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Haftstrafen nach Immobilienskandal

Ein jahrelanger Immobilienskandal endet mit mehrjährigen Haftstrafen, während sich Österreichs größte Baukonzerne auf dem internationalen Markt behaupten. Das sind die Themen im heutigen Immoflash Morgenjournal.

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Haftstrafen nach Millionen-Schaden

Ein jahrelanger Rechtsstreit rund um einen Immobilienskandal hat nun mit Haftstrafen für ehemalige Topmanager geendet. Der frühere Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds muss für vier Jahre ins Gefängnis. Ein weiterer Beteiligter erhielt ebenfalls vier Jahre Haft, ein dritter Angeklagter wurde zu zweieinhalb Jahren verurteilt.

Im Mittelpunkt des Falls stehen zahlreiche Wohnungen, die zwischen 2006 und 2009 zu deutlich unter dem tatsächlichen Wert liegenden Preisen an Freunde verkauft worden sein sollen. Dem Fonds entstand dadurch ein Schaden von rund 13 Millionen Euro.

Um das zuständige Kuratorium über den tatsächlichen Wert des Immobilienbestands zu täuschen, sollen gezielt desolate Wohnungen präsentiert und der Eindruck vermittelt worden sein, der gesamte Bestand befinde sich in einem entsprechend schlechten Zustand. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelte bereits seit 2015, nachdem der Rechnungshof den Fall ins Rollen gebracht hatte.

Strabag und Porr trotzen der globalen Abkühlung

Erfreulicher sind die Nachrichten aus der heimischen Bauwirtschaft. Strabag und Porr behaupten sich weiterhin unter den größten Baukonzernen der Welt. Während die Umsätze der 100 größten börsennotierten Bauunternehmen laut Deloitte zuletzt leicht zurückgingen, konnten die europäischen Konzerne ihre Erlöse um rund neun Prozent steigern.

Strabag verteidigte im weltweiten Deloitte-Ranking mit einem Umsatz von rund 21,2 Milliarden US-Dollar den 21. Platz. Gleichzeitig konnte der Konzern seine Marktkapitalisierung innerhalb eines Jahres mehr als verdoppeln. Bis 2030 will Strabag die jährliche Leistung auf 30 Milliarden Euro steigern.

Auch Porr zeigt sich robust. Der Konzern liegt im weltweiten Ranking auf Platz 52 und konnte im ersten Halbjahr 2026 seinen Gewinn um fast ein Viertel steigern. Der Auftragsbestand liegt bei knapp zehn Milliarden Euro und sorgt damit für eine hohe Auslastung. Wachstumstreiber bleiben vor allem große Infrastrukturvorhaben sowie Investitionen im Zuge der Energie- und Mobilitätswende.

Damit zeigen die beiden österreichischen Baukonzerne, dass sie sich der derzeitigen globalen Abkühlung in der Bauwirtschaft bislang weitgehend entziehen können.

© Cachalot Media House GmbH - Veröffentlicht am 10. September 2026 - zuletzt bearbeitet am 10. September 2026


SP
AutorStefan Posch
Tags
Porr
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Integrationsfonds
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