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Betrugsermittlungen gegen Top-Immomanager
Willkommen beim Immoflash-Morgenjournal
Diesen Podcast widmet Ihnen:
myhive Offices. Büros, in die man gern kommt.
Infos auf myhive-offices.com
Und das sind die Schlagzeilen des Tages:
Betrugsermittlungen gegen Top-Immomanager
Nach Zins-Schock kommt Stabilisierung
Neues Mega-Hostel mitten in Berlin
Und jetzt die Meldungen im Detail:
Betrugsermittlungen gegen Top-Immomanager
Laut einem Bericht der Tageszeitung Der Standard ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegen mehrere Vertreter im Umfeld der Soravia und ihres Deutschland-Geschäfts. Im Raum steht der Verdacht auf gewerbs- und bandenmäßigen Betrug. Betroffen sein sollen drei bis vier Manager und Berater. Worum es inhaltlich genau geht, dazu nennen die Behörden keine Details. Das Verfahren läuft.
Hintergrund sind Anlegergelder, die Soravia zur Finanzierung von Immobilienprojekten eingesammelt hat. In Deutschland zahlte das Unternehmen ab Ende 2023 viele dieser Beträge nicht wie vereinbart zurück. Als Grund nannte Soravia Marktverwerfungen. Eine deutsche Finanz-Tochter, die das Geld verwaltete, ging 2024 in Insolvenz. Ein Jahr später hob man das Verfahren wieder auf, nachdem andere kleinere Konzerntöchter auf Forderungen verzichteten. Für viele Kleinanleger blieb am Ende nur rund fünf Prozent ihres eingesetzten Kapitals.
Soravia erklärte gegenüber dem Standard, man kenne keine Ermittlungen gegen Herrn Soravia oder Mitarbeitende der Gruppe. Das Unternehmen betont, die Gruppe selbst sei nicht betroffen. Die Staatsanwaltschaft äußert sich nicht weiter und verweist auf ein laufendes Verfahren.
Nach Zins-Schock kommt Stabilisierung
Der aktuelle Immobilien-Compass 2025 der Compass-Gruppe gemeinsam mit DataScience Service zeigt: Der österreichische Wohnimmobilienmarkt findet zurück in ruhigeres Fahrwasser. Zwischen 2022 und 2023 sprang der Leitzins von null auf rund viereinhalb Prozent. Die Zahl der Kaufverträge halbierte sich fast, von bis zu 32.000 pro Quartal auf rund 17.000.
Seit Ende 2023 sinken die Zinsen Schritt für Schritt. Aktuell liegt der Leitzins bei rund zweieinhalb Prozent, Kredite kosten im Schnitt rund dreieinhalb Prozent. Das bringt wieder Planbarkeit. Die Abschlüsse steigen auf rund 22.000 bis 23.000 pro Quartal.
Rechtsanwalt Klaus Pfeiffer von Weber & Co. Rechtsanwälte sagt, nicht das Zinsniveau selbst habe überrascht,
sondern das Tempo der Verteuerung, vor allem bei variablen Krediten. Seine Lehre aus der Krise: stärker auf fixe Zinsen setzen, denn Banken bewerten konservativer und verlangen mehr Sicherheiten.
Auch regional zeigt sich die Erholung deutlich. In Wien steigt das Transaktionsvolumen von rund 7,7 auf 10,8 Milliarden Euro. In Tirol wächst es um mehr als 60 Prozent, in Vorarlberg um über 50 Prozent.
Getragen wird der Markt vor allem von Käufern zwischen 30 und 49 Jahren. Sie dominieren bei Einfamilienhäusern und Wohnungen. Grundstücke kaufen häufiger auch Menschen in späteren Vermögensphasen.
Neues Mega-Hostel mitten in Berlin
Die Berliner Kette a&o Hostels kauft ein ehemaliges Bürogebäude in der Rudi-Dutschke-Straße, nur wenige Schritte vom Checkpoint Charlie entfernt. Dort eröffnet das Unternehmen im ersten Quartal 2027 sein bislang größtes Haus – und zugleich das größte Hostel Europas. Geplant sind rund sechshundertzehn Zimmer mit insgesamt etwa zweieinhalbtausend Betten.
Das Gebäude umfasst rund einunddreißigtausend Quadratmeter. Für den Umbau investiert a&o rund vierzig Millionen Euro. Mit dem neuen Standort steigt die Gesamtkapazität der Gruppe in Berlin auf rund achttausend Betten. Es ist bereits das fünfte Haus der Kette in der deutschen Hauptstadt.
Gründer und CEO Oliver Winter spricht von einem Meilenstein. Berlin bleibe eine der wichtigsten Destinationen Europas, geprägt von Geschichte, Kultur und Lifestyle. Der neue Standort knüpfe symbolisch an die Anfänge des Unternehmens an, das vor über fünfundzwanzig Jahren ebenfalls in Berlin startete.
Rund ein Drittel der Zimmer soll als Doppel- und Familienzimmer geführt werden, knapp siebzig Prozent als klassische Mehrbettzimmer. Damit bleibt das Konzept klar auf günstige Übernachtungen in zentraler Lage ausgerichtet.
Der Ankauf ist Teil einer ambitionierten Wachstumsstrategie. Gemeinsam mit den Eigentümern StepStone Group und Proprium Capital Partners verfolgt a&o einen Expansionsplan von rund fünfhundert Millionen Euro. Im Fokus stehen Übernahmen und die Umwandlung älterer Büro- und Hotelimmobilien in stark nachgefragten Innenstadtlagen. In den vergangenen zwei Jahren wuchs die Gruppe bereits um rund elftausend Betten.
Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at.
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Und das sind die Schlagzeilen des Tages:
Betrugsermittlungen gegen Top-Immomanager
Nach Zins-Schock kommt Stabilisierung
Neues Mega-Hostel mitten in Berlin
Und jetzt die Meldungen im Detail:
Betrugsermittlungen gegen Top-Immomanager
Laut einem Bericht der Tageszeitung Der Standard ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegen mehrere Vertreter im Umfeld der Soravia und ihres Deutschland-Geschäfts. Im Raum steht der Verdacht auf gewerbs- und bandenmäßigen Betrug. Betroffen sein sollen drei bis vier Manager und Berater. Worum es inhaltlich genau geht, dazu nennen die Behörden keine Details. Das Verfahren läuft.
Hintergrund sind Anlegergelder, die Soravia zur Finanzierung von Immobilienprojekten eingesammelt hat. In Deutschland zahlte das Unternehmen ab Ende 2023 viele dieser Beträge nicht wie vereinbart zurück. Als Grund nannte Soravia Marktverwerfungen. Eine deutsche Finanz-Tochter, die das Geld verwaltete, ging 2024 in Insolvenz. Ein Jahr später hob man das Verfahren wieder auf, nachdem andere kleinere Konzerntöchter auf Forderungen verzichteten. Für viele Kleinanleger blieb am Ende nur rund fünf Prozent ihres eingesetzten Kapitals.
Soravia erklärte gegenüber dem Standard, man kenne keine Ermittlungen gegen Herrn Soravia oder Mitarbeitende der Gruppe. Das Unternehmen betont, die Gruppe selbst sei nicht betroffen. Die Staatsanwaltschaft äußert sich nicht weiter und verweist auf ein laufendes Verfahren.
Nach Zins-Schock kommt Stabilisierung
Der aktuelle Immobilien-Compass 2025 der Compass-Gruppe gemeinsam mit DataScience Service zeigt: Der österreichische Wohnimmobilienmarkt findet zurück in ruhigeres Fahrwasser. Zwischen 2022 und 2023 sprang der Leitzins von null auf rund viereinhalb Prozent. Die Zahl der Kaufverträge halbierte sich fast, von bis zu 32.000 pro Quartal auf rund 17.000.
Seit Ende 2023 sinken die Zinsen Schritt für Schritt. Aktuell liegt der Leitzins bei rund zweieinhalb Prozent, Kredite kosten im Schnitt rund dreieinhalb Prozent. Das bringt wieder Planbarkeit. Die Abschlüsse steigen auf rund 22.000 bis 23.000 pro Quartal.
Rechtsanwalt Klaus Pfeiffer von Weber & Co. Rechtsanwälte sagt, nicht das Zinsniveau selbst habe überrascht,
sondern das Tempo der Verteuerung, vor allem bei variablen Krediten. Seine Lehre aus der Krise: stärker auf fixe Zinsen setzen, denn Banken bewerten konservativer und verlangen mehr Sicherheiten.
Auch regional zeigt sich die Erholung deutlich. In Wien steigt das Transaktionsvolumen von rund 7,7 auf 10,8 Milliarden Euro. In Tirol wächst es um mehr als 60 Prozent, in Vorarlberg um über 50 Prozent.
Getragen wird der Markt vor allem von Käufern zwischen 30 und 49 Jahren. Sie dominieren bei Einfamilienhäusern und Wohnungen. Grundstücke kaufen häufiger auch Menschen in späteren Vermögensphasen.
Neues Mega-Hostel mitten in Berlin
Die Berliner Kette a&o Hostels kauft ein ehemaliges Bürogebäude in der Rudi-Dutschke-Straße, nur wenige Schritte vom Checkpoint Charlie entfernt. Dort eröffnet das Unternehmen im ersten Quartal 2027 sein bislang größtes Haus – und zugleich das größte Hostel Europas. Geplant sind rund sechshundertzehn Zimmer mit insgesamt etwa zweieinhalbtausend Betten.
Das Gebäude umfasst rund einunddreißigtausend Quadratmeter. Für den Umbau investiert a&o rund vierzig Millionen Euro. Mit dem neuen Standort steigt die Gesamtkapazität der Gruppe in Berlin auf rund achttausend Betten. Es ist bereits das fünfte Haus der Kette in der deutschen Hauptstadt.
Gründer und CEO Oliver Winter spricht von einem Meilenstein. Berlin bleibe eine der wichtigsten Destinationen Europas, geprägt von Geschichte, Kultur und Lifestyle. Der neue Standort knüpfe symbolisch an die Anfänge des Unternehmens an, das vor über fünfundzwanzig Jahren ebenfalls in Berlin startete.
Rund ein Drittel der Zimmer soll als Doppel- und Familienzimmer geführt werden, knapp siebzig Prozent als klassische Mehrbettzimmer. Damit bleibt das Konzept klar auf günstige Übernachtungen in zentraler Lage ausgerichtet.
Der Ankauf ist Teil einer ambitionierten Wachstumsstrategie. Gemeinsam mit den Eigentümern StepStone Group und Proprium Capital Partners verfolgt a&o einen Expansionsplan von rund fünfhundert Millionen Euro. Im Fokus stehen Übernahmen und die Umwandlung älterer Büro- und Hotelimmobilien in stark nachgefragten Innenstadtlagen. In den vergangenen zwei Jahren wuchs die Gruppe bereits um rund elftausend Betten.
Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at.
LF
AutorLaura Fürst
Tags
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