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Immobilien-Kredite: Die neue Logik
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Diese Woche ist der Bundesimmobilientag Patronanzgeber des Morgenjournals. Sichern Sie sich jetzt Ihre Tickets unter www.bundesimmobilientag.at und seien Sie Teil des kaiserlichen Branchentreffens in Bad Ischl.
Und das sind die Schlagzeilen des Tages:
Immobilien-Kredite: Die neue Logik
Imfarr-Beben: Privatstiftung ist pleite
Und jetzt die Meldungen im Detail:
Immobilien-Kredite: Die neue Logik
Wer heute in europäische Immobilien investiert, blickt auf eine der härtesten Korrekturphasen der Geschichte zurück. Die Marktwerte sind seit 2022 um bis zu 30 % eingebrochen. Doch genau hier liegt jetzt die Chance, sagt Mathew Crowther von PGIM Real Estate. Die Preise haben einen realistischen Boden gefunden, und das stabilisierte Zinsniveau von rund 2 % macht Kredite wieder kalkulierbar – auch wenn der Konflikt im Iran die Märkte derzeit nervös macht.
Das schlagkräftigste Argument für Kredite ist jedoch der massive Investitionsstau. Europa wird in den nächsten Jahren das geringste Neubauvolumen seit fast 40 Jahren verzeichnen. Weil kaum neu gebaut wird, gewinnen bestehende Objekte in guten Lagen massiv an Wert und Vermietungsstärke. Für Kreditgeber sinkt dadurch das Leerstandsrisiko, da die Nachfrage das knappe Angebot weit übersteigt.
Dieser Trend markiert für 2026 eine klare Wende: Es geht nicht mehr um bloße Preishoffnung, sondern um die langfristige Refinanzierbarkeit. In einem Markt, der so wenig neuen Raum schafft, werden Immobilien, die stabile Mieteinnahmen garantieren, zum Magneten für Kapital. Wer also auf Sicherheit setzt, findet im aktuellen Umfeld der Knappheit spannende Möglichkeiten.
Imfarr-Beben: Privatstiftung ist pleite
Die Pleitewelle rund um den Immobilienriesen Imfarr erreicht eine neue Ebene. Wie der Alpenländische Kreditorenverband meldet, wurde nun über die ACF Privatstiftung ein Konkursverfahren eröffnet. Die Zahlen sind dramatisch: 11 Gläubiger fordern insgesamt rund 10 Millionen Euro, während dem nur Aktiva von knapp 1,95 Millionen Euro gegenüberstehen. Besonders brisant ist die personelle Besetzung: Im Vorstand der Stiftung sitzt neben der Vorsitzenden Nazli Farrokhnia auch Matthias Euler-Rolle, der ehemalige Kommunikationschef der SPÖ unter Ex-Kanzler Werner Faymann.
Die finanzielle Schieflage ist eine direkte Folge des Imfarr-Zusammenbruchs, an dem die Stiftung über Beteiligungen maßgeblich hängte. Das Portfolio der Stiftung liest sich mittlerweile wie eine Liste von Problemfällen: Fast alle beteiligten Firmen – von der Widerhofergasse bis hin zu Projekten in Deutschland – befinden sich entweder in Liquidation oder sind bereits insolvent. Ob es überhaupt einen Entschuldungsplan geben wird, ist derzeit noch völlig unklar. Dieser Fall unterstreicht den Markttrend 2026: Die Zeit der komplexen Beteiligungsmodelle im Immobilienbereich stößt an ihre Grenzen, wenn die Liquidität im Kern bricht.
Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at.
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Und das sind die Schlagzeilen des Tages:
Immobilien-Kredite: Die neue Logik
Imfarr-Beben: Privatstiftung ist pleite
Und jetzt die Meldungen im Detail:
Immobilien-Kredite: Die neue Logik
Wer heute in europäische Immobilien investiert, blickt auf eine der härtesten Korrekturphasen der Geschichte zurück. Die Marktwerte sind seit 2022 um bis zu 30 % eingebrochen. Doch genau hier liegt jetzt die Chance, sagt Mathew Crowther von PGIM Real Estate. Die Preise haben einen realistischen Boden gefunden, und das stabilisierte Zinsniveau von rund 2 % macht Kredite wieder kalkulierbar – auch wenn der Konflikt im Iran die Märkte derzeit nervös macht.
Das schlagkräftigste Argument für Kredite ist jedoch der massive Investitionsstau. Europa wird in den nächsten Jahren das geringste Neubauvolumen seit fast 40 Jahren verzeichnen. Weil kaum neu gebaut wird, gewinnen bestehende Objekte in guten Lagen massiv an Wert und Vermietungsstärke. Für Kreditgeber sinkt dadurch das Leerstandsrisiko, da die Nachfrage das knappe Angebot weit übersteigt.
Dieser Trend markiert für 2026 eine klare Wende: Es geht nicht mehr um bloße Preishoffnung, sondern um die langfristige Refinanzierbarkeit. In einem Markt, der so wenig neuen Raum schafft, werden Immobilien, die stabile Mieteinnahmen garantieren, zum Magneten für Kapital. Wer also auf Sicherheit setzt, findet im aktuellen Umfeld der Knappheit spannende Möglichkeiten.
Imfarr-Beben: Privatstiftung ist pleite
Die Pleitewelle rund um den Immobilienriesen Imfarr erreicht eine neue Ebene. Wie der Alpenländische Kreditorenverband meldet, wurde nun über die ACF Privatstiftung ein Konkursverfahren eröffnet. Die Zahlen sind dramatisch: 11 Gläubiger fordern insgesamt rund 10 Millionen Euro, während dem nur Aktiva von knapp 1,95 Millionen Euro gegenüberstehen. Besonders brisant ist die personelle Besetzung: Im Vorstand der Stiftung sitzt neben der Vorsitzenden Nazli Farrokhnia auch Matthias Euler-Rolle, der ehemalige Kommunikationschef der SPÖ unter Ex-Kanzler Werner Faymann.
Die finanzielle Schieflage ist eine direkte Folge des Imfarr-Zusammenbruchs, an dem die Stiftung über Beteiligungen maßgeblich hängte. Das Portfolio der Stiftung liest sich mittlerweile wie eine Liste von Problemfällen: Fast alle beteiligten Firmen – von der Widerhofergasse bis hin zu Projekten in Deutschland – befinden sich entweder in Liquidation oder sind bereits insolvent. Ob es überhaupt einen Entschuldungsplan geben wird, ist derzeit noch völlig unklar. Dieser Fall unterstreicht den Markttrend 2026: Die Zeit der komplexen Beteiligungsmodelle im Immobilienbereich stößt an ihre Grenzen, wenn die Liquidität im Kern bricht.
Das waren die Meldungen dieses Morgens. Was weiter im Tag passiert, lesen Sie ab 14 Uhr auf immomedien.at.
LF
AutorLaura Fürst
Tags
Immobilienkredite
kredite
Kredit
PGIM Real Estate
Mathew Crowther
imfarr
ACF Privatstiftung
Insolvenz
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