KI steuert aktiv Heizungsanlagen
Mit „myWarm Optimize-Control“ präsentiert die Tochter von Brunata-Metrona eine aktive KI-Steuerung für Heizungskeller
Mit der Markteinführung von myWarm Optimize-Control präsentiert das GreenTech-Unternehmen myWarm eine KI-basierte Lösung, die die Betriebsführung von Heizungsanlagen automatisiert. Angesichts der Tatsache, dass rund 80 Prozent aller Anlagen nicht optimal eingestellt sind, adressiert das System ein massives Effizienzpotenzial im Gebäudesektor, wie Geschäftsführer Dr. Klaus Hense betont.
Intelligente Automatisierung gegen Verschwendung
Anstatt sich auf reines Monitoring zu beschränken, setzt die Lösung auf eine aktive Optimierung während des Betriebs. Laut Entwicklungsleiter Dr. Gerhard Entzmann verwandelt das System passive Anlagen in lernende Einheiten. Da keine baulichen Eingriffe erforderlich sind, lassen sich signifikante Einsparungen ohne hohe Investitionskosten erzielen.
Die Technik hinter der Optimierung
Technisches Fundament ist ein bayesscher Algorithmus, der auf über 13,8 Milliarden Temperaturdatenpunkte aus 15 Jahren Erfahrung zurückgreift. Das System analysiert Echtzeit-Betriebsdaten sowie Wetterprognosen und passt die Regelparameter permanent an. So reagiert die Heizung flexibel auf Lastwechsel und Witterungseinflüsse.
Ökonomische und ökologische Vorteile
Nach Unternehmensangaben lassen sich Energieverbrauch und CO2-Emissionen um bis zu 15 Prozent senken. Petra Schmucker von der Muttergesellschaft BRUNATA-METRONA hebt zudem den strategischen Nutzen hervor: Der digitale Heizungskeller sorgt für die nötige Transparenz beim ESG-Reporting und liefert valide Daten für künftige Sanierungsentscheidungen, etwa zur Dimensionierung von Wärmepumpen.
Ein modulares System für die Zukunft
Vertriebsleiter Stefan Fröb unterstreicht die universelle Einsetzbarkeit der Lösung, die unabhängig von Gebäudeart oder Heizungstyp funktioniert. Optimize- Control bildet dabei lediglich den Auftakt einer umfassenden Plattform. Geplant ist der Ausbau um Module für den adaptiven hydraulischen Abgleich sowie eine intelligente Einzelraumregelung, um die Effizienz von Großanlagen im Bestand weiter zu steigern.
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