbahnhof und wird das erste Bürogebäude in Holzhybridbauweise in der Europacity. Der CO₂-Ausstoß liegt rund dreißig Prozent unter einem Standardgebäude, der Energiebedarf etwa siebzig Prozent darunter. Photovoltaik, vollständige Elektrifizierung und angestrebte Platin-Zertifikate bei Dgnb, Well und WiredScore unterstreichen den ESG-Fokus.
Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at
LF
AutorLaura Fürst
Tags
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Bauordnung 2014
Novelle
Grossmann + Kaswurm
benedikt grossmann
Peter Kaswurm
CA Immo
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